Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Lesetalente kämpfen um beste Aussprache
Lokales Prignitz Lesetalente kämpfen um beste Aussprache
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:43 21.02.2018
Sichtlich stolz und mit ihrem Können zufrieden sind alle Teilnehmer. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Anzeige
Pritzwalk

Aufgeregt warteten die elf Kinder beim diesjährigen kreisweiten Vorlesewettbewerb mit ihren Büchern in der Hand auf ihren großen Auftritt. Am Montagvormittag fiel in der Stadtbibliothek in Pritz­walk die Entscheidung, welcher Grundschüler der sechsten Klasse beim Vorlesewettbewerb eine Runde weiterkommt.

Samantha Fenske aus Bad Wilsnack ist die glückliche Gewinnerin. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Die Entscheidung fiel auf Samantha Fenske aus der Grundschule in Bad Wilsnack. Solide mit klarer Stimme und guter Betonung las sie aus ihren Buch „Nördlich von Nirgendwo“ von Liz Kessler vor. In der zweiten Runde bekamen alle Teilnehmer dann ein ihnen völlig unbekanntes Buch, woraus sie einige Zeilen vorlasen. Auch dabei konnte Samantha Fenske die vierköpfige Jury überzeugen.

Der Jury fiel die Entscheidung sichtlich nicht leicht. „Es kann nur einen Sieger geben“, sagt Organisatorin und Bibliothekarin Marita Rehm. Neben ihr saßen außerdem Autor Olaf Waterstradt, Petra Sommerfeld-Mader aus der Stadtbibliothek in Perleberg und Hannes Grunewald, Landessieger im vergangenen Jahr, in der Jury. „Besonders achten wir in der Bewertung darauf, welcher Text ausgesucht wurde. Es folgen Kriterien wie Lesetechnik, deutliches Sprechen und die Betonung“, so Rehm. Versprecher seien dabei durchaus normal. „Jeder der Teilnehmer ist aufgeregt, einen kleinen Versprecher sehen wir nicht so streng.“

Beim Fremdtext wird es richtig schwierig

Alle teilnehmenden Grundschüler hatten bereits eine Hürde genommen: Sie sind Sieger der jeweiligen Grundschulen im Landkreis. Aus jeder Schule nahm nun der beste Vorleser am Kreisentscheid teil. Nach der ersten Runde, für die alle ihr eigenes Buch mitbrachten, wurde es schwieriger. „Beim Fremdtext schauen wir nach dem flexiblen Können der Schüler, das ist schon eine Herausforderung“, betont die Organisatorin.

Nachdem es im vergangenen Jahr noch 14 Teilnehmer gab, sind es in diesem Jahr nur noch elf. Das sei sehr schade, aber tut der Vielfalt an unterschiedlichen Texten keinen Abbruch. So gab es Fantasy, Dramen und Action zu hören. Darunter waren „Harry Potter und der Stein der Weisen“ von Joanne K. Rowling und „Robinson Crusoe“ von Daniel Defoe. Die Eltern, Großeltern, Lehrer und Gäste in der Stadtbibliothek waren von den jungen Lesetalenten sichtlich begeistert.

Bundesfinale ist am 20. Juni in Berlin

Der Vorlesewettbewerb ist bundesweit einer der ältesten und größten schulischen Wettbewerbe. In diesem Jahr findet er bereits zum 59. Mal statt – mit etwa 600 000 Teilnehmern. In der zweiten Runde der Landkreise waren es rund 7000. Er wird von der Stiftung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Begeisterung für Bücher in die Öffentlichkeit zu tragen, Freude am Lesen zu wecken sowie die Lesekompetenz von Kindern zu stärken stehen im Mittelpunkt des Vorlesewettbewerbs. Über die Bezirks- und Landesebene folgt letztendlich das Bundesfinale am 20. Juni in Berlin.

„Spaß am Lesen und das Abtauchen aus dem Alltag in die Fantasie sollte man nie verlieren“, sagt Marita Rehm. Auch in den neuen Medien spielt das Lesen eine tragende Rolle. Für Samantha Fenske geht es nun in die nächste Runde. Olaf Waterstradt überreichte ihr zur Feier des Tages den von ihm gestifteten Ludwig-Lehmberg-Wanderpokal und wünschte ihr viel Glück in den weiteren Wettbewerben.

Von Marcus J. Pfeiffer

Der Heimat- und Kulturverein Dannenwalde besteht im März zehn Jahre. Seine Mitglieder sorgen seitdem für ein bewegtes Dorfleben. Höhepunkt im Jahr ist stets das große Kinderfest im Juni.

26.02.2018
Prignitz Unfallflucht in Meyenburg - Laterne demoliert und abgehauen

Beim Linksabbiegen am Sonntagabend in Meyenburg hat ein Unbekannter mit seinem Wagen die Kurve nicht gekriegt: Er kam nach rechts von der Straße ab und landete auf dem Gehweg an einer Laterne. Dann verschwand er. Auf dem Schaden von etwa 4000 Euro bleibt die Gemeinde sitzen.

22.02.2018

Mehr als 1000 Besuche rund 60 Aussteller machten den 4. Prignitzer Karrieretag zum Erfolg. Am Oberstufenzentrum Prignitz in Wittenberge herrschte zeitweise so großer Andrang, dass sich der Besucherstrom im Treppenhaus staute.

26.02.2018
Anzeige