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Prignitz Vorm Band-Durchschneiden zum Einsatz
Lokales Prignitz Vorm Band-Durchschneiden zum Einsatz
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19:37 07.12.2016
Übergaben die Rettungswache (v.l.): Hans Dieter Spielmann, Torsten Jacob, Torsten Uhe, Annette Schulze, Sven Hetke und René Glaeser. Quelle: Andreas König
Bad Wilsnack

Das rote Band war schon gespannt, die Schere geöffnet, da meldete sich der Alarmpieper. Bernd Rossack und Susanne Braun, die eigentlich an der Übergabe ihres erneuerten Domizils in Bad Wilsnack teilnehmen wollten, mussten los – Einsatz im benachbarten Havelberg.

So musste die Übergabe der erweiterte Rettungswache in der Kurstadt ohne die Rettungssanitäter über die Bühne gehen. Landrat Torsten Uhe, der Bad Wilsnacker Bürgermeister Hans-Dieter Spielmann, Amtsdirektor Torsten Jacob. Architektin Annette Schulze, Bauunternehmer Sven Hetke und René Glaeser, Leiter des Prignitzer Rettungsdienstes, durchschnitten symbolisch das rote Band.

Landrat Torsten Uhe sprach von einem „guten Tag für Bad Wilsnack“. Der Rettungsdienst der Prignitz sei leistungsfähig und auch für einen größeren Kreis „gut aufgestellt“, sagte Uhe mit Blick auf die aktuelle Debatte um die Kreisgebietsreform und den Kreisstadtsitz. Dass die Rettungswache in Bad Wilsnack gebraucht wird, verdeutlichen die Einsatzzahlen: Allein im Jahr 2015 waren 450 Einsätze zu absolvieren, für das laufende Jahr rechnet René Glaeser, Leiter des Rettungsdienstes des Landkreises Prignitz, mit einem deutlichen Anstieg: „Wir erwarten bis zum Jahresende mehr als 500 Einsatzfahrten.“

Höhere und breitere Fahrzeuge machten Anbau erforderlich

Das Gebäude am Grünen Weg teilen sich die Mitarbeiter des Rettungsdienstes seit jeher mit der Feuerwehr, wobei jede Einrichtung über eine eigene Fahrzeughalle verfügt. Nun war die Halle für den Rettungswagen zu klein geworden. Sie entsprach nicht mehr den räumlichen Anforderungen, welche die neu Technik stellt. „Die modernen Rettungsfahrzeuge sind gewachsen“, erklärte René Glaeser. Sie sind 20 Zentimeter länger und zehn Zentimeter breiter. Auch in der Höhe haben sie zugelegt.

Für die Zeit der Bauarbeiten war der Rettungswagen im Feuerwehrgehrätehaus untergebracht. Die in sogenannter Spiegelbauweise gehaltenen Fahrzeuge seien jetzt weitaus sicherer, was den Seitenaufprallschutz angeht. „Die Hersteller müssen verschiedenen Crashtests absolvieren, um die Zulassung zu bekommen“, sagte Rene Glaeser.

In Bad Wilsnack sind zehn Mitarbeiter des Rettungsdienstes in 12-Stunden-Schichten tätig.  „Zu einer Schicht gehören immer zwei Mitarbeiter“, erläuterte Marko Vogt, Leiter der Rettungswache Perleberg, zu der die Bad Wilsnacker Wache gehört.

100 000 Euro kostete die Erweiterung. Die Investition übernimmt die Stadt Bad Wilsnack, die ihre Ausgaben über die Miete des Landkreises refinanziert.

Rückten ausgerechnet bei der Übergabe zum Einsatz aus: Susanne Braun und Fahrer Bernd Rossack. Quelle: Andreas König

Von Andreas König

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