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Vortrag zu Glyphosat

Wittenberge Vortrag zu Glyphosat

Auf Einladung des Bürgervereins Groß Warnow sowie der Kreisverbände des Bundes für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND) und von Bündnis 90/Die Grünen hielt Ute Scheub am Freitag einen Vortrag im Wittenberger Kultur- und Festspielhaus. Thema: Glyphosat.

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Ute Scheub hielt einen Vortrag zu Ackergiften.

Quelle: Foto: Privat/Schneewolf

Wittenberge. Die einen sagen Pflanzenschutzmittel, „Ackergifte“ werden solche Substanzen von Kritikern genannt. Zu Letzteren gehört die Autorin und promovierte Politikwissenschaftlerin Ute Scheub.

Auf Einladung des Bürgervereins Groß Warnow sowie der Kreisverbände des Bundes für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND) und von Bündnis 90/Die Grünen hielt Ute Scheub am Freitag einen Vortrag im Wittenberger Kultur- und Festspielhaus. „Akuter Anlass waren die mehrfachen Anläufe der EU-Kommission, die Ende Juni auslaufende Europa-Zulassung von Glyphosat durch die EU-Staaten verlängern zu lassen“, teilen Jürgen Randau vom Bürgerverein Groß Warnow und Bärbel Treutler von Bündnis 90/Die Grünen in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Ute Scheub, Autorin des Buches „Ackergifte? Nein danke!“ ging zunächst auf die Schadwirkung solcher Substanzen beim Menschen ein. Den Begriff Pflanzenschutzmittel lehnt die in Berlin lebende Autorin ab. Der Begriff sei irreführend.

Bei Glyphosat rechnet Ute Scheub damit, dass die EU-Kommission den Einsatz wahrscheinlich um 18 Monate verlängern wird. Aus „Vorsorgegründen“ dürfte es im Anschluss allerdings keine weitere Zulassung mehr geben, meint die Autorin.

Wie wirken aber Glyphosat und andere Unkrautbekämpfungsmittel? Ute Scheub hält die Wirkung von Glyphosat und Co. langfristig für verheerend. Sie töteten Beikräuter, die Nahrungsmittel nützlicher Insekten sind, und töteten Insekten, die ihrerseits Vögeln und Amphibien als Nahrung dienten. „Andere Kräuter und Insekten würden resistent, sodass immer mehr Ackergifte eingesetzt werden müssten – wie bei einer Rüstungsspirale“, gibt Bärbel Treutler das Gehörte wieder.

Der Einsatz solcher Substanzen sei alles andere als zukunftstauglich. Erforderlich sei aber eine „enkeltaugliche Landwirtschaft“ fordert die Autorin.

In der anschließenden lebhaften Diskussion ging es vor allem um Ansätze zu einer ackergiftfreien und „regenerativen“, insbesondere Kohlenstoff zurück in die Erde holende Landwirtschaft, informierten Jürgen Randau und Bärbel Treutler.

Hintergrund: Glyphosat ist Hauptbestandteil von Pflanzengiften wie dem Unkrautvernichtungsmittel Roundup, das vom US-amerikanischen Konzern Monsanto hergestellt wird. Seine Wirkung auf Menschen ist umstritten,.

Von Andreas König

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