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Prignitz Wachstumskern Prignitz fit für die Zukunft
Lokales Prignitz Wachstumskern Prignitz fit für die Zukunft
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00:18 02.06.2016
Stellten das Standortentwicklungskonzept vor: Lutz Lange, Annett Jura, Udo Staeck und Oliver Hermann (v.l.) Quelle: Michael Beeskow
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Perleberg

Der Regionale Wachstumskern (RWK) Prignitz hat sich für die nächsten Jahre positioniert. Mehr Familienfreundlichkeit, Ausweisung weiterer Industrie- und Gewerbeflächen aber auch die Bestandspflege von Unternehmen stehen unter anderem auf der Agenda des neuen Standortentwicklungskonzeptes, das vor wenigen Tagen bei der Landesregierung eingereicht wurde.

„Wir wollen bei der Familienfreundlichkeit besser werden“, erklärte Perlebergs Bürgermeisterin Annett Jura. „Das ist ein strategisches Ziel für den Wachstumskern.“ In den nächsten Monaten werden hierzu Projekte entwickelt, kündigte sie an. Ein erster Schritt ist die Erstellung eines Familienberichts für die Region. „Der ist die Grundlage, um zu sehen, wo weiter gearbeitet werden muss“, erklärte die Bürgermeisterin. Hierzu soll eine Förderung des Brandenburger Familienministeriums genutzt werden. Auch Förderungen im Rahmen des Stadt-Umland-Wettbewerbs werden avisiert.

55 Prozent aller Prignitzer Förderungen gingen in den Westen

Bei einer Zusammenkunft der Partnerkommunen Perleberg, Wittenberge und Karstädt sowie der Wirtschaftsinitiative Westprignitz (WIW) im Rathaus der Rolandstadt wurde auch auf die erfolgreiche Entwicklung des Regionalen Wachstumskerns hingewiesen, seit dessen Bildung im Jahr 2005. Von 2006 bis 2014 flossen 233 Millionen Euro in die regionale Wirtschaft über die GRW-Förderung (Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur). Damit sind im Wachstumskern 55 Prozent der gesamten Fördertätigkeit des Landkreises erfolgt.

Lutz Lange, WIW-Vorsitzender und Sprecher des Wachstumskerns, verwies darauf, dass der Wachstumskern keine geschlossene Veranstaltung ist, vielmehr verstehe er sich als „Anker in der Region“. So gibt es gemeinsame Veranstaltung mit der GbR Elbtalaue, in der neben den drei Wachstumskern-Kommunen die Gemeinde Plattenburg und die beiden Ämter Lenzen-Elbtalaue und Bad Wilsnack/Weisen vertreten sind. Wittenberges Bürgermeister Oliver Hermann führte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit dem Umland an. Daher sei es gut, wenn Bad Wilsnack in der GbR Elbtalaue bei touristischen Themen die Führungsrolle übernehme. Karstädts Bürgermeister Udo Staeck nannte Beispiele für die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Wachstumskern Autobahndreieck beim Pokal der Wirtschaft, im Bereich Schule und Wirtschaft oder den Messen in der Prignitz.

Es geht nicht nur um die Großen

Die zehn Industrie- und Gewerbegebiete im Wachstumskern sind zu 91 Prozent ausgelastet. Es gibt nur noch Splitterflächen, daher wird das Gebiet Wittenberge-Süd mit Straßen- und Bahnanschluss entwickelt. Es geht nicht nur um große Neuansiedlungen, sondern auch um eine Verdichtung. So lassen sich auch kleine Gewerbebetriebe in diesen Gebieten nieder.

Als wichtiges Thema bezeichnete Hermann die Verbindung mit der Metropolregion Hamburg. Es gehe um die Gewinnung von Unternehmen für die Region, die Pendler und die Belebung der Flussschifffahrt auf der Elbe. Erst am Sonntag legte in Wittenberge ein Fahrgastschiff aus Dömitz an.

Von Michael Beeskow

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