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Prignitz Wahl in Putlitz-Berge endet mit Losentscheid
Lokales Prignitz Wahl in Putlitz-Berge endet mit Losentscheid
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02:15 07.12.2015
Amtsausschussvorsitzender Bernd Dannemann (vorn links) gratuliert Hergen Reker zur Wahl zum neuen Amtsdirektor. Quelle: Fotos (2): Ulrich fISCHER
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Putlitz

Die Entscheidung fiel nicht in den beiden Wahlgängen, sondern durch das Los, das der Amtsausschussvorsitzende Bernd Dannemann schließlich ziehen musste: Hergen Reker wird ab 1. Januar 2016 der neue Direktor der Amtsverwaltung Putlitz-Berge sein.

Zur Amtsdirektorwahl am Donnerstagabend waren drei von sieben Bewerbern eingeladen worden: Amtskämmerer Hergen Reker (55), der Teterower Ordnungsamtsleiter Stephan Richter (50) und der Finanzbeamte Ingo Zmolinski (55) aus dem Berger Ortsteil Muggerkuhl.

Im ersten geheimen Wahlgang bekam keiner der Kandidaten die notwendige absolute Mehrheit der Stimmen der acht Amtsausschussmitglieder. Eine Stimme gab es für Richter, drei für Reker und vier für Zmolinski. Bei der Stichwahl unter den Bewerbern mit den meisten Stimmen hätte die einfache Mehrheit zum Wahlsieg gereicht, doch es gab mit je vier Stimmen ein Patt. Für den Fall schreibt die Kommunalverfassung den Losentscheid vor. So musste schon einmal verfahren werden bei der Amtsdirektorwahl im Jahre 2000. Da war Gerd Ehrke der „Losgewinner“. Zum 1. Oktober ging Ehrke in den vorzeitigen Ruhestand. Nachdem Bernd Dannemann dem künftigen Verwaltungschef Reker zum neuen Amt gratuliert hatte, teilte er mit, dass die Übergabe der Ernennungsurkunde für den 29. Dezember vorgesehen ist.

Hergen Reker ist seit 1993 Kämmerer des Amtes, seit 16 Jahren ist der Diplom-Betriebswirt (FH) stellvertretender Amtsdirektor. Er wohnt in Freyenstein (Ostprignitz-Ruppin). Ein Wohnortwechsel ist nicht geplant. „Die 22 Jahre als Kämmerer haben gezeigt, dass eine gewisse Distanz mehr Unabhängigkeit schafft, das möchte ich mir bewahren“, sagte Reker am Freitag der MAZ.

Die Stelle des Kämmerers müsse nun neu besetzt werden, so Reker. Das Bauamt, das der ehemalige Amtsdirektor Ehrke mitverwaltet hatte, war ab dem 1. Oktober vorübergehend Ordnungsamtsleiter Peter Jonel unterstellt worden. Reker wird vorschlagen, ihn dauerhaft zum Leiter von Bau- und Ordnungsamt zu machen.

Die bereits als amtierender Amtsdirektor im Oktober begonnene Praxis, bei Problemen in den Gemeinden mit den Bürgermeistern und Ortsvorstehern zeitnah Vor-Ort-Termine zu machen, will Reker fortsetzen. „Es geht um die vielen Kleinigkeiten, die zum Teil Unmut schaffen – sonst sieht man nur die Hauptstraßen und Gemeindehäuser“, sagt er. Er wolle sich bemühen, die durch die Debatte um eine Ämterfusion „etwas gestörte Kommunikation wieder auf eine sachliche Ebene zu stellen“.

Als wichtiges Betätigungsfeld sieht er die interkommunale Zusammenarbeit zwischen Ämtern und Großgemeinden an, wie sie mit dem EDV-Zweckverband Groß Pankow/Meyenburg/Putlitz-Berge beispielsweise hervorragend funktioniere. Reker: „Darüber sollte man sich auch im Land Gedanken machen und nicht gleich die Ämter zerkloppen. Auch kleine Gemeinden können durchaus leistungsfähig sein und haben das Recht, weiter eigenständig zu existieren und ihre Identität zu bewahren.“

Von Ulrich Fischer

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