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Prignitz Wanderung beginnt mit „diabolischer Hochzeit“
Lokales Prignitz Wanderung beginnt mit „diabolischer Hochzeit“
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00:24 06.01.2016
Hella Dibbert (M.) führte durch die Rohlsdorfer Kirche. Quelle: Atzenroth
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Rohlsdorf

„Wer weiß noch, die wievielte Neujahrswanderung das ist?“, fragte Astrid Eckert in die stattliche und gut eingemümmelte Runde, die zusammengekommen war, um sich bei minus acht Grad zwei Stunden lang durch die Gegend zu bewegen. „Durchzählen!“ war der gut gemeinte Rat, doch so genau konnte niemand sagen, seit wann es beim Sport- und Kulturverein Halenbeck die Tradition dieser Wanderung gibt.

Wanderung bei klarer und sehr kalter Witterung: Unter Führung von Astrid Eckert machten sich etwa 30 Menschen auf den zweistündigen Weg Quelle: Bernd Atzenroth

Aber immerhin war man auf dem Gebiet der gesamten Gemeinde Halenbeck-Rohlsdorf (Amt Meyenburg), deren Bürgermeisterin Astrid Eckert ist, darauf vorbereitet, dass etwa 30 Wanderer sich mitunter die Hauptstraße entlang bewegen. Wer von Pritzwalk aus Richtung Rohlsdorf unterwegs war, wurde schon in Ellershagen eines Schildes gewahr, auf dem „Achtung Wanderung“ geschrieben stand. Denn die Strecke führte von der Landscheune Rohlsdorf aus zunächst in Richtung Ellershagen, bevor es dann nach rechts weg ging zur Umrundung des Sadenbecker Stausees. Am Ende sollten dann Kaffee, Kuchen und Schmalzstullen in der Landscheune gereicht werden. Vor dem Start gab es noch eine Bitte von Astrid Eckert: „Die Ersten mögen langsamer gehen.“ Schließlich sollten ja auch alle, die nicht ganz so gut zu Fuß sind, mitkommen können.

Die besondere Wandmalerei in der Rohlsdorfer Kirche zeigt eine diabolische Hochzeit. Quelle: Atzenroth

Wie jedes Jahr gab es auch diesmal einen besonderen Programmpunkt: Hella Dibbert machte gleich zu Beginn der Wanderung eine kleine Kirchenführung. Mit gutem Grund, ist doch das kleine Gotteshaus in der Dorfmitte von Rohlsdorf gerade im vergangenen Jahr zuerst trockengelegt und dann im Innern saniert worden.

Die Kirche wurde um 1500 erbaut, hatte aber einen Vorgängerbau aus dem 13. Jahrhundert. Ein Überbleibsel aus dieser Zeit ist die erste Kirchenglocke. Insgesamt hat die Kirche drei – die beiden später hinzugekommenen Bronzeglocken überlebten, wie Hella Dibbert erzählte, auch den Zweiten Weltkrieg. Der Altar stammt aus dem Jahr 1750, steht aber in dem Teil der Kirche, der nach einem Brand 1881 neu angebaut wurde. Besonders interessant für die etwa 30 Wanderer war ein freigelegtes Wandbild das eine „diabolische Hochzeit zeigt – der Teufel heiratet die Hexe, und beide werden vom gefallenen Erzengel Luzifer vermählt.

Dann aber ging es hinaus. Und auch wenn es gar bitter kalt war, war es ein schönes Wanderwetter bei strahlendem Sonnenschein und trockener Luft.

Von Bernd Atzenroth

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