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Was über die Schulmedizin hinausgeht

Heiligengrabe Was über die Schulmedizin hinausgeht

Angehörige zu pflegen oder Bekannte gesundheitlich zu beraten, kann mit so viel mehr als nur der klassischen Schulmedizin unterstützt werden. Das lernen die 15 Teilnehmer bei der Ausbildung zum „Vitalstoffexperten“ seit Freitag in Heiligengrabe. Organisiert wurde der Kurs vom einem neuen Gesundheitsverein, der seit September in der Region aktiv ist.

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Bei einer Atemübung kamen die Teilnehmer gleich in die richtige Stimmung

Quelle: Christian Bark

Heiligengrabe. Die innere Mitte finden, sich selbst erstmal zur Ruhe kommen lassen, bevor man andere Menschen beruhigen will – vieles, was die 15 Teilnehmer im Ausbildungskurs zum „Vitalstoffexperten“ seit Freitag in Heiligengrabe lernen, scheint zunächst in spirituelle Sphären abzudriften. Trotzdem sind die Methoden, die Manfred Wollinger, Arzt für Akupunktur und Naturheilkunde aus Bayern, vermittelte, hilfreich im Umgang mit kranken oder pflegebürftigen Menschen.

„Ich lerne, mich zunächst für die Situation des Gegenüber zu sensibilisieren“, erklärte Andry Schneider. Die Gesundheitsberaterin aus Heiligengrabe hat zusammen mit ihrem Mann Benno den gemeinnützigen Verein „Natürlich ganz gesund in Brandenburg“ ins Leben gerufen. Über den Verein, der Gesundheit im umfassenden Sinne fördern möchte, wurde auch der Kurs am Freitag organisiert – die erste offizielle Veranstaltung des im September gegründeten Vereins.

Andry und Benno Schneider haben den Heiligengraber Verein in diesem Jahr ins Leben gerufen

Andry und Benno Schneider haben den Heiligengraber Verein in diesem Jahr ins Leben gerufen.

Quelle: Christian Bark

„Wir betrachten den Menschen in allen seinen Aspekten: Körper, Psyche, soziale Beziehungen, Umwelt und Seele“, erklärt Schneider. In den Kursen wolle man zeigen, was über die klassische Schulmedizin hinaus möglich ist und wie vor- oder nachgesorgt werden kann. „Gerade um Umgang mit Demenzkranken ist eine zurückhaltende, verständnisvolle Haltung wichtig“, empfiehlt die Gesundheitsberaterin.

Neben Heilpraktikern und Mitarbeitern aus dem Pflegebereich nahmen auch Menschen aus rein privatem Interesse an dem Kurs teil. So zum Beispiel Sabine Röhl. Die 64-Jährige lebt in der Nähe von Hamburg, beruflich arbeitet sie für eine Versicherungsagentur. „Ich habe mich schon immer für Gesundheit und Ernährung interessiert“, erklärte sie. Gerade mit Blick auf ihre Familie und ihre 87 Jahre alte Mutter wolle sie, dass alle gesund zusammen alt werden. Deswegen sei auch die spirituelle Herangehensweise für sie faszinierend. „Allerdings sieht das meine Familie noch etwas kritisch“, gab sie zu.

Verein „Natürlich ganz gesund in Brandenburg“


wurde der Verein von Benno und Andry Schneider in Heiligengrabe gegründet.

40 Mitglieder zählt der Verein derzeit bundesweit. Wer an den Kursen teilnehmen möchte, muss Vereinsmitglied sein. Durch seine Gemeinnützigkeit wird der Verein zusätzlich durch Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds finanziell unterstützt.

Der Verein fördert innovative Entdeckungen und Technologien nach dem Grundsatz: Die Wissenschaft muss Mensch und Natur dienen und nicht umgekehrt. Wissensvermittlung und Beratung steht für den Verein an erster Stelle.

Weitere Informationen
hier.

Doch mit der zertifizierten Ausbildung hofft Sabine Röhl, Familie, Freunde und vielleicht auch mal Patienten mit alternativen Beratungs- und Heilmethoden helfen zu können. Was dabei rein rechtlich zu beachten ist, lernen die Teilnehmer vom Gesundheitsberater Joachim Wohlfeil aus Suhl. „Wir wollen keinesfalls die klassische Medizin verdrängen“, betonte Andry Schneider. Überdies vermittle der Kursblock kein „Hexenwerk“ sondern Anleitungen auf fachlich und wissenschaftlich fundierter Grundlage.

Auch wenn die Teilnehmer nach dem sechstägigen Kurs zertifizierte Vitalstoffexperten sein werden, ist ihr Handlungsspielraum dennoch begrenzt, wie Andry Schneider erklärt. „Mit dem Zertifikat darf ich Menschen beraten, aber keine Diagnose stellen oder gar selbst behandeln.“ Und dennoch, sei das Wissen über Prozesse im Körper sowie um den eigenen Gesundheitszustand ungemein nützlich.

Von Christian Bark

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