Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Wasserwerk versorgt knapp 2000 Menschen
Lokales Prignitz Wasserwerk versorgt knapp 2000 Menschen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 18.09.2016
Trinkwassermeister André Werner (r.) demonstriert, wie an den Filterkesseln im Glöwener Werk Wasserproben genommen werden. Quelle: Andreas König
Anzeige
Glöwen

Zwischen der Bundesstraße 107 und einem Waldstück bei Storbeckshof liegt es blau-weiß schimmernd in der Sonne. Das Wasserwerk Glöwen gehört eigentlich fast schon zum Gemeindeteil Stor­beckshof. In der Regel dürfen nur die Mitarbeiter des Westprignitzer Trinkwasser- und Abwasserzweckverband (WTAZV) oder Beschäftigte eines beauftragten Labors das Gelände betreten. Doch gestern scharten sich Besucher um die Mitarbeiter des Verbandes, ließen sich alles erklären.

Trinkwassermeister André Werner und seine Mitarbeiter zeigten nur zu gerne, was in den vergangenen acht Jahren in Glöwen entstanden ist. Schließlich hat der Verband insgesamt 725 000 Euro in Gebäude, Leitungen, neue Brunnenschächte und Technik investiert. Das Wasserwerk wurde 1985 erbaut“, berichtete André Werner. Die ersten beiden Brunnen entstanden hingegen bereits Ende der 1970er Jahre. Aus 51 und 72 Metern Tiefe wird das Trinkwasser an die Oberfläche gepumpt. Der dritte, 1988 eingerichtete Brunnen reicht 46 Meter tief ins Erdreich hinein, um von dort das lebensspendende Nass empor zu fördern.

Wasserreservoir bleibt Blicken verborgen

„Die Qualität des Rohwassers ist ausgezeichnet“, sagt André Werner. Lediglich Eisen und Manganverbindungen sind zu entfernen. Dazu wird das Wasser mit Sauerstoff versetzt, der die Metalle oxidiert und so besser abtrennbar macht. Mit Hilfe von Quarzsandfiltern wird das Wasser von Eisen- und Manganverbindungen befreit und kann dann in die Reinwasserbehälter gepumpt werden. Diese befinden sich unter zwei künstlich angehäuften Hügeln. „Das geschieht hauptsächlich, um die Temperatur des Wassers stabil zu halten“, erklärt André Werner. Da Trinkwasser ein kostbares und sensibles Gut ist, öffnen sich die letzten Pforten auch am Tag der offnen für nicht. Die Besucher können zwar einen Blick in den Revisionsschacht werfen, doch das Wasserreservoir selbst bleibt den Blicken verborgen und damit geschützt vor dem Kontakt mit Fremdkörpern aller Art.

Selbst die Mitarbeiter des WTAZV sind streng danach getrennt, ob sie mit Trinkwasser (weiße Seite) oder Abwasser (schwarze Seiet) in Berührung kommen.

An heißen Tagen fließen bis zu 250 Kubikmeter

Das Reinwasser wird seinerseits aus den 300 Kubikmeter fassenden Behältern ins Rohrnetz gepumpt. Insgesamt müssen bis zu knapp 42Kilometer zurückgelegt werden, damit das Wasser aus den Tiefen der Glöwener Erde in alle angeschlossenen Haushalte, Einrichtungen und Betrieb gelangt. „In normalen Zeiten sind es zwischen 150 und 180 Kubikmeter pro Tag. Jetzt, da es so heiß ist, können es auch schon mal 250 Kubikmeter und mehr sein“, sagt der Trinkwassermeister.

1771 Einwohner erhalten derzeit ihr Trinkwasser aus dem Glöwener Werk. Vor knapp zwei Jahren kamen neben dem angestammten Gebiet die Ortsteile Bendelin, Zichtow und Karlsruhe hinzu. Bis dahin wurden sie vom inzwischen stillgelegten Wasserwerk Bendelin aus versorgt.

Das Angebot, sich alles haarklein erklären zu lassen, nutzten über den Tag verteilt mehrere hundert Besucher, darunter auch Schulklassen aus Glöwen. Üblich sind solche Tage nicht, das machen wir vor allem, um den Bürgern unsere Investitionen im Einsatz zu zeigen“, sagt André Werner. Ortsbürgermeister Reimar Heering zeigte sich sehr davon angetan, über welch moderne Technik das Wasserwerk verfügt.

Von Andreas König

Ostprignitz-Ruppin OPR-Polizeibericht vom 15. September 2016 - Neuruppin: Brandstifter scheiterten

Unter dem Hoftor eines Grundstücks im Neuruppiner Nymburk-Ring zündeten Unbekannte in der Nacht zu Mittwoch eine Packung Kohlenanzünder an. Das Feuer griff aber nicht aufs hölzerne Hoftor über, sondern verkohlte es nur leicht. Der Besitzer teilte der Polizei außerdem mit, dass vor einigen Tagen fünf Garagentore mit silberner Farbe beschmiert wurden.

15.09.2016
Polizei Prignitz: Polizeibericht vom 15. September - Diebe von Alarm aufgeschreckt

Ein Unbekannter versuchten in der Nacht zum Mittwoch in Porep eine Tanksäule auf dem Gelände einer Agrargenossenschaft aufzubrechen und Kraftstoff zu klauen. Hierbei wurde der Alarm ausgelöst und der Täter vermutlich abgeschreckt. Zur Höhe des Schadens konnte bei der Anzeigenaufnahme keine Angaben gemacht werden.

15.09.2016

In einem ungewöhnlich schnellen Verfahren wurden der Bebauungsplan für den „Solarpark Kiesgrube Meyenburg“ und der Teilflächennutzungsplan für das Areal abgearbeitet. Am Mittwochabend beschlossen die Stadtverordneten den B-Plan einstimmig.

18.09.2016
Anzeige