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Wasserwerk versorgt knapp 2000 Menschen

Glöwen Wasserwerk versorgt knapp 2000 Menschen

725 000 Euro flossen in den vergangene acht Jahren in die Sanierung des Wasserwerks Glöwen. Die Ergebnisse konnten am Donnerstag interessierte Besucher bei einem Tag der offenen Tür in Augenschein nehmen. Das Wasser aus den bis zu 72 Meter tiefen Brunnen ist von guter Qualität. Mit ihm werden knapp 2 000 Menschen versorgt.

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Trinkwassermeister André Werner (r.) demonstriert, wie an den Filterkesseln im Glöwener Werk Wasserproben genommen werden.

Quelle: Andreas König

Glöwen. Zwischen der Bundesstraße 107 und einem Waldstück bei Storbeckshof liegt es blau-weiß schimmernd in der Sonne. Das Wasserwerk Glöwen gehört eigentlich fast schon zum Gemeindeteil Stor­beckshof. In der Regel dürfen nur die Mitarbeiter des Westprignitzer Trinkwasser- und Abwasserzweckverband (WTAZV) oder Beschäftigte eines beauftragten Labors das Gelände betreten. Doch gestern scharten sich Besucher um die Mitarbeiter des Verbandes, ließen sich alles erklären.

Trinkwassermeister André Werner und seine Mitarbeiter zeigten nur zu gerne, was in den vergangenen acht Jahren in Glöwen entstanden ist. Schließlich hat der Verband insgesamt 725 000 Euro in Gebäude, Leitungen, neue Brunnenschächte und Technik investiert. Das Wasserwerk wurde 1985 erbaut“, berichtete André Werner. Die ersten beiden Brunnen entstanden hingegen bereits Ende der 1970er Jahre. Aus 51 und 72 Metern Tiefe wird das Trinkwasser an die Oberfläche gepumpt. Der dritte, 1988 eingerichtete Brunnen reicht 46 Meter tief ins Erdreich hinein, um von dort das lebensspendende Nass empor zu fördern.

Wasserreservoir bleibt Blicken verborgen

„Die Qualität des Rohwassers ist ausgezeichnet“, sagt André Werner. Lediglich Eisen und Manganverbindungen sind zu entfernen. Dazu wird das Wasser mit Sauerstoff versetzt, der die Metalle oxidiert und so besser abtrennbar macht. Mit Hilfe von Quarzsandfiltern wird das Wasser von Eisen- und Manganverbindungen befreit und kann dann in die Reinwasserbehälter gepumpt werden. Diese befinden sich unter zwei künstlich angehäuften Hügeln. „Das geschieht hauptsächlich, um die Temperatur des Wassers stabil zu halten“, erklärt André Werner. Da Trinkwasser ein kostbares und sensibles Gut ist, öffnen sich die letzten Pforten auch am Tag der offnen für nicht. Die Besucher können zwar einen Blick in den Revisionsschacht werfen, doch das Wasserreservoir selbst bleibt den Blicken verborgen und damit geschützt vor dem Kontakt mit Fremdkörpern aller Art.

Selbst die Mitarbeiter des WTAZV sind streng danach getrennt, ob sie mit Trinkwasser (weiße Seite) oder Abwasser (schwarze Seiet) in Berührung kommen.

An heißen Tagen fließen bis zu 250 Kubikmeter

Das Reinwasser wird seinerseits aus den 300 Kubikmeter fassenden Behältern ins Rohrnetz gepumpt. Insgesamt müssen bis zu knapp 42Kilometer zurückgelegt werden, damit das Wasser aus den Tiefen der Glöwener Erde in alle angeschlossenen Haushalte, Einrichtungen und Betrieb gelangt. „In normalen Zeiten sind es zwischen 150 und 180 Kubikmeter pro Tag. Jetzt, da es so heiß ist, können es auch schon mal 250 Kubikmeter und mehr sein“, sagt der Trinkwassermeister.

1771 Einwohner erhalten derzeit ihr Trinkwasser aus dem Glöwener Werk. Vor knapp zwei Jahren kamen neben dem angestammten Gebiet die Ortsteile Bendelin, Zichtow und Karlsruhe hinzu. Bis dahin wurden sie vom inzwischen stillgelegten Wasserwerk Bendelin aus versorgt.

Das Angebot, sich alles haarklein erklären zu lassen, nutzten über den Tag verteilt mehrere hundert Besucher, darunter auch Schulklassen aus Glöwen. Üblich sind solche Tage nicht, das machen wir vor allem, um den Bürgern unsere Investitionen im Einsatz zu zeigen“, sagt André Werner. Ortsbürgermeister Reimar Heering zeigte sich sehr davon angetan, über welch moderne Technik das Wasserwerk verfügt.

Von Andreas König

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