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Weitere Millionen für den Stadtumbau

Wittenberge Weitere Millionen für den Stadtumbau

Der Stadtumbau in Wittenberge kann weitergehen. Infrastruktur-Staatssekretärin Ines Jesse übergab am Freitag mehrere Förderbescheide über insgesamt 3,75 Millionen Euro. Mit dem Geld soll das Jahnschulviertel weiter aufgewertet werden. Aber auch der Rückbau nicht mehr benötigter Plattenbauten kann mit Hilfe dieser Mittel bestritten werden.

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Freude über Fördermittel (v.l.): Martin Hahn, Ines Jesse, Oliver Hermann und Torsten Diehn.

Quelle: Andreas König

Wittenberge. Der Stadtumbau in Wittenberge kann weitergehen. Das Land Brandenburg fördert die Vorhaben für dieses und das kommende Jahr mit insgesamt 3,7 Millionen Euro. Ines Jesse, die Staatssekretärin im Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, übergab am Freitag die offiziellen Bescheide.

Regelmäßige Zuwendungen sind nichts selbstverständlich

„Wir sind sehr erfreut und dankbar, dass wir weiterhin Mittel für den Stadtumbau erhalten“, sagte Bürgermeister Oliver Hermann. „Diese Bescheide kommen ja regelmäßig, und man könnte sagen, dass es selbstverständlich ist, Fördermittel zu erhalten, aber das ist es nicht“, sagte das Stadtoberhaupt. Andererseits habe die Stadt Wittenberge noch immer einen erheblichen Bedarf an Geld für den Stadtumbau, den sie aus eigener Kraft kaum decken könnte.

Stadt muss relativ geringen Eigenanteil leisten

„Wittenberge schafft es, eine gute Stadtentwicklung darzustellen und die verschiedenen Förderprogramme geschickt miteinander zu verknüpfen“, sagte Ines Jesse. Das gilt auch für die jetzt überreichten 3,75 Millionen Euro. An Eigenmitteln müsse die Stadt einen – im Verhältnis zur Fördersumme – relativ geringen Eigenanteil von 111 000 Euro beisteuern.

Abriss und Aufwertung im Allendeviertel

„Wir setzen damit Maßnahmen aus drei Teilprogrammen um“, erklärte der Bauamtsleiter Martin Hahn. Es gehe um Aufwertung, Rückbau sowie Sanierung, Sicherung und Erwerb städtischer Immobilien. Vom Rückbau betroffen ist vor allem das Allendeviertel. Sowohl die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft als auch die Wohnungsgenossenschaft Elbstrom reißen dort Plattenbauten ab,wozu sie Fördermittel nutzen können. Die im selben Viertel gelegene Elbtalgrundschule wird hingegen aufgewertet. Ein Teil der Mittel soll in die Gestaltung der Außenanlagen fließen.

Jahnschulviertel bleibt ein Schwerpunkt

„Ein Schwerpunkt bleibt jedoch die weitere Sanierung des Jahnschulviertels“, sagte Martin Hahn. Vor allem in der Goethestraße sollen Häuser saniert werden, aber auch das Umfeld für die Investition des SOS-Kinderdorfs in die neue Wohnstätte werde die Stadt mit Investitionen begleiten. Gegenwärtig wird etwa die Bürgermeister-Jahn-Straße neu gestaltet. „Eigentlich wollten wir auch noch die restlichen Häuser in der Johannes-Runge-Straße sanieren, aber das ist derzeit wegen komplizierter Eigentumsverhältnisse erst einmal zurückgestellt worden“, sagte der Bauamtsleiter. Stattdessen werde mit einem Teil der Fördersumme das stadtbildprägende Haus Goethestraße 2 bis 4 in Angriff genommen.

Schritt für Schritt zum ordentlichen Antlitz

„Wir arbeiten daran, der Stadt Schritt für Schritt wieder ein ordentliches Antlitz zu geben“, sagte der Geschäftsführer der stadteigenen Wohnungsbaugesellschaft Wittenberge, Torsten Diehn. Glücklicherweise könne sich die Gesellschaft – auch dank der Fördermittel – an Aufgaben wagen, die vor zehn Jahren noch undenkbar gewesen wären. „Wir sanieren ganze Straßenzüge und prüfen derzeit, ob wir uns bei der Neuprofilierung des Bahnhofs engagieren“, sagt er. Die Stadt hofft, auch in der dritten Phase des Stadtumbauprogramms berücksichtig zu werden.

Von Andreas König

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