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Wenig Zeit für Arbeiten am Bahnhof

Glöwen Wenig Zeit für Arbeiten am Bahnhof

Bahnreisende hoffen auf ein baldiges Ende der Streckensperrung zwischen Glöwen und Neustadt (Dosse). Die Bauleute, die im Auftrag des Besitzers Roland Wierling die Fassade des Glöwener Bahnhofs verputzen, hätten gern mehr Zeit. Doch am Donnerstag, 23 Uhr ist zunächst Schluss mit der Erneuerung von Weichen und Gleisen sowie dem Schienenersatzverkehr.

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Mitarbeiter der Firma Bahnbau Lüneburg erneuern noch bis Donnerstag Weichen und Gleise zwischen Glöwen und Neustadt (Dosse).

Quelle: Andreas König

Glöwen. Lag es am Auswärtsspiel von Hertha, am stürmischen Wetter oder doch am Schienenersatzverkehr: Im Regionalexpress der Linie 2, der eigentlich von Wittenberge nach Berlin fährt, saßen am Sonnabend erstaunlich wenige Fahrgäste. Möglicherweise hat der Schienenersatzverkehr, der am Freitag ab 23 Uhr in Kraft trat, die Reiselust der Passagiere aus Prignitz und Ostprignitz-Ruppin ein wenig gedämpft.

Busse brauchen eine Stunde statt 15 Minuten

Die Deutsche Bahn lässt zwischen Glöwen und Neustadt (Dosse) noch bis einschließlich Donnerstag, 23. März, 0.30 Uhr, Gleise und Weichen erneuern. Was zur Folge hat, dass Schienenersatzverkehr zwischen den beiden Bahnhöfen besteht und sich die Fahrzeit von 15 Minuten auf eine Stunde verlängert. Wer irgend kann, umfährt dieses Hindernis und steigt gleich in Neustadt zu, wenn er nach Berlin fahren will. Ziemlich volle Parkplätze rund um den Bahnhof in der Dossestadt legen diese Vermutung jedenfalls nahe.

Automatisches Warnsystem schützt Gleisbauer

Die Mitarbeiter der Firma Bahnbau Lüneburg die im Schotterbett knieend ihre Arbeit verrichten, haben alle Hände voll zu tun, um ihre Aufgaben zu erledigen. Ein transportables automatisches Warnsystem tritt in Aktion, wenn sich ein ICE nähert. Der Sog wäre lebensgefährlich für alle, die sich in seinem Einflussbereich befinden.

Besitzer wurde über Sperrung vor zwei Jahren informiert

Unterdessen haben Mitarbeiter einer polnischen Baufirma die Fassade des Glöwener Bahnhofsgebäudes eingerüstet: „Wir wollen versuchen, die Fassade in den wenigen Tagen, die zur Verfügung stehen, zu verputzen“, sagt Bahnhofsbesitzer Roland Wierling. Um das Stuckgesims kann man sich in so kurzer Zeit nicht kümmern. Ob die nächste Streckensperrung bereits geplant wurde, vermag der Steuerberater und Waldbesitzer nicht zu sagen. „Über die jetzige Streckensperrung sind wir vor zwei Jahren informiert worden“, sagt Ronald Wierling. Während die den Gleisen abgewandten Fassadenteile bereits weitgehend saniert wurden, macht die an den Schienen befindliche Seite des 170 Jahre alten Bahnhofsgebäudes noch einen ziemlich abgewirtschafteten Eindruck.

Vermietung der Geschäftsräume geht schleppend voran

Mit der Vermietung der insgesamt 1300 Quadratmeter großen Fläche ist Roland Wierling indes nur etwas weitergekommen. „Zwei Wohnungen sind vermietet, für eine dritte gibt es ein Option“, sagt Projektmanagerin Franziska Richert. Zwei Wohnungen seien dagegen noch zu haben. Gespräche mit potenziellen Nutzern der großen Räume im Erdgeschoss – Tanzschulen, Volkshochschule oder Fahrrad-Firmen seien zwar geführt worden, waren bislang aber noch nicht von Erfolg gekrönt. Dennoch gehe es mit dem Bahnhof Schritt für Schritt voran.

Von Andreas König

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