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Wenige Gesprächspartner in Demerthin

Europaabgeordnete auf Tour durch die Prignitz Wenige Gesprächspartner in Demerthin

Auf dem Weg nach Wittenberge legte die SPD-Europaabgeordnete Susanne Melior am Donnerstag einen Stopp in Demerthin ein, um mit Landwirten ins Gespräch zu kommen. Nur wenige nutzten die Gelegenheit, doch die nahmen kein Blatt vor den Mund.

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Susanne Melior suchte den Dialog mit Landwirten.

Quelle: Beckmann

Demerthin. Die Gemeinde Gumtow erhielt am Donnerstag Besuch aus dem Europaparlament. Auf dem Weg zu einer Veranstaltung in Wittenberge machte die Europaabgeordnete Susanne Melior (SPD) in Demerthin Station, um mit Landwirten ins Gespräch zu kommen. Die 57-jährige gebürtige Prignitzerin ist in Brüssel unter anderem Mitglied des Umweltausschusses.

Das Interesse der Prignitzer an der Gesprächsrunde war begrenzt. Nur drei Vertreter von Agrarbetrieben und der Gumtower Bürgermeister Stefan Freimark fanden in den Demerthiner Gemeindesaal – trotz der durchaus interessanten Thematik.

Im Mittelpunkt stand die Milchwirtschaft. Susanne Melior brachte die Milchquote selbst ins Gespräch: „Das ist eine schwierige Geschichte. Es wurde ja auch von Landwirten gefordert, dass sie wegfällt.“ Das sahen die anwesenden Landwirte ganz anders: Sie hätten das gewiss nicht gefordert, zumal ein vernünftiges Nachfolgekonzept bis heute fehle. Die aktuelle Krise sei abzusehen gewesen. Vor allem kleinere Betriebe hätten jetzt darunter zu leiden.

Harsche Kritik gab es an der EU-Förderpolitik

Nicht nur die fehlende Produktionsbeschränkung, auch andere Bedingungen machten ihnen das Leben schwer. Harsche Kritik gab es an der EU-Förderpolitik: „Da wurden Ställe gebaut, obwohl es sich nicht rechnete.“ Auch der Marktmacht der Industrie stünden die Bauern hilflos gegenüber. Billige Futtermittel aus Übersee, schrumpfender Export, eine verfehlte Handelspolitik, steigende Bodenpreise und teils völlig überzogener Umweltschutz machten die Sache nicht besser.

Sie sei ebenfalls an Veränderungen interessiert, versicherte die SPD-Politikerin: „Das geht aber nicht von heute auf morgen. Wir sind nur ein Teil des europäischen Parlaments.“ Zudem sei vieles Sache von Bund und Land. Zumindest einige Anregungen wolle sie daher zu einem Treffen mit Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger mitnehmen.

Von Alexander Beckmann

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