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Prignitz Weniger Flüchtlinge zu Jahresbeginn
Lokales Prignitz Weniger Flüchtlinge zu Jahresbeginn
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02:15 23.01.2016
Solche Schilder soll es in der Prignitz auch künftig möglichst nicht geben. Quelle: dpa
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Perleberg

Eine neue Prognose für die Entwicklung der Flüchtlingszahlen im Jahr 2016 liegt dem Landkreis Prignitz noch nicht vor. Allerdings konnte Landrat Torsten Uhe jetzt korrigierte Zahlen für das abgelaufene Jahr 2015 nennen. „Wir mussten 1300 Flüchtlinge aufnehmen, hieß es zunächst. Diese Zahl wurde korrigiert: Der Landkreis war letztlich nur verpflichtet, 1008 Flüchtlinge aufzunehmen.“ Tatsächlich waren es am Ende des Jahres 1021. Damit war die Prignitz neben dem Nachbarlandkreis Ostprignitz-Ruppin, wo der Überschuss gegenüber der Sollzahl noch etwas größer war, der einzige Landkreis, der über dem Soll lag.

Zur Erklärung für die Korrektur meinte Uhe, dass in Eisenhüttenstadt, wo sich die brandenburgische Erstaufnahmeeinrichtung befindet, 2015 weitaus mehr Flüchtlinge registriert wurden, als letztlich auf die Landkreise aufgeteilt worden sind. Die Differenz erkläre sich daraus, dass sich viele der in Eisenhüttenstadt gestrandeten Menschen „alleine andere Ziele gesucht haben“. So ist wohl eine nicht unerhebliche Zahl nach Berlin, Hamburg oder in andere Großstädte weitergezogen. Nach Uhes Angaben wurden in Eisenhüttenstadt 34 433 Flüchtlinge registriert, aber nur 25 615 auf die Kreise verteilt. Deswegen sanken dann die Sollzahlen für die Aufnahme von Flüchtlingen in den einzelnen Landkreisen, die nach einem festen Schlüssel berechnet werden.

Im Moment ist auch der Andrang an Flüchtlingen im Landkreis Prignitz deutlich geringer. „In der vergangenen Woche waren es 33 – in Spitzenzeiten hatten wir an die 90“, sagte Uhe. Mit Stand vom 19. Januar sind auch in Eisenhüttenstadt 2700 Plätze frei. Allerdings weiß Uhe, dass dies eine „Momentaufnahme“ ist und die Zahlen zum Frühjahr hin wohl wieder ansteigen werden. „Die Wohnungsunterbringung ist nach wie vor unser Ziel“, stellte er klar. Aber man sei vorbereitet dafür, wenn diese Form der Unterbringung von Flüchtlingen nicht mehr ausreichen würde, etwa mit der Einrichtung der ehemaligen Wohnstätte der Lebenshilfe in Wittenberge für diese Zwecke.

Von Bernd Atzenroth

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