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Weniger Kriminalität in der Prignitz

Sicherheitskonferenz 2016 auf der Burg Lenzen Weniger Kriminalität in der Prignitz

Die Prignitz ist sicher – so lautete das Fazit der Sicherheitskonferenz am Dienstag auf der Burg Lenzen. Erfreulich ist insbesondere die Entwicklung bei der Kriminalität, die deutlich zurückgegangen ist. Bei den Verkehrsunfällen blieb die Entwicklung nahezu gleich.

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Andrea Wetzlmair vom CJD hielt einen Vortrag über das Projekt „Arbeit statt Strafe”.

Quelle: Wegner

Lenzen. „Die Prignitz ist sicher” lautete das Resümee der Sicherheitskonferenz, die am Dienstag auf der Burg Lenzen stattfand. Rund 40 Teilnehmer der Polizei, der Justiz, des Landkreises, der Städte, Ämter und Gemeinden sowie freier Träge hielten Rückschau auf das vergangene Jahr. „Das gemeinsam getragene Sicherheitskonzept hat sich gut bewährt”, stellte Landrat Torsten Uhe fest. Es war festzustellen, dass das Konzept der Unterbringung von Flüchtlingen, verteilt in Wohnungen, zu keiner Erhöhung der Kriminalität geführt hat.

Zahl der Wohnungseinbrüche halbiert

Eine weitere gute Nachricht machte er bekannt: Der Verkehrsgarten wird in Perleberg bleiben, zwar nicht an der alten Stelle, aber die zentrale Erreichbarkeit sei damit gewährt. Der Stadt Pritzwalk dankte er für das Angebot, den Verkehrsgarten in die Dömnitzstadt zu verlagern. Der Leiter der Polizeiinspektion Prignitz, Peter Schröder, gab Informationen zur Sicherheitslage 2015 im Landkreis Prignitz. „Die Prävention ist ein wichtiges Arbeitsfeld aller Beteiligten. Sie wirkt nach wie vor nachhaltig. Auch heute können wir sagen: Die Prignitz ist sicher”, sagte er. Die Prignitz gehöre, so Schröder, zu den sichersten Regionen in Brandenburg. Viele Ehrenamtler stehen zur Verfügung und unterstützen die Polizei. Im Bereich der Kriminalität gab es eine deutliche Senkung.

Bei den Wohnungseinbruchsdiebstählen gab es fast eine Halbierung. Wurden im Jahr 2014 155 Einbrüche erfasst, waren es im vergangenen Jahr nur noch 87 Fälle. Schwerpunkte der Kriminalitätsentwicklung im Jahr 2015 sind 173 Fälle von Diebstählen aus Büros und Firmen, wovon 62 Fälle aufgeklärt wurden, 87 Wohnungseinbruchsdiebstähle mit 26 aufgeklärten Fällen und 30 Diebstähle von Kraftwagen, wovon neun Fälle aufgeklärt wurden. Die Asylbewerber in Wohnungen unterzubringen, bezeichnete er als einen richtigen Schritt. Die Prignitz ist unauffällig, was Körperdelikte angeht.

2015 elf Verkehrstote im Landkreis

Die Entwicklung von Verkehrsunfällen blieb nahezu gleich. Bei 2656 Verkehrsunfällen im Jahr 2015 gab es 316 Verletzte und elf Tote, was nicht gut sei. „Hier müssen wir noch was machen”, stellte Schröder fest. Hauptunfallursachen waren in 199 Fällen überhöhte Geschwindigkeit, in 143 Fällen die Nichtbeachtung der Vorfahrt und in 42 Fällen Alkohol- beziehungsweise Drogeneinfluss am Steuer. „Aber auch die Wildunfälle in der Prignitz müssen wir im Auge behalten. Die Prignitz ist eine waldreiche Gegend. 2015 wurden 905 Wildunfälle erfasst”, so Schröder. „In der gesamten Direktion hatten wir im vergangenen Jahr 28 Verkehrstote” sagte der Leiter der Polizeidirektion Nord, Bernd Halle. Jede Verhinderung von Verkehrstoten sei wichtig. Die Polizeidirektion Nord umfasst die Landkreise Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin und Prignitz. Der Leitende Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Neuruppin, Wilfried Lehmann, hielt ein Referat über die Aufgaben, die Struktur und die Arbeitsweise der Staatsanwaltschaft Neuruppin.

Über Haftvermeidung durch soziale Integration und Informationen zur Arbeit des Projektes „Arbeit statt Strafe” gab es einen Vortrag von Andrea Wetzlmair vom Christlichen Jugenddorfwerk (CJD). Oberstaatsanwalt Winfried Lehmann lobte das Projekt. „Der Bericht zeigt, was die Gesellschaft leisten kann. Die Arbeit der freien Träger ist sehr wertvoll. Die Haftvermeidung durch Integration ist sehr wichtig. Täter müssen nach der Haft betreut werden, damit sie nicht wieder rückfällig werden”, sagte er.

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V.l.: Peter Schröder, Landrat Torsten Uhe, Oberstaatsanwalt Winfried Lehmann und Bernd Halle.

Quelle: Jens Wegner

Beim Ausblick für die gemeinsame Sicherheitsarbeit 2016 stehen die Bekämpfung der Jugendkriminalität, die Bekämpfung der politisch motivierten Kriminalität, die Erhöhung der Verkehrssicherheit und die kommunale Kriminalitätsverhütung im Vordergrund.

Von Jens Wegner

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