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Weniger Windräder in Schrepkow

Neue Pläne für Windpark Weniger Windräder in Schrepkow

Die neuen Pläne für den Windpark Schrepkow wurden am Dienstagabend beim Hauptausschuss der Gemeindevertretung Gumtow vorgestellt. Statt der bisher geplanten fünf Anlagen mit bis zu 184 Metern sollen jetzt nur noch drei 150 Meter hohe Türme gebaut werden.

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Bei Schrepkow sollen drei neue Windräder errichtet werden.

Quelle: Peter Geisler

Schrepkow. Es gibt neue Pläne für den Windpark Schrepkow. Die Firma Greenwind als Investor hat ein Angebot vorgelegt. Das erfuhren die Mitglieder des Hauptausschusses der Gemeindevertretung Gumtow bei ihrer Sitzung am Dienstagabend von Bürgermeister Stefan Freimark. Statt der geplanten fünf Anlagen mit einer Höhe von 150 Metern und 184 Metern sollen nur noch drei 150 Meter hohe Windkraftanlagen gebaut werden. Diese drei Türme stehen laut Projektbeschreibung 1000 Meter von den nächsten Häusern in Schrepkow und Neu Schrepkow entfernt. Bei den ursprünglichen Plänen wurde diese Entfernung nicht eingehalten.

Im Gegenzug sollen die bestehenden zehn Anlagen, die 100 Meter hoch sind, abgebaut werden. Das Unternehmen will den Firmensitz in die Gemeinde Gumtow verlegen und die Finanzierung des Bauvorhabens würde durch ein regionales Kreditinstitut erfolgen, heißt es in der Projektbeschreibung. Greenwind bietet weiterhin an, die Kosten für den Bebauungsplan für das Windeignungsgebiet Schrepkow zu übernehmen. Die Gemeindevertreter hatten die Aufstellung des Bebauungsplans bereits beschlossen. Darin könnten die Standorte der Windkraftanlagen genau festgelegt werden. Allerdings würde dadurch auch verbindliches Baurecht geschaffen werden.

Der Ortsbeirat hatte das ursprüngliche Vorhaben bereits abgelehnt und bleibt auch bei den neuen Plänen dabei. Freimark hatte an der Sitzung in Schrepkow teilgenommen. Allerdings sei das Gremium nicht beschlussfähig gewesen, sagte er. Lediglich der Ortsvorsteher und ein paar Einwohner hätten teilgenommen.

Der Vorschlag entspricht den Grundsätzen der Gemeinde

Bürgermeister Freimark gab zu bedenken, dass der neue Vorschlag von der Firma Greenwind den in der Oktobersitzung von den Gemeindevertretern gefassten Grundsätzen zum Umgang mit dem Bau neuer Windkraftanlagen entspricht. „Danach wäre die Versagung des gemeindlichen Einvernehmens für das Vorhaben problematisch zu erklären“, so der Bürgermeister. Bisher liege jedoch noch kein konkreter Antrag vor.

Hauptausschussmitglied Peter Boas (Bürger für Gumtow) gab zu bedenken, dass andere Betreiber gegen alte Entscheidungen klagen könnten, wenn die Gemeinde diese neuen Pläne befürwortet. Greenwind betreibt nur Teile des Windparks. Dietmar Pritzschke (Bürgerfraktion) sagte: „Die neuen Pläne kann ich nicht verweigern, weil passiert, was wir in unseren Grundsätzen beschlossen haben.“ Er habe kein schlechtes Gewissen den Bürgern gegenüber. „Wir haben klare Linien gezogen und sollten danach handeln“, so Pritzsch­ke. Das sahen auch die anderen Fraktionsmitglieder so.

Die Fraktion Bürger für Gumtow will sich bis zur nächsten Gemeindevertretersitzung am 1. Dezember erst noch eine Meinung bilden. Ihr Vorsitzender Bodo Schulz teilte jedoch mit, dass man zunächst den Schrepkower Ortsvorsteher befragt hat.

Grundsätze der Gemeinde für Windkraftpläne

Die Gemeindevertreter hatten bei ihrer Sitzung Anfang Oktober Grundsätze beschlossen, nach denen sie künftig handeln wollen, wenn es um den Bau von Windkraftanlagen geht.

Demnach muss der Mindestabstand zu Wohngebäuden die sechsfache Höhe der Windkraftanlagen, mindestens aber 1000 Meter betragen.

Einwohner der Gemeinde Gumtow sollen die Möglichkeit haben, sich an der Windkraftanlage als Anteilseigner zu beteiligen, im Sinne einer Bürgerwindkraftanlage.

Gefordert wird auch, dass der Investor den Bewohnern der jeweils umliegenden Orte Projekte anbietet, die für mehr Akzeptanz bei den Bürgern sorgen können.

Die Gemeindevertreter würden es zudem gern sehen, wenn der Sitz des Unternehmens in der Gemeinde liegt, damit die Gewerbesteuer vollständig in die Gemeindekasse fließt.

Von Sandra Bels

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