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Wenn Vierbeiner Urlaub machen

Schmolde Wenn Vierbeiner Urlaub machen

Manch einer der Gäste von Andrea Fünning treibt es ganz schön wild: zum Beispiel Charlie. Der Husky ist zurzeit Gast in der Hundepension in Schmolde. Für ihn, der sonst die meiste Zeit bei Herrchen im Büro verbringt, ist das wie Urlaub. Neben viel frischer Luft und Auslauf hat er hier auch Spielkameraden.

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Husky Charlie hat wieder seine Decke herausgezerrt. Andrea Fünning schimpft.

Quelle: Beate Vogel

Schmolde. Charlie und Rudi fegen durch ihr weitläufiges Gehege und balgen. Der ältere Rudi, ein Schäferhund-Mix, hat zu tun, den temperamentvollen Husky Charlie abzuwehren. Die beiden großen Hunde haben ihren Spaß. Ab und zu springen sie an Andrea Fünning empor, damit sie auf sie aufmerksam wird. Die Tiere sind zurzeit Gäste in ihrer Hundepension in Schmolde (Meyenburg).

Der Liebe zu Tieren hat die 50-Jährige schon früh nachgegeben: „Ich habe schon als Kind Hunde aufgesammelt.“ Später machte sie ihre Leidenschaft zum Beruf: In Langerwisch führte sie in der LPG die Schafherde. „Dazu gehörte auch die Hundeausbildung.“ Bis heute hören die Vierbeiner wenn Andrea Fünning einen Befehl gibt. Sogar der wilde Charlie.

Andrea Fünning betreibt die Pension seit neun Jahren

„Er ist aus Berlin, wo er die meiste Zeit bei seinem Herrchen in einem Büro verbringt.“ Umso mehr freue sich der Hund, wenn er in Schmolde Urlaub machen kann: Hier gibt es viel frische Luft, Artgenossen zum Spielen und vor allem: Auslauf.

2007 hatte Andrea Fünning die Hundepension in Schmolde übernommen. 2010 zog sie aus dem Mietobjekt aufs eigene Grundstück an den Dorfrand. „Die meisten Kunden wollten bleiben“, erinnert sie sich. Am Haus entstand ein separater Anbau, in dem die Zimmer für die vierbeinigen Gäste untergebracht sind. „Das haben wir alles aus Eigenmitteln aufgebaut, mit viel Hilfe von Freunden und Verwandten und immer, wenn wieder genug Geld da war.“ Sie könne genau sagen, wo das Beherbergungsgeld von welchem Hund verbaut wurde.

Kuscheldecke oder T-Shirt von Herrchen gehören zur Ausrüstung

Wer viel frische Luft verträgt, wohnt in einem der vier Zwinger, den Andrea Fünning und ihr Mann auf dem Grundstück errichtet haben. Die Zwingertüren von Charlie und Rudi stehen offen, die beiden können sich im großen Auslauf frei bewegen. „Wenn die Hunde sich vertragen, können sie gern den ganzen Tag spielen“, sagt Andrea Fünning. Sie hatte auch schon Kunden, die ihren Hund einmal die Woche brachten, damit er mit den anderen spielen konnte. Auf dem Hof leben auch der große weiße Sammy, ein Kovasz, und Dackel Max.

Viele ihrer Gäste kennt die Schmolderin schon lange. Andere sind neu: „Wir geben uns dann immer erst einen Tag zum Kennenlernen.“ Sie rät den Haltern, immer die Kuscheldecke mitzugeben, damit das Tier etwas aus seinem Zuhause hat. „Oder ein T-Shirt, das nach dem Herrchen riecht.“ Gerade ist die Beagle-Hündin Anka angekommen, die sich sichtlich über den Besuch in ihrem Hundezimmer freut. Mit ihr geht Andrea Fünning erst einmal lange spazieren. Das Frühaufstehen stört sie nicht: Andrea Fünning trägt seit 25 Jahren die MAZ aus. Die Aufenthaltsdauer der Hunde ist unterschiedlich, sie liegt zwischen ein, zwei Tagen oder eben zwei Wochen.

Von Beate Vogel

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