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Prignitz Werkstatt-Tage am Rudower See
Lokales Prignitz Werkstatt-Tage am Rudower See
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02:16 12.11.2015
Die Pritzwalkerinnen Christel Berndt mit Pfarrerin Ina Piatkowski in ihrem improvisierten Gespräch. Quelle: Kerstin Beck
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Lenzen

Es ist Mittag, und eine Gruppe genießt im „Haus Lenzen“ – einer am Rudower See gelegenen christlichen Begegnungsstätte – ein schlichtes, aber schmackhaftes dreigängiges Menü. Plötzlich erscheint die Hausmutter Martha Schlichenmaier, eine 81-jährige Dame, die vor 23 Jahren das Domizil gegründet hat. Sie wollte sich mal kurz erkundigen, was die Gäste dort an diesem Wochenende gemacht haben. Es ging darum, wie man Leute für das Ehrenamt gewinnen kann, erfuhr sie. Mit dabei waren Pfarrer aus Bad Wilsnack, Wittenberge und Pritzwalk, dazu Mitglieder von Gemeindekirchenräten und bereits ehrenamtlich Tätige aus den beiden Kirchenkreisen Prignitz und Kyritz.

Der Grund für diese Initiative: Es werden ehrenamtliche Helfer gesucht: In Wittenberge soll ein Sprach-Café für Flüchtlinge entstehen, in Bad Wilsnack soll es in der Wunderblutkirche ein regelmäßiges Andachtsangebot für Pilger geben, in Pritzwalk ist geplant, die Kirche Sankt Nikolai an möglichst vielen Tagen zu öffnen – wie auch die Sankt-Marien-Kirche in Kyritz. Und in Dreetz wird darüber nachgedacht, ein Netz von Engagierten zu knüpfen, die sich mit Demenzkranken beschäftigen. Und das alles geht nur mit freiwilligen Helfern.

In Lenzen gab es nun, nachdem das Projekt „Gemeinde gemeinsam gestalten“ am 25. September in Kyritz startete, an zwei Werkstatt-Tagen für die Arbeit mit Interessierten praxisnahe Beratung und Unterstützung. Das Projekt wird vom Amt für kirchliche Dienste der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg  (EKBO) erstmals angeboten und soll danach auf weitere Regionen ausgedehnt werden, informierte Projektleiterin Lena Knäpple.

Nachdem es zunächst um Projektplanung sowie -entwicklung und um Aufgabenprofile für Ehrenamtliche gegangen war – Vorleser oder Betreuer, Begrüßer oder Kirchenaufschließer bis hin zur Frage, wo denn am besten Schlüssel zu deponieren seien –, stand später die zentrale Frage im Mittelpunkt: Wie gewinnt man denn überhaupt Ehrenamtliche?

„Stellen Sie sich vor, Sie treffen irgendwo eine bekannte Person und überzeugen diese davon, so ein Ehrenamt anzunehmen!“, war die Aufforderung zu einem spielerischen Umgehen mit der Thematik. Nach einer fünfzehnminütigen Vorbereitung kam es dann zu humorvollen „zufälligen Treffen“, bei denen Ehrenamtliche „sofort“ geworben werden konnten: „Komm doch mal zu uns in die Kirche, denn wer weiß denn noch, wie sie innen aussieht – oh ja, aber gern, und es ist bestimmt interessant, dabei auch andere Menschen kennenzulernen!“, kommen die Pritzwalkerinnen Christel Berndt sowie Pfarrerin Ina Piatkowski in ihrem improvisierten Miteinander ins Gespräch.

Und um beim Beispiel zu bleiben: für Gymnasiasten, die sich auf ein Kunststudium vorbereiten möchten, wäre es ein Gewinn, nicht nur zu wissen, wie die Pritz­walker Kirche innen aussieht, sondern es auch anderen Besuchern erklären zu können.

„Da kann den Gymnasiasten eine Art Pass ausgestellt werden, der ihnen die Studienchancen verbessert“, sagt die Berliner Dozentin Carola Reifenhäuser. Die Anwesenden einigten sich darauf, die Gymnasiasten in der Region zielgerichtet darauf anzusprechen.Für den 22. April ist die Abschlussveranstaltung geplant.

Von Kerstin Beck

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