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Wettkampfset für Jugendfeuerwehren

Putlitz Wettkampfset für Jugendfeuerwehren

Die Jugendfeuerwehren im Amt Putlitz-Berge haben jetzt einen jugendgerechten Wettkampfset für den Löschangriff nass. Möglich wurde dies auch dank einer Spende des Stromversorgers Edis, die am Donnerstag an Amtsdirektor Hergen Reker übergeben wurden. Dies ist auch eine Reaktion auf die positive Entwicklung der Jugendwehren im Amtsbereich.

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Ein Übungsset für Putlitzer Nachwuchsfeuerwehrleute wurde jetzt mit einer Spende des Stromversorgers Edis angeschafft.

Quelle: Bernd Atzenroth

Putlitz. „Die Jugendfeuerwehr im Bereich des Amtes Putlitz-Berge gedeiht prächtig.“ Dieser Befund des Amtsbrandmeisters Christian Reisinger und des Amtsjugendwarts Ronald Lock lässt sich leicht untermauern: Allein in diesem Jahr sind drei Jugendfeuerwehren wieder aktiv geworden. Mit Berge, Sagast und Mertensdorf sind mittlerweile in elf der 17 Orte im Amt wieder Nachwuchsfeuerwehren aktiv, und das in 16 Gruppen, ob Altersklasse 1 und 2 oder Floriansgruppe. Das heißt auch: Jugendliche in diesen Orten müssen nicht mehr in den Nachbarort ausweichen, weil es zu Hause keine Jugendgruppe gibt.

Knapp 110 Kinder und Jugendliche sind amtsweit in der Feuerwehr aktiv. Nachdem es eine Weile ein bisschen ruhiger gewesen sei, rollt nun geradezu eine Nachwuchswelle in der Altersklasse 1, denn 80 Prozent der jungen Brandschützer sind sechs bis 14 Jahre alt. Das heißt auch: Sie müssen über ein Jahrzehnt lang an den Brandschutz herangeführt werden.

Alles für die Ausbildung

Dies schlägt sich nun in der Anschaffung eines kindgerechten Wettkampfsets für den Löschangriff nass nieder. „Alles ist eine Nummer kleiner, handlicher und leichter“, sagt Reisinger, „und die Sicherheit ist über einen Druckminderer gewährleistet.“ Rund 1000 Euro hat der Satz gekostet, 450 Euro davon steuerte der Stromversorger Edis bei. Andreas Gaber und Lars Klemmer von Edis waren am Donnerstag in Putlitz, um Amtsdirektor Hergen Reker den symbolischen Scheck über die Summe zu überreichen.

Ein weiterer Set soll noch angeschafft werden. Bei den jüngeren Brandschützern soll zunächst die Ausbildung im Fokus stehen, bevor sie „richtig“ an Wettkämpfen teilnehmen. So war schon der Jugendfeuerwehrtag in Berge im Oktober eine reine Ausbildungsveranstaltung. Dabei ist es schon das Ziel, dass die Kleinen beim Amtsausscheid Ende Mai 2018 in Porep mitmachen können – allerdings ohne Wertung in der eigenen Disziplin.

„Das wichtigste Ehrenamt in Deutschland“

Hergen Reker hat höchste Wertschätzung für alle, die sich der Aufgabe Brandschutz in ihrer Freizeit stellen: „Für mich ist nach wie vor die Feuerwehr das wichtigste Ehrenamt in Deutschland.“ Zumal die ganze Gesellschaft auf die Arbeit der Wehren angewiesen sei. Wie wichtig der Nachwuchs für den weiteren Bestand der Wehren ist, zeigen ein paar Zahlen. Knapp 300 Feuerwehrleute gibt es insgesamt im Amtsbereich. Die Tendenz für die kommenden Jahre sei, so Reisinger, „stabil unter 300“. „Wenn von den 110 jungen Leuten in zehn Jahren 20 Prozent in der Hauptwehr ankommen, ist das richtig gut“, weiß er.

Und noch eine Hürde gilt es bei weiterer Nachwuchsgewinnung zu überwinden: Meist ist es der Nachwuchs aus Feuerwehrfamilien, der sich wieder für den Brandschutz interessiert. „In andere Familien kommen wir nicht rein“, sagt er, im Wissen, dass dies für den Fortbestand der Feuerwehr immer wichtiger werden wird.

Von Bernd Atzenroth

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