Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Wie der Vater, so der Sohn
Lokales Prignitz Wie der Vater, so der Sohn
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 29.08.2016
Gerhard und Hans-Dieter Graf (v.l.) sind die gute Seele der Perleberger Kirche. Quelle: Kerstin Beck
Anzeige
Perleberg

Irgendwo in Perleberg lebt in einer ruhigen Wohnung Gerhard Graf mit seiner bereits 90jährigen und noch sehr rüstigen Gattin. Der heute 86jährige alteingesessene Prignitzer kann auf ein erfülltes Leben zurückblicken. Zu diesem gehört, dass der verdiente Tischlermeister seine beruflichen Kenntnisse und Fertigkeiten jahrzehntelang auch als Gemeindekirchenratsmitglied in den Erhalt und die laufende Sanierung der Perleberger Kirche mit eingebracht hat - genauer gesagt, ein halbes Jahrhundert hindurch.

1962 wurde Gerhard Graf erstmals in den Gemeindekirchenrat gewählt und blieb darin 50 Jahre; in der letzten Zeit natürlich, als die Kraft nicht mehr ganz ausreichte, als Ehrenmitglied.

Nun geht die Geschichte aber noch weiter. Gerhard Grafs Sohn, Hans-Dieter Graf, der nicht nur eine große äußere Ähnlichkeit zu seinem Vater hat, stieg in die Fußstapfen seines Vorfahren, indem er sich zunächst einmal ebenfalls der Tischlerlaufbahn widmete und ebenfalls seinen Meister machte. Aber nicht nur das. „Und als Sohn wurde ich quasi mit dem Engagement meines Vaters für die Kirche groß“, erzählt der 62jährige. „Zudem ist die Perleberger Kirche der Ort, in dem ich getauft und konfirmiert wurde, und da hat man dann schon eine besondere Bindung dazu, und es war für mich als Kind und Jugendlicher ganz selbstverständlich, mit meinem Vater immer mal mitzukommen und zu helfen!“

Die Perleberger St.-Jacobi-Kirche Quelle: Bernd Atzenroth

Natürlich beschäftigte sich der „Junior“ später auch mit dem Gedanken, ebenfalls im Gemeindekirchenrat wirksam zu werden. „Aber Vater und Sohn gleichzeitig, das ging schlecht“. Vor zwölf Jahren „ging“ es dann endlich, dass sich Hans-Dieter Graf endlich auch in den Perleberger Gemeindekirchenrat wählen ließ, „so dass ich seitdem meinem Vater nacheifern kann, aber ob ich ebenfalls 50 Jahre schaffe, das ist wohl eher ungewiss!“

Der Tischler bringt jedoch nicht nur bei Reparaturen seine Fertigkeiten mit ein, sondern wirkt auch aktiv im Gemeindeleben mit. „Und es war für mich auch eine wichtige Sache, die Verabschiedung von Pfarrer Tilmann Kuhn, der uns in diesem Jahr verlassen hat, mit zu organisieren. Denn nachdem der Pfarrer vor über zwölf Jahren hier seinen Dienst angetreten hatte, besuchte er auch alle Gemeindemitglieder - so auch uns. Da ist so etwas selbstverständlich, auch beim Abschied mitzuwirken!“

Förderverein für den Turm gegründet

Aber die Kirche selbst ist für Klaus-Dieter Graf noch immer das Wichtigste. „Der Kirchturm brannte ja 1916 ab, und seitdem haben wir als Turm nur dieses Provisorium. Wir haben das Ziel, den Turm unbedingt wieder so herzustellen, wie er war, mit Spitze und Geläut, und dazu haben wir auch einen Förderverein gegründet.“, sagt Klaus-Dieter Graf.

Müßig zu sagen, dass der engagierte Christ, der zudem im Bauausschuss und als Synodaler in der Kreissynode wirkt, hier ebenfalls Mitglied ist.

Von Kerstin Beck

Einmal Eintritt zahlen, sechsmal Live-Musik bekommen – das klingt nach einem guten Deal. Und auch das Wetter wird am Freitag Abend mitspielen, so dass sich viele in Pritzwalk bei der ersten „Pritzwalker Musiknacht“ auf einen gemütlichen Kneipenbummel begeben werden – da werden Erinnerungen wach an die alten Kneipennächte.

28.08.2016
Prignitz Von Sandkrug bis Wittenberge - Die Prignitz macht die Deiche dicht

Gleich mehrere Großbaustellen sollen für besseren Hochwasserschutz in der Prignitz sorgen. Der Abschnitt zwischen Scharleuk und Sandkrug wird mit Wasserbausteinen gesichert, aus dem Leitdeich bei Wittenberge werden alte Abwasserrohre der Zellwollfabrik ausgegraben. 27 Millionen investiert das Land insgesamt. Das meiste fließt in den Deich- und Straßenbau bei Breese.

28.08.2016

In Steffenshagen kümmert sich seit 1998 der Heimatverein um die gesellschaftlichen Belange im Dorf. Seine Mitglieder beschränken sich nicht aufs Organisieren von Festen, sondern packen kräftig an – in der Grünanlagenpflege, beim Bau des Dorfgemeinschaftshauses und am Volleyballplatz.

28.08.2016
Anzeige