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Wie der Vater, so der Sohn

Perleberg Wie der Vater, so der Sohn

Gerhard und Hans-Dieter Graf engagieren sich seit Jahrzehnten für die Perleberger Kirche. Der 86 Jahre alte Gerhard Graf ist seit genau einem halben Jahrhundert im Gemeindekirchenrat. Der 62jährige Sohn Hans-Dieter Graf, Tischlermeister wie sein Vater, hilft ebenfalls bei der Sanierung des Gotteshauses mit.

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Sohn betrinkt sich und wirft Messer auf Vater

Gerhard und Hans-Dieter Graf (v.l.) sind die gute Seele der Perleberger Kirche.

Quelle: Kerstin Beck

Perleberg. Irgendwo in Perleberg lebt in einer ruhigen Wohnung Gerhard Graf mit seiner bereits 90jährigen und noch sehr rüstigen Gattin. Der heute 86jährige alteingesessene Prignitzer kann auf ein erfülltes Leben zurückblicken. Zu diesem gehört, dass der verdiente Tischlermeister seine beruflichen Kenntnisse und Fertigkeiten jahrzehntelang auch als Gemeindekirchenratsmitglied in den Erhalt und die laufende Sanierung der Perleberger Kirche mit eingebracht hat - genauer gesagt, ein halbes Jahrhundert hindurch.

1962 wurde Gerhard Graf erstmals in den Gemeindekirchenrat gewählt und blieb darin 50 Jahre; in der letzten Zeit natürlich, als die Kraft nicht mehr ganz ausreichte, als Ehrenmitglied.

Nun geht die Geschichte aber noch weiter. Gerhard Grafs Sohn, Hans-Dieter Graf, der nicht nur eine große äußere Ähnlichkeit zu seinem Vater hat, stieg in die Fußstapfen seines Vorfahren, indem er sich zunächst einmal ebenfalls der Tischlerlaufbahn widmete und ebenfalls seinen Meister machte. Aber nicht nur das. „Und als Sohn wurde ich quasi mit dem Engagement meines Vaters für die Kirche groß“, erzählt der 62jährige. „Zudem ist die Perleberger Kirche der Ort, in dem ich getauft und konfirmiert wurde, und da hat man dann schon eine besondere Bindung dazu, und es war für mich als Kind und Jugendlicher ganz selbstverständlich, mit meinem Vater immer mal mitzukommen und zu helfen!“

Die Perleberger St-Jacobi-Kirche

Die Perleberger St.-Jacobi-Kirche

Quelle: Bernd Atzenroth

Natürlich beschäftigte sich der „Junior“ später auch mit dem Gedanken, ebenfalls im Gemeindekirchenrat wirksam zu werden. „Aber Vater und Sohn gleichzeitig, das ging schlecht“. Vor zwölf Jahren „ging“ es dann endlich, dass sich Hans-Dieter Graf endlich auch in den Perleberger Gemeindekirchenrat wählen ließ, „so dass ich seitdem meinem Vater nacheifern kann, aber ob ich ebenfalls 50 Jahre schaffe, das ist wohl eher ungewiss!“

Der Tischler bringt jedoch nicht nur bei Reparaturen seine Fertigkeiten mit ein, sondern wirkt auch aktiv im Gemeindeleben mit. „Und es war für mich auch eine wichtige Sache, die Verabschiedung von Pfarrer Tilmann Kuhn, der uns in diesem Jahr verlassen hat, mit zu organisieren. Denn nachdem der Pfarrer vor über zwölf Jahren hier seinen Dienst angetreten hatte, besuchte er auch alle Gemeindemitglieder - so auch uns. Da ist so etwas selbstverständlich, auch beim Abschied mitzuwirken!“

Förderverein für den Turm gegründet

Aber die Kirche selbst ist für Klaus-Dieter Graf noch immer das Wichtigste. „Der Kirchturm brannte ja 1916 ab, und seitdem haben wir als Turm nur dieses Provisorium. Wir haben das Ziel, den Turm unbedingt wieder so herzustellen, wie er war, mit Spitze und Geläut, und dazu haben wir auch einen Förderverein gegründet.“, sagt Klaus-Dieter Graf.

Müßig zu sagen, dass der engagierte Christ, der zudem im Bauausschuss und als Synodaler in der Kreissynode wirkt, hier ebenfalls Mitglied ist.

Von Kerstin Beck

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