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Prignitz Wilde Rolling-Stones-Show in der Moorscheune
Lokales Prignitz Wilde Rolling-Stones-Show in der Moorscheune
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13:53 14.04.2019
Kann es wie Mick Jagger: "Get Stoned"-Frontmann Martin Glaß Quelle: Kerstin Beck
Boberow

Am Samstagabend sollte es in der Boberower Moorscheune eine große Rolling-Stones-Show mit der Coverband „Get Stoned“ geben – doch die war alsbald ausverkauft. Was also tun? Ganz einfach: Der Wirt Christian Ebert organisierte kurzerhand zum Freitagabend eine Zusatzshow mit der Band – im ebenfalls voll besetzten Haus.

„So etwas haben wir noch nie erlebt“, sagt Norbert Hupp, der am Freitagabend kurz vor dem Auftritt gelassen in der oberen Etage der Moorscheune auf einer Couch sitzt. Der 61-jährige schlanke Gitarrist mit den rotblonden Haaren muss es wissen, denn er ist Mitbegründer der erfolgreichen Band, die längst über Deutschlands Grenzen bekannt ist und auch in Österreich Furore macht. Was kein Wunder ist, denn Sänger Martin Glaß versteht es, die einmaligen Auftritte des Stones-Sängers Mick Jagger grandios in Szene zu setzen.

Die beiden Konzerte der Coverband „Get Stoned" waren ausverkauft. Quelle: Kerstin Beck

Davon ist aber jetzt noch nicht die Rede. Der 33-Jährige mit den langen Locken steht erst mal da und singt sich leise ein – mit Liedern übrigens, die am Abend nicht auf der Liste stehen.

Auch die anderen Bandmitglieder wie die Background-Sängerin Christin Green oder der Keyboarder Eb Baschien warten angespannt auf den Auftritt. Nur Ingo Siara versucht, noch einige Minuten Schlaf zu erhaschen. Schließlich muss der Bassist am frühen Morgen mal eben nach Berlin für einen Auftritt im Friedrichstadtpalast.

Er kann es wie Mick Jagger: Frontman Martin Glaß

Mit „Start Me Up“ startet der energiegeladene Abend. Die Crew an den Instrumenten und die junge Background-Sängerin überzeugen von der ersten Minute an mit einem klaren, sauberen, authentischen Sound – mit dem charismatischen Sänger Martin Glaß als i-Tüpfelchen.

Dieser gestikuliert, reißt mal einen, mal beide Arme nach oben, verdreht seine Hände, läuft auf dem eigens für ihn angebauten „Laufsteg“ hin und her, singt, spielt Gitarre, singt wieder.

Für diese Gäste war der Auftritt von „Get Stoned“ Teil einer tollen Party: Petra aus Grabow (Mitte) feierte einen unvergesslichen 49. Geburtstag. Quelle: Kerstin Beck

Und das Publikum? Das genießt die Show mit „You Got Me Rocking“, „Monkey Man“ „Streets Of Love“ oder „Don’t Stop“. Einer, der ebenfalls nicht stoppt, ist ein gleichfalls aus Berlin angereister Stones-Fan namens Kalle. Wie so viele andere nahezu Gleichaltrige hottet der Mittsechziger begeistert mit, lässt keinen Song aus.

„Nur ausgesuchte Lieder sind das und zum Glück nicht die bekanntesten“, weiß der Fan nach einer Stunde zu berichten. „Coverbands gibt es viele, aber diese hier ist einfach die beste“, meint Kalle. Und nun kommen auch bekannte Stücke wie „Heart Of Stone“, „Satisfaction“ oder „Angie“.

Erinnerungen an die Jugend werden wach

Von anderen Gästen – egal ob aus Karstädt, Perleberg oder Ludwigslust – ist dazu immer wieder dasselbe zu hören: „Ich bin begeistert. Das erinnert mich an meine Jugend, als ich so für die Stones schwärmte.“

Eine Frau aus Lenzen erzählt mit leuchtenden Augen: „Nach der Wende habe ich Stones-Konzerte in Hannover, Wolfsburg und Hamburg besucht. Da fahre ich nicht mehr hin. Schließlich ist die Moorscheune viel näher dran – und hier ist wirklich immer was Tolles los!“

Zuletzt gibt es nicht etwa eine, sondern gleich drei Zugaben: „Sympathie For The Devil“, „Brown Sugar“ und „Little Red Rooster“. Und wer die beiden Abende verpasst hat: Am 26. April gastiert die Gruppe in Neustadt in „Olafs Werkstatt“ – und noch gibt es Tickets.

Von Kerstin Beck

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