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Prignitz Windkraftgebiete sollen verlagert werden
Lokales Prignitz Windkraftgebiete sollen verlagert werden
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00:17 09.10.2016
Neue Windkraftgebiete sollen mindestens fünf Kilometer Abstand von bereits bestehenden haben. Quelle: dpa
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Pritzwalk

In den gerade in Arbeit befindlichen Entwurf für neue Windradeignungsgebiete in der Region ist am Donnerstag noch einmal Bewegung gekommen. So könnte das bisher eigentlich in einem Wald bei Bölzke ausgewiesene Gebiet Nr. 12 ein paar Kilometer weiter nach Kemnitz verlagert werden. Dort stehen bereits Windräder, sodass dieses Gebiet einfach erweitert werden würde. Bedenken des Arten- und Umweltschutzes stehen dem nicht entgegen, sagte Ansgar Kuschel, Chef der Planungsstelle der Regionalen Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel.

Eine mögliche Lösung präsentierte Kuschel ebenfalls für das Eignungsgebiet Nr. 2 Krempendorf bei Meyenburg. Die Planer wollen prüfen, ob stattdessen eine Fläche südlich von Meyenburg für neue Windräder angeboten werden kann. Grund: Das bisher geplante Eignungsgebiet ist keine fünf Kilometer von dem Windpark Krempendorf entfernt. Neue Eignungsgebiete sollen aber nach den Regularien der Planungsgemeinschaft mindestens fünf Kilometer von bestehenden Windparks entfernt sein.

Planer prüfen Alternativen

Hinzu kommt, dass Mecklenburg-Vorpommern an der Grenze zu Brandenburg ebenfalls ein Eignungsgebiet ausweisen will. Das wäre nur 1,5 Kilometer von dem entfernt, das die Regionalplaner bisher bei Krempendorf auserwählt hatten (die MAZ berichtete). „Diese Konflikte sind nicht lösbar“, betonte Uta Nebert, die stellvertretende Amtsdirektorin von Meyenburg. Deshalb riet sie dazu, dass die Planer die selbst ins Spiel gebrachte Alternative gründlich prüfen. Schließlich könne es durchaus sein, dass es dort naturschutzrechtliche Bedenken gebe, so Nebert.

Etwas mehr Hoffnung dürfen sich seit Donnerstag ebenfalls die Einwohner von Temnitzquell machen, die seit Jahren gegen das Aufstellen neuer Windräder in ihrem Amt kämpfen. Denn das bisher ausgewiesene Gebiet Nr. 20 könnte auch etwas westlich der Autobahn A 24 bei Rossow verlegt werden, sagte Chefplaner Kuschel. Damit wäre das Eignungsgebiet deutlich weiter entfernt von den Orten aus der Temnitzregion, aus denen es besonders viel Kritik an den derzeitigen Planungen gibt.

Erste Einwände wurden signalisiert

Die Regionalplaner wollen nun prüfen, ob etwas gegen die Alternative spricht – etwa genutzte Brutgebiete von Kranichen, von Rot- oder Schwarzmilan. Erste Einwände wurden bereits signalisiert – weil es sich bei beiden möglichen Gebieten um unzerschnittene Räume und um die Eingangsbereiche der Kyritz-Ruppiner Heide handelt. Kritik gab es zudem, weil in einem Wald bei Neuruppin ein Eignungsgebiet ausgewiesen werden soll.

Von Andreas Vogel

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