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Windparkplan zurückgestellt

Gemeindevertretung Plattenburg will Entwurf für Kletzker Anlagen erneut beraten Windparkplan zurückgestellt

Windkraft ist in der Gemeinde Plattenburg offenbar ein Reizthema. Nach der jüngsten Diskussion über neue Riesenanlagen unweit von Kleinow gab es in der Gemeindevertretung diesmal eine Kontroverse über neue Windräder bei Kletzke. Doch der Plan für die 200 Meter hohen Anlagen wurde zunächst zurückgestellt und wird nochmal überarbeitet.

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Windparkbau in Schrepkow, nicht weit von Kletzke.

Quelle: Andreas König

Kletzke. 200 Meter hoch sollen die neuen Windkraftanlagen werden, die bei Kletzke (Gemeinde Plattenburg) geplant sind. Soweit der Plan. Doch es regt sich Widerstand. Der Wind blies den Gemeindevertretern von Plattenburg in deren Versammlung einigermaßen heftig ins Gesicht. Etwa 20 Einwohner verfolgten die Zusammenkunft wohl vor allem, um die Diskussion um den Windpark Kletzke zu verfolgen. Entgegen den sonstigen Gepflogenheiten durften die Bürger während der Sitzung ihre Meinung sagen, wovon rege Gebrauch gemacht wurde. Bemängelt wurde vor allem der geringe Abstand zwischen den Windrädern und der Wohnbebauung. Zwischen Kletzker Gebiet und den geplanten fünf Windrädern liegen 750 Meter, zum benachbarten Schrepkow (Gemeinde Gumtow) sind es gar noch weniger – 680 Meter.

Gemeindevertreter Rainer Schneewolf verwies darauf, dass die Abständen in Nachbargemeinden weitaus größer sind. Groß Pankow zum Beispiel stelle für 200 Meter hohe Windkraftanlagen keinen Bebauungsplan auf, in dem nicht ein Mindestabstand von 1000 Metern zu den Wohnhäusern herrscht.

Die Gemeindevertreter im benachbarten Gumtow haben wiederum festgeschrieben, dass der Abstand das Sechsfache der Windradhöhe betragen muss, wenigstens aber 1000 Meter. Rainer Schneewolf bemängelte vor allem die mangelnde Information und Bürgerbeteiligung in der Gemeinde Plattenburg.

Bürgermeisterin Anja Kramer wies diese Kritik zurück: „Wir wollte den B-Planentwurf ja gerade aufstellen, damit er diskutiert werden kann“, sagte sie. „Man kann doch nicht über etwas diskutieren, was noch gar nicht vorliegt“, sagte sie. Doch die ganze Diskussion hatte sich erübrigt, als Ulrich Schulz aus Garz beantragte, die Vorlage zurückzustellen. Das wiederum hatte Rainer Schneewolf mit seinen Informationen gar nicht erreichen wollen. Doch eine Veröffentlichung mit Einwohnerbefragung war so nicht mehr möglich.

„Wir werden den B-Planentwurf überarbeiten und in einer Sondersitzung wahrscheinlich noch in diesem Jahr, spätestens aber im Januar, behandeln“, sagte die Bürgermeisterin.

Der Investor, die Denker und Wulf AG, hat bereits einen städtebaulichen Vertrag geschlossen Darin verpflichtet er sich, die Planungskosten zu übernehmen.

Von Andreas König

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