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Prignitz Windrad-Rotor stürzt bei Montage ab
Lokales Prignitz Windrad-Rotor stürzt bei Montage ab
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21:28 01.03.2016
Der Rotor mit drei Blättern verdrehte sich beim Hochziehen auf halber Turmhöhe, löste sich vom Kranzug und krachte auf das Fundament. Quelle: Fischer
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Krampfer

Die gute Nachricht vorweg: Niemand wurde verletzt bei einem Unfall während des Baus einer Windkraftanlage in der Nähe von Krampfer (Gemeinde Plattenburg). Bei dem Versuch, am Wochenende den Rotor mit drei bereits montierten Blättern per Kran zur Nabe in 134 Metern Höhe heraufzubringen, stürzte der Rotor auf etwa halber Turmhöhe ab. „Keiner der Arbeiter erlitt einen Schaden, sie befanden sich dank der Kranfernsteuerung nicht im Gefahrenbereich“, sagte Rolf Peters von der Firma Nordex aus Hamburg der MAZ.

Nordex baut im Windpark Krampfer für den Kunden Voss Energy aus Rostock sechs Schwachwindräder des speziell für das deutsche Binnenland entwickelten neuen Typs N131/3300 mit einer Gesamthöhe von rund 200 Metern. Die erste Anlage ging Ende Dezember 2015 in Betrieb.

Schadenssumme ist sechsstellig

Techniker und Versicherungsexperten sind dabei, nach den Unfallursachen zu suchen. Wie Rolf Peters erklärt, hat sich das Bauelement am Kranseil verdreht, bevor es gegen den Turm stieß und abrutschte. „Noch ist nicht klar, ob beispielsweise eine Windböe, menschliches Versagen, Materialermüdung an der Haltevorrichtung oder aber falsch eingebaute Haltepunkte schuld sind an dem Unglück“, so Peters. Die Schadenssumme liegt nach seiner Schätzung mindestens im sechsstelligen Bereich. Sorgfältig untersucht werden muss laut Peters auch, ob das Fundament durch den Absturz des mit Flügeln zirka 60 Tonnen schweren Rotors beschädigt wurde und somit die Standsicherheit der Turbine gefährdet ist. Falls dies der Fall ist, muss der Turm abgebaut werden und das Fundament ist auszubessern oder zu erneuern.

Der Bau einer Windkraftanlage kostet rund fünf Millionen Euro.

Von Ulrich Fischer

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