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Prignitz „Wir leben in ständiger Angst“
Lokales Prignitz „Wir leben in ständiger Angst“
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17:04 10.10.2017
Sieglinde Passler vor dem umgestürzten Baum, der sich über zwei Gärten erstreckt. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

„Wir leben hier in ständiger Angst“, sagt Sieglinde Passler. Als Sturm Xavier in der vergangenen Woche übers Land fegte und reihenweise Bäume zu Fall brachte, blieb auch der Garten von Sieglinde Passler nicht verschont. Eine nahe Erle fiel um und richtete Schäden in ihrem und dem Nachbargarten an. Ein Kirschbaum wurde zerstört und eine Holzumzäunung beschädigt.

Doch das ist für Sieglinde Passler nicht das schlimmste. Denn sie ist sich sicher, dass Ähnliches jederzeit wieder geschehen kann. Ihr Garten in der Sparte „Abendfrieden“ liegt nahe an der Dosse. Aber noch viel näher stehen dem Fluss mehrere Erlen, die sich in einer Reihe direkt am Ufer befinden. Ihre Wurzeln sind sichtlich unterspült, was den Bäumen immer mehr ihrer Standfestigkeit raubt. Außerdem neigen sie sich bereits in Richtung der Gärten. Für Sieglinde Passler ist es nur eine Frage der Zeit, bis die nächsten Bäume fallen. Dazu brauche es lediglich einen Sturm. Und damit müsse gerade im Herbst jederzeit gerechnet werden.

Ich fühle mich hier nicht mehr sicher

„Ich fühle mich hier nicht mehr sicher“, sagt sie. Wenn ein Baum auf ein Gartenhäuschen fällt, in dem sich gerade jemand aufhält, könne das Ganze schnell gefährlich werden. Sie fragt sich, weshalb die Baumreihe nicht gefällt wurde. Schließlich wurde in dem Bereich für die Umverlegung der Dosse ohnehin gerodet. Die übrig gebliebenen Bäume seien nun mehr denn je umsturzgefährdet. Einerseits hat der Wind eine sehr große Angriffsfläche, andererseits „nagt“ die Dosse an den Wurzeln.

Dass diese Befürchtungen nicht unbegründet sind, hat Bernd Nicolai, der ebenfalls einen Garten in der Sparte „Abendfrieden“ besitzt, bereits im Februar zu spüren bekommen. Damals riss bei Fällarbeiten ein Seil, das verhindern sollte, dass eine Pappel in seinen Garten kracht. Folge: Ein zerstörtes Gewächshaus. Nach diesem Vorfall hatte er unter anderem auch empfohlen, die genannten Erlen am Flussufer zu fällen. Doch bisher stehen sie noch immer. Zudem stürzte am 29. Juni eine Weide in den Garten von Sabrina Bredlow, der sich ebenfalls in der Sparte „Abendfrieden“ befindet. Sieglinde Passler und Sabrina Bredlow berichten, dass die Schadenregulierung noch immer nicht ganz abgeschlossen sei. Nur verständlich, dass sie nicht noch weiteren Ärger wollen. Von der Stadt fühlen sie sich „im Stich gelassen“. Denn obwohl die Situation dort bekannt sei, werde nichts unternommen.

Höhere Gewalt

Für die Stadt Wittstock liege in diesem Fall höhere Gewalt vor. Der Sturm habe dafür gesorgt, das auch anderswo Bäume zu Fall gebracht wurden, von denen man das nicht erwartet habe. Welche Bäume weichen mussten, um die Dosse umzuverlegen, sei mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises abgestimmt gewesen. „Hätte man die Bäume als gefährlich eingestuft, wären sie auch gefällt worden“, teilt Stadt-Sprecher Jean Dibbert dazu mit.

Von Björn Wagener

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