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Wissenswertes über Meister Adebar

In Rühstädt wurde das 29. Storchenfest gefeiert Wissenswertes über Meister Adebar

Das Storchenfest ist der Höhepunkt einer jeden Storchensaison in Rühstädt. Am Sonnabend war es wie immer gut besucht. Zwar waren aufgrund der Trockenheit in diesem jahr nicht ganz so viele Jungtiere zu sehen, doch ist das Geschehen auf und in den Nestern allemal interessant für Vogelbeobachter. Das Fest bot zudem viel Information und Kultur.

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Storchenidylle in Rühstädt

Quelle: Jens Wegner

Rühstädt . Fans von Meister Adebar kommen in Rühstädt immer voll auf ihre Kosten. Einmal im Jahr aber ganz besonders: Hunderte Besucher zog es am Sonnabend in das Europäische Storchendorf zum 29. Storchenfest.

Am Vormittag eröffneten die Jagdhornbläser die beliebte Veranstaltung auf dem Festplatz mit einem zünftigen Blaskonzert. Danach sorgte die Showband „Blecheinander” mit traditioneller und moderner Blasmusik, sowie mit Schlagern und Gassenhauern für gute Unterhaltung. Nicht selten passierte es, dass es einige Kaffeegäste nicht mehr auf ihren Plätzen hielt. Ausgelassen tanzten sie vor den Bühne.

Jürgen Herper von der Naturwacht im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg führte interessierten Besuchern vor, wie Nisthilfen für Störche vorbereitet werden. Außerdem kam der Ranger mit Gästen ins Gespräch und erzählte ihnen Wissenswertes über den Storch. „Wenn die Störche in den Süden ziehen, sammeln sie sich und starten innerhalb von zehn Minuten”, sagte Herper.

Die Donau ist die Storchenautobahn durch Europa. Entlang des Nils fliegen die Störche durch Afrika. Denn wo Wasser ist, da finden sie Nahrung. Etwa acht Stunden pro Tag segeln sie. Danach wird gerastet. Zum Segeln steigen auf bis auf 1000 Metern Höhe und nutzen dann die thermischen Aufwinde. Schon der Flugzeugpionier Otto Lilienthal beobachtete den Segelflug der Störche. Der größte Teil der Störche überwintert an den Nilquellen. Etwa ein Drittel fliegt bis nach Kapstadt (Südafrika).

„Unsere Gäste werden immer jünger”, freute sich Herper. „Das ist gut. Darüber freuen wir uns. Das zeigt, dass Interesse da ist.” Nebenan präsentierte sich das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg. „Wir stellen uns als Biosphäre und unsere Partnerbetriebe vor, die regionale Produkte produzieren und verkaufen”, sagte Oliver Krause vom Team des Biosphärenreservats in Rühstädt. „Der Mensch und die von ihm geschaffene Kulturlandschaft spielt für uns eine genau so wichtige Rolle wie der Naturschutz. Viele denken, es geht uns nur um den Naturschutz. Wenn es hier diese Kulturlandschaft nicht gäbe, gäbe es hier auch nicht den Storch.”

Es gab ein Quiz für Kinder um Thema Biosphäre. Außerdem, betonte Krause, könnten sich Kindergruppen aus Schulen und Kitas bei der Naturwacht in Lenzen oder bei der Verwaltung des Biosphärenreservats in Rühstädt für einen Aktionstag im Rambower Moor anmelden.

Mit einem Ausflug in der Hebebühne von Jörg Dummer konnten sich Interessierte in luftige Höhe fahren lassen und so einen Überblick über das Dorf genießen. „Jörg Dummer begleitet uns schon seit mehr als 20 Jahren”, sagte Rühstädts Bürgermeisterin Heike Warnke. Jedes Mal, wenn Storchenclubmitglieder die Nester der Störche pflegen, ist er dabei.

Einen Ausflug in die Höhe gönnte sich auch der Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft in Brandenburg, Jörg Vogelsänger, der auf Einladung des Vorsitzenden des Storchenclub, Ulrich Bluhm, in Rühstädt weilte. Als Rahmenprogramm gab es stündlich Führungen zu den zahlreichen Horsten der Störche. „32 Storchenpaare sind dieses Jahr nach Rühstädt gekommen. 49 Jungtiere werden von ihnen aufgezogen”, berichtete Wolfgang Müller von Storchenclub während des Rundgangs. 60 bis 70 Jungtiere seien es sonst. Aufgrund der lange anhaltenden Trockenheit dieses Jahr gab es weniger Futter für die Tiere.

„Wenn die Störche merken, dass sie nicht alle Jungen satt kriegen, stoßen sie die schwächsten aus dem Nest. So ist die Natur”, sagte er. Ein Storchenpaar mit drei Jungen braucht pro Tag rund fünf Kilogramm Futter. Angekommen an einem Nest mit vier Jungtieren, konnten die Besucher die Fütterung beobachten. „Das ist sehr selten zu sehen”, kommentierte Wolfgang Müller den Vorgang. Ein buntes Markttreiben und Ponykutschfahrten rundeten das Programm ab.

Für Freunde des Chorgesangs gab es in der Kirche ein Konzert mit dem Männergesangverein „Amicitia 1880” und der Bläsergruppe Bad Wilsnack/Rühstädt.

Von Jens Wegner

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