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Prignitz Besucherandrang beim Karrieretag
Lokales Prignitz Besucherandrang beim Karrieretag
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15:15 26.02.2018
Am Stand der Kreisverwaltung Prignitz ließ sich Staatssekretär Hendrik Fischer (4.v.l.) von Lina Köhn und Torsten Uhe die Ausbildungsmöglichkeiten im Landkreis erklären.   Quelle: Andreas König
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Wittenberge

 Stau im Treppenhaus – zeitweise kam der Weg zu einem Ausbildungsplatz oder einem Beruf in der Prignitz ein wenig ins Stocken. Beim 4. Prignitzer Karrieretag am Oberstufenzentrum (OSZ) Prignitz in Wittenberge herrschte großer Besucherandrang. Auf „weit über 1000“, schätzte Schulleiter Jan Meyerhoff der Zahl der Gäste, die innerhalb von drei Stunden durch die Räume gingen.

60 Aussteller präsentierten ihre Angebote

60 Aussteller präsentierten ihre Unternehmen und Institutionen. Sie zeigten, welche Ausbildungs- oder Arbeitsmöglichkeiten es gibt, welche Voraussetzungen die Bewerber erfüllen sollten und wie man den potenziellen Arbeitgeber kennenlernen kann. Staatssekretär Hendrik Fischer (SPD) aus dem brandenburgischen Wirtschaftsministerium lobte das Engagement der Organisatoren, vor allem der Wirtschaftsinitiative Westprignitz, die sich um den Berufsnachwuchs bemühe.

Zum 4. Prignitzer Karrieretag am Oberstufenzentrum Prignitz in Wittenberge kamen 60 Aussteller und mehr als 1000 Besucher. Die Schüler vom Spanischkurs stellten kulinarische Besonderheiten aus Spanien vor. Quelle: Andreas König

Abgeordnete erkundigten sich bei Unternehmen

Landrat Torsten Uhe begleitete ihn und weitere Vertreter der Politik durch die vielen Räume und Flure des OSZ. CDU-Bundestagsabgeordneter Sebastian Steineke und sein Landtagskollege Gordon Hoffmann erkundigten sich bei den Vertretern der Unternehmen nach deren nach deren Eindrücken.

Schüler wiesen Besuchern den Weg

Das Oberstufenzentrum verknüpft den Karrieretag von Anfang an mit seinem Tag der offenen Tür. Die Schüler der verschiedenen Bildungsgänge begrüßten die Gäste und erklärten ihnen die teilweise recht weiten Wege durch das stattliche Gebäude. Sie betreuten ihrerseits Stände in den Fachräumen, kümmerten sich um das leibliche Wohl der Besucher und betreuten sogar die kleineren Kinder.

Friseurinnen-Azubi erhält „weit unter 500 Euro“ im dritten Lehrjahr

„Wir setzen uns dafür ein, dass es eine Mindest-Ausbildungsvergütung geben soll“, sagte Staatssekretär Fischer im Unterrichtsraum der Friseur-Auszubildenden. Damit sprach er Lena Lena Naujok aus der Seele.

Zum 4. Prignitzer Karrieretag am Oberstufenzentrum Prignitz in Wittenberge kamen 60 Aussteller und mehr als 1000 Besucher. Fachlehrerin Jana Gießler (l.) mit der Auszubildenden Lena Naujok (r.). Quelle: Andreas König

Die junge Frau ist im dritten Jahr ihrer Friseurinnenausbildung und verdient „Weit unter 500 Euro“, wie sie sagte, Ohne die Berufsausbildungsbeihilfe“, die sei jeden Monat bezieht, „könnte ich nicht einmal den Weg zur Arbeit bezahlen“, sagt die junge Frau.

Gerechtere Vergütung wäre wünschenswert

Ihr Ausbildungsbetrieb befindet sich in Karstädt, wohin sie täglich von Wittenberge aus pendelt. „Es wäre wirklich wünschenswert, dass es eine gerechtere Ausbildungsvergütung gibt“, pflichtete ihr Lehrausbilderin Jana Gießler bei. Vielleicht würde das die Attraktivität des an sich schönen Handwerksberufs steigern. Zwischen Neuruppin und Wittenberge ist das OSZ Prignitz die einzige Einrichtung, in der Friseure ausgebildet werden.

Wirtschaftsjunioren sahen Bewerbungsmappen durch

Dicht umlagert waren die Stände der Wirtschaftsjunioren Prignitz und des Fotografen. Erstere sahen sich die Bewerbungsmappen der Besucher an, gaben Tipps für eine überzeugendere Eigenwerbung und machten auf Unstimmigkeiten aufmerksam.

Fotografenmeister schoss Bewerbungsbilder

Bei Fotografenmeister Thomas Mayer wiederum gab es nicht nur kostenlose Bewerbungsfotos, die Interessenten konnten sich zuvor auch zurechtmachen und bekamen bei Bedarf die passende Garderobe zur Verfügung gestellt.

Zum 4. Prignitzer Karrieretag am Oberstufenzentrum Prignitz in Wittenberge kamen 60 Aussteller und mehr als 1000 Besucher. Ein professioneller Fotograf fertigte Bewerbungsbilder an, hier für Monika Rani. Quelle: Andreas König

Verkehrswacht zeigte Überschlagssimulator

Im Hof des OSZ stieß vor allem der Überschlagssimulator der Kreisverkehrswacht Prignitz auf Interesse. Dort erfuhren die Probanden, wie sich nach einem Überschlag befreien können.

Bedenken gegen zwei Karrieretage wurden zerstreut

Wenn es irgendwelche Bedenken gegeben haben sollte, dass zwei Karrieretage im Abstand von nur vier Wochen zu viel für die Prignitz seien, wurden diese mit dem Karrieretag komplett ausgeräumt. „Die Veranstaltung ist noch einmal gewachsen“, stellte OSZ-Schulleiter Jan Meyerhoff fest. Ein wenig räumlichen Spielraum gebe es noch. „Wir werden den Karrieretag auf jeden Fall fortsetzen.

Von Andreas König

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