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Prignitz Wittenberge: Neues Führungsduo
Lokales Prignitz Wittenberge: Neues Führungsduo
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02:17 14.01.2016
Neue Geschäftsführung in Wittenberge: Lars Peter (r.), der für die Produktion zuständig ist, wird von Alexander Sinner unterstützt Quelle: Andreas König
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Wittenberge

Unter neuer Führung geht der Dämmstoffhersteller Austrotherm Dämmstoffe ins neue Jahr. Wie der österreichische Mutterkonzern des Wittenberger Werks mitteilt, übernimmt eine Doppelspitze die Deutschlandniederlassung. Der bisherige Werkleiter Lars Peter (48) wird gemeinsam mit Alexander Sinner (46) die operative Steuerung der Geschäfte in Deutschland verantworten, wie Marketingleiter Stefan Hollaus informiert. Sie folgen auf Gerald Prinzhorn der zum alleinigen Geschäftsführer der Muttergesellschaft in Österreich berufen wurde. Peter Schmid, bisher geschäftsführender Gesellschafter und Vertreter der Eigentümerfamilie, wechselte aus der operativen Geschäftsführung in den Beirat des Unternehmens. Dort wird er eine „strategisch-beratende Funktion“ ausüben, teilte Stefan Hollaus weiter mit.

Lars Peter Quelle: Privat/Sina Teschner

Mit Lars Peter und Alexander Sinner steigen zwei „Männer der ersten Stunde“ an die Unternehmensspitze auf, heißt es weiter. Lars Peter hat die Produktion von Dämmstoffplatten in Wittenberge seit 2013 mit aufgebaut. Der gebürtige Lübecker war vor seinem Engagement bei Austrotherm für ein Solarwerk in Prenzlau tätig. Alexander Sinner ist bereits seit 2001 für Austrotherm tätig. Bevor der österreichische Familienkonzern mit dem Standort Wittenberge über eine eigene Deutschlandniederlassung verfügte, kümmerte sich Alexander Sinner um die Positionierung des Dämmstoffherstellers in Deutschland.

Mit der Entwicklung von Austrotherm  Wittenberge sind sowohl die Mitarbeiter in Wittenberge als auch die der Muttergesellschaft zufrieden. Zum Jahresende 2015 konnte Austrotherm am Standort im Wittenberger Gewerbegebiet Nord einen erweiterten Lagerplatz in Betrieb nehmen. Wegen der wachsenden Nachfrage nach Dämmsoffplatten aus extrudiertem Styropor war es erforderlich geworden, die Lagerfläche hinterm Werksgebäude um 10 000 Quadratmeter auf 35 000 Quadratmeter zu vergrößern. Rund 100 000 Euro investierte das Unternehmen in diese Erweiterung. Gegenwärtig sind 47 Mitarbeiter beim österreichischen Unternehmen beschäftigt. Bis zu 70 Arbeitsplätze sollen in Wittenberge entstehen. Voraussetzung dafür ist allerdings die Anbindung des Standortes an die Autobahn. Daher hofft die Unternehmensführung sehnlichst, dass es nach der Fertigstellung de Abschnitts Karstädt-Groß Warnow zügig mit dem Autobahnbau weitergeht. „Gegenwärtig liefern wir viel in Richtung Magdeburg, also eher nach Süden“, sagt Lars Peter. Da jedoch sei nicht absehbar, wann die Autobahn fertiggestellt sei. Er selbst nutzt den fertiggestellten Abschnitt vor allem für Heimfahrten.

Alexander Sinner Quelle: Privat/Sina Teschner

„Ich bin sehr stolz darauf, das Vertrauen der Konzernspitze erhalten zu haben“, sagte Lars Peter im Gespräch mit der MAZ. Zwar war er mit der Perspektive nach Wittenberge gekommen, in die Geschäftsführung aufzusteigen, doch sei es ihm eine große Freude, die Aufgabe auch tatsächlich übertragen zu bekommen. Die Funktion des Werkleiters wird Lars Peter weiterhin innehaben. Als nächste Aufgaben nannte Lars Peter den Beginn der Lehrausbildung bei Austrotherm. Der sei für den Herbst dieses Jahres geplant. Um das komplexe Programmieren der Produktionssteuerung abzusichern, soll zunächst ein Elektroniker für Betriebstechnik ausgebildet werden, später ist auch die Ausbildung von Mechatronikern vorgesehen.

Alexander Sinner hat den Markt in Deutschland für die Austrotherm-Produkte bereits seit 2001 betreut. „Ich werde künftig sicher öfter in Wittenberge sein, aber häufiger als zehn, zwölf Mal wird das meine Zeit wohl nicht zulassen“, sagte Alexander Sinner. Seinen Lebensmittelpunkt hat der ­46-Jährige im Rhein-Main-Gebiet. Die Absatzentwicklung schätzt Alexander Sinner als positiv ein. Sowohl in Richtung Benelux-Staaten als auch nach Skandinavien liefere Austrotherm von Wittenberge aus seine Dämmstoffplatten in markantem Rosa.

Von Andreas König

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