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Wittenberge: Protest gegen schleppenden A 14-Ausbau

Elbebrücke für halbe Stunde dicht Wittenberge: Protest gegen schleppenden A 14-Ausbau

Für eine halbe Stunde war die Elbebrücke in Wittenberge am Sonnabendmittag nicht passierbar. Politiker und Unternehmer aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt protestierten mit einem Lkw-Korso gegen den schleppenden Ausbau der A 24 in Richtung Nachbarland.

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Politiker beider Bundesländer trafen sich zum symbolischen Schulterschluss.

Quelle: Jens Wegner

Wittenberge. Rund eine halbe Stunde lang ging nichts mehr auf der Wittenberger Elbbrücke. Zwei Lkw-Korsos, aus Wittenberge und Geestgottberg (Altmark), bewegten sich gegen Mittag auf der Bundesstraße 189 aufeinander zu und trafen sich auf der Mitte der Überfahrt, genau an der Grenze zwischen den Bundesländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Politiker beider Länder kamen sich entgegen und bildeten symbolisch einen Schulterschluss. Zu dieser Demonstration unter dem Motto „Lückenschluss A 14 – Jetzt – Mobilität ist Zukunft” hatten die Industrie- und Handelskammern (IHK) Magdeburg und Potsdam sowie die Landesverbände des Verkehrsgewerbes Sachsen-Anhalt und Berlin-Brandenburg wegen des nur schleppend vorangehenden Ausbaus der A 14 aufgerufen.

Protest auf einer wichtigen Verkehrsader

Protest auf einer wichtigen Verkehrsader: Nichts ging mehr.

Quelle: Jens Wegner

Die Beteiligten machten auf die Dringlichkeit des Baus der geplanten Autobahn 14 zwischen Magdeburg und Schwerin aufmerksam. Aufgrund mehrerer Klagen, überwiegend von Umweltschützern, ist der Bau jahrelang verzögert worden. Der Abschnitt von Karstädt bis zur nördlichen Landesgrenze bei Groß Warnow ist fast fertiggestellt und soll noch dieses Jahr für den Verkehr freigegeben werden. „Wenn die Fahrzeuge bei Karstädt von der Autobahn runter und auf der Bundesstraße weiterfahren müssen, bildet sich ein Trichter. Die alte Straße wird verstopfen. Es kommt zu Staus“, mahnte Detlef Benecke, Spediteur aus Wittenberge. „Wo sollen die auch alle hin? Und die Autos werden nicht weniger.” Außerdem senke das Fahren auf der Autobahn die Kosten. „Das hier ist erst der Anfang. Wenn es nicht bald vorwärts geht mit dem Autobahnbau demonstrieren wir noch öfter”, sagte er. Auf dem Gelände der Happy Beton GmbH und Co. KG in Geestgottberg trafen sich alle Beteiligten zu einem Informationsaustausch. Es wurden öffentliche Erklärung zur A 14 abgegeben. Bärbel Röhnke, 1. Vizepräsidentin der IHK Potsdam, freute sich über den großen Zuspruch. „Wir sind eine strukturschwache Region. Wir brauchen die A 14”, betonte sie. „Wir liegen in der Mitte Deutschlands. Die A 14 ist unser wichtigstes und größtes Infrastrukturprojekt”, sagte Katrin Lange, Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburgs. „Wir wollen keinen Storch zurücklassen. Auch um die kümmern wir uns”, unterstrich sie. Der Vizepräsident der IHK Magdeburg, Adolf Fehse, zeigte sich begeistert von der großen Resonanz. Gut 100 Fahrzeuge fuhren insgesamt in dem Konvoi. „Es ist ein hervorragendes Ergebnis, was die Leute in Sachsen-Anhalt und der Prignitz gemeinsam organisiert haben. Wir brauchen die A 14 und die B 189 n.” Es sei ein Hemmnis für die Wirtschaft, dass sich der Bau so lange hinziehe. „Wir fordern den Autobahnbau jetzt und die Bürger fordern ihn ebenso”, betonte er. Klaus Klang, Staatssekretär im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalts, sprach von einer kraftvollen Demonstration. Dies zeige, dass es in der Bevölkerung einen großen Bedarf an Mobilität gäbe. Mobilität bedeute Zukunft.

Von Jens Wegner

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