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Wittenberge verbessert Akustik im Klassenraum

Schalldämmung für Jahnschule Wittenberge verbessert Akustik im Klassenraum

Bedürftigkeit ist in diesem Fall etwas Positives. Für Wittenberge bedeutet sie zusätzliches Geld vom Land in Höhe von zwei Millionen Euro, die in diesem Jahr unter anderem für die Verbesserung der Akustik in Klassenräumen der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule und der Elbland-Grundschule ausgegeben werden.

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Die Klasse 2b der Jahnschule bedankt sich beim Bürgermeister für die Zuwendung.

Quelle: Andreas König

Wittenberge. Kräftig hallen die Kinderstimmen durch den Klassenraum der 2b. Der Gesang ist schön und anrührend, aber er geht auf die Ohren. In den hohen Räumen des 108 Jahre alten Schulgebäudes hat der Schall eine zu lange Nachhallzeit. Ein bisschen Not zu leiden, kann manchmal von Vorteil sein. Zumindest die Stadt Wittenberge profitiert davon, dass sie als finanzschwach und damit notleidend gilt. Wie dem auch sei, der Elbestadt wurden im Sommer zwei  Millionen Euro zugewiesen. Etwa die Hälfte des Geldes soll zu jeweils fast gleichen Teilen in die akustische Sanierung der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule und der Elbland-Grundschule (vormals Allendeschule) fließen. „Wir waren sehr froh, als wir die Zusage über die Mittel für notleidende Kommunen erhalten haben“, sagte Bürgermeister Oliver Hermann bei einem Gespräch in der Jahnschule. Nach längeren Beratungen war klar, dass mit dem Geld Pro­bleme in Angriff genommen werden sollten, für die es sonst keine gesonderten Fördertöpfe gibt.

In der Jahnschule sollen nun akustische Dämmmaßnahmen ergriffen werden, um den Geräuschpegel für Schüler und Lehrer angenehmer zu gestalten. 360 000 Euro sind dafür veranschlagt. Die Stadt als Schulträger nimmt das Geld aus dem Förderprogramm nach dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz.

Eine Million Euro noch nicht verplant

„Den Fördermittelbescheid haben wir erhalten, jetzt geht es an die Planung“, sagte der Bürgermeister. Zunächst sollen in den Winterferien noch einmal Schallschutzexperten die Schulräume vermessen, um geeignete Schritte zu empfehlen. Umgesetzt werden sollen die Pläne dann vermutlich während der Sommerferien, wie Bauamtsmitarbeiter Dennis Kathke sagte. Nachgerüstet werden sollen nahezu alle Räume, denn auch im Lehrerzimmer oder auf den Fluren ist die Akustik verbesserungswürdig. Die Elblandgrundschule soll in ähnlicher Wiese mit zeit- und vorschriftsgemäßem Schallschutz versehen werden. 236 000 Euro stellt die Stadt zur Verfügung, ebenfalls aus besagtem Förderprogramm. Auch diese Arbeiten sollen während der Sommerferien ausgeführt werden. Schließlich werden 300 000 Euro in die Energieeffizienz der Straßenbeleuchtung gesteckt. Wie die verbleibende runde Million eingesetzt werden soll, darüber beraten die Verantwortlichen noch. Aus einem anderen Programm, nämlich dem kommunalen Infrastrukturprogramm, soll ein weiterer Missstand an der Jahnschule behoben werden. Seit 2002 steht nur ein provisorischer Sportplatz zur Verfügung, der zudem nur auf höchst unsicheren Wegen zu erreichen ist. „Jetzt ist das Brett von der Weitsprunganlage morsch, die Laufbahn ist uneben und vieles mehr“, sagt Schulleiterin Kerstin Schulz. Doch Besserung ist in Sicht. Aus dem Programm, das seinerseits aus den 10 Millionen für die Teilnahme am Stadt-Umland-Wettbewerb stammt, soll ein neuer Sportplatz schräg gegenüber dem Bahnhof errichtet werden. Etwa 600 000 Euro sind dafür veranschlagt. Allerdings ist dafür noch kein Fördermittelbescheid da.

Von Andreas König

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