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Wittenberge verwandelt sich in Sound City

Drei Tage volles Programm an der Elbe Wittenberge verwandelt sich in Sound City

Über 200 Veranstaltungen an drei Tagen: Die Landesmusikschultage am Wochenende in Wittstock versprechen ein großes Fest mit viel Unterhaltung zu werden. Zum festival der Musik- und Kunstschulen des Landes Brandenburg werden rund 1500 Akteure auf sechs Bühnen und sechs Kunstinseln erwartet.

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Musik in allen Spielarten gibt es bei Sound City.

Quelle: Andreas König

Wittenberge. Die volle Packung Kultur kann man manchmal im Radio gewinnen. Doch das haben Kulturinteressierte in der Prignitz auch gar nicht nötig. Denn am Wochenende verwandelt sich Wittenberge in Sound City. Zum Festival der Musik- und Kunstschulen des Landes Brandenburg werden rund 1500 Akteure auf den sechs Bühnen und sechs Kunstinseln erwartet. Die Stadt dürfet vor allem entlang der Elbuferpromenade vor Musik geradezu vibrieren.

Über 200 Veranstaltungen erwarten die Gäste zwischen dem 17. und 19. Juli. Und das Beste daran: Der Eintritt ist frei. Alle Konzerte, Tanzdarbietungen, Opern- und Musicalaufführungen kosten die Besucher keinen Cent.

Los geht es am Freitag, 17. Juli, um 19 Uhr . Den Auftakt geben das Landesjugendblasorchester Brandenburg und das Percussionsensemble „Weberknechte“ aus Finsterwalde. Während der Eröffnung noch eher die Idee eines klassischen Konzerts zugrunde liegt, gehen dieselben Musiker ab 21 Uhr völlig aus sich heraus, wenn die „Lange Nacht der Percussion“ beginnt. Unterstützt von den „Young Voices“ zeigen die Musiker, welche ursprüngliche Kraft den trommeln und anderem Schlagwerk innewohnt. Hinzu kommt eine ausgefeilte Choreographie, die sich die Percussionisten unter Anleitung der Profis von Green Beats angeeignet haben. Das musikalische Spektrum reicht von Minimal Music bis hin zu bekannten Hits wie „Played Alive“, „Conga“ oder „Africa". Das Trommelfeuer zur Eröffnung von Sound City ist für alle Beteiligten eine Premiere.

Riesenfest mit Riesenprogramm

200 Veranstaltungen werden bei Sound City in Wittenberge geboten. Es ist zeitlich nicht möglich, alles zu sehen. Einen guten Überblick über die einzelnen Programme bietet der Verband der Kunst- und Musikschulen Brandenburg auf der Internetseite www.musikschultage.de

Neben den Publikumsmagneten gibt es auch viele Geheimtipps zu entdecken. So zeigt die Musik- und Kunstschule Havelland „Am Brunnen vor dem Tore – die postmoderne Volksliedshow“ völlig neue Facetten einer Musikrichtung, die viele schon zu kenne glauben.

Das Festivalgelände erstreckt sich im weitesten Sinne von der Alten Ölmühle bis zum Nedwighafen. Sechs Bühnen und sechs Kulturinseln gibt es in diesem Bereich. Hinzu kommt die evangelische Stadtkirche als einzige feste Spielstätte. Dort werden vor allem klassische Konzerte gegeben.

Das Programm wendet sich an die gesamte Familie. Kinder aus Wittenberge und Umgebung sind nicht nur als Publikum willkommen, sondern wirken auch an den verschiedenen Programmpunkten mit. Sei es bei den Kinderaufführungen oder beim Lampionumzug. Dieser führt am Sonnabend, 18. Juli, um 21 Uhr am Paul-Lincke-Platz. Die Kinder können von dort mit ihren Lampions zum Nedwighafen ziehen, angeführt von den Blechbläsern der Kreismusikschule.

Neben Musik spielen auch Tanzdarbietungen eine große Rolle. das Spektrum reicht vom klassischen Ballett bis hin zu Jazztanz und Hip-Hop.

„Die Planeten“ ist ein weitere Höhepunkt mit einheimischen Künstlern. Die Kreismusikschule Prignitz hat das Stück des englischen Komponisten Gustav Holst gemeinsam mit dem Puppen- und Marionettentheater „Camillo, Casper & Co. neu interpretiert.

Straßensperrungen sind bei einem Großereignis nicht vermeidbar. Ab Freitag, 17. Juli, 8 Uhr, sind vor allem Straßen in der Altstadt voll gesperrt. Parkplätze stehen unter anderem am Packhof, an der Ölmühle und dem OSZ zur Verfügung. akö

Doch auch die Lokalmatadoren der Kreismusikschule Prignitz und des Gottfried -Arnold-Gymnasiums Perleberg kommen bereits am Eröffnungstag zum Zuge. „Linie 1“, das Erfolgsmusical über die gleichnamige (West)-Berliner U-Bahn-Linie wird um 20 Uhr über die Hauptbühne am Hafen gehen. Der Konzerte gibt es bereits am ersten Abend so viele, dass sie kaum einzeln aufzuführen sind. Eine interessanten Einblick in die Kultur der europäischen Nachbarn bieten die Ensembles „Ratilas“ und „Ratilelis“ aus Litauen , ab 22.30 Uhr auf der Hauptbühne auf dem Gelände der Alten Ölmühle. Doch die Nacht ist noch jung, und so lockt die Big Brass Big Band der Kreismusikschule Ostprignitz-Ruppin um 23 Uhr mit einem Konzert an die Bühne am Elbspeicher.

Weiter geht es am Sonnabend nach dem Wecken _ natürlich mit Musik. Das Blechbläserensemble der Kreismusikschule Prignitz wird durch die Straßen der Elbestadt ziehen, um das Publikum auf den nächsten Tag einzustimmen. Anschließend geht es wieder Schlag auf Schlag. Die Akteure der Jugendkunstschule Neuruppin geben sich mit den Gästen auf dem Kirchplatz dem „Rausch der Elemente“ hin, indem Körper mit Naturmaterialien bemalt werden. Es gibt ein Kunstschulalphabet einen Clownworkshop und Klein-Skulpturen zum Mitnehmen. Nina und Conni von „Zappelduster“, dem Antenne-Brandenburg-Kinderprogramm begrüßen die kleinen Gäste, während gleich zwei Big Bands und das Jugendblasorchester Beeskow den Gästen ihre Aufwartung machen. Parallel dazu kann mit dem zum Musikschiff umfunktionierten „MS Wels“ die Elbuferpromenade entlangschippern.

Percussionisten spielen am Freitag in großer Formation an der Ölmühle

Percussionisten spielen am Freitag in großer Formation an der Ölmühle.

Quelle: Hauth/VdMK

Der Elbstrom bestimmt auch das Programm der Kita der Lebenshilfe und der Grundschule IV. Erstere nehmen die Gäste mit auf Regentropfenreise, während die Grundschüler „Geheimnisse der Elbe“ ergründen.

Die Freunde der Klassik sollten sich die Stadtkirche als Konzertstätte vormerken. Dort trete unter anderem der Singekreis Kurt Rabbach“ aus Perleberg und die Kreismusikschule Dahme-Spreewald auf.

Viele weitere Ensembles erfreuen die Besucher mit Konzerten. Interessant dürfte um 15 Uhr die „Schi-Scha-Schatzsuche“ mit dem Zuckertraumtheater Berlin werden. Etwas ausruhen kann man sich an der Kaffetafel des Bürgermeisters, ehe um 15.30 Uhr das Filmmusikensemble der Kreismusikschule Prignitz auftritt.

Einer der vielen Höhepunkte dürfet die Aufführung der Oper „Orpheus an der Elster“ auf dem Ölmühlgelände werden. Und auch am Sonntag geht es kein bisschen leiser zu. Unter anderem gibt es zwei Wittenberger Kinderaufführungen,, ehe um 14 Uhr das große Finale steigt.

Von Andreas König

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