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Wittenberge 32 Projekte rund um Wittenberge aus Bundesprogramm finanziert
Lokales Prignitz Wittenberge 32 Projekte rund um Wittenberge aus Bundesprogramm finanziert
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13:47 04.12.2018
Kinder der Wittenberger Jahn-Grundschule und der Elblandgrundschule führten ein Schlichtungsgespräch in einem szenischen Spiel vor. Quelle: Jens Wegner
Wittenberge

„Ein Jahr ist vorüber. Das nächste steht schon bevor. Lassen Sie uns zurückblicken auf das Jahr 2018”, lud Marina Hebes von der Stadtjugendpflege Wittenberge die Gäste ein. 32 Projekte, die mit Geld aus dem Bundesprogramm „Demokratie Leben!” im Landkreis Prignitz dieses Jahr gefördert wurden, sind am Montag im großen Sitzungssaal des Wittenberger Rathauses vorgestellt worden.

„Fast alles sind Projekte im Regionalen Wachstumskern Prignitz. 130 000 Euro standen dafür zur Verfügung. 10 000 Euro kamen vom Landkreis dazu. Das Programm ist inzwischen entfristet worden”, sagte Waltraut Neumann, Hauptamtsleiterin der Stadtverwaltung Wittenberge und ermutigte die Projektträger, ihre Fördermittelanträge für das kommende Jahr zu stellen.

Finanzführerschein für Jugendliche

Das Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit” will ziviles Engagement und demokratisches Verhalten auf kommunaler, regionaler und überregionaler Ebene fördern. Vereine, Projekte und Initiativen werden unterstützt, die sich der Förderung von Demokratie und Vielfalt widmen und insbesondere gegen Rechtsextremismus und Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wie Rassismus und Antisemitismus arbeiten.

Hans-Ulrich Pöpel (l.) vom Verein Insolvenzhilfe Prignitz stellte den Finanzführerschein vor. Quelle: Jens Wegner

Hans-Ulrich Pöpel vom Verein Insolvenzhilfe Prignitz stellte den Finanzführerschein vor. „Den haben wir von der Schuldnerberatung Essen übernommen”, sagte er. Der Prüfbogen enthält Fragen, die Jugendliche beantworten und damit ihr Wissen testen können. Dinge wie: dürfen Jugendliche ab 14 Jahren selbstständig ein Sparkonto eröffnen, was ist bei Käufen im Internet zu beachten oder was sind 0900er-Nummern werden abgefragt. Es sei wichtig, Jugendliche vorzubereiten, denn „Vorbeugen ist besser als zahlen”, so Pöpel. In der Pause wurden alle Gäste eingeladen, selbst ihr Wissen beim Ausfüllen des Finanzführerscheins zu testen.

Song für Wittenberge

Ein anderes Projekt ist im SOS-Kinderdorf gestartet worden. „Wir haben einen Song über Wittenberge geschrieben und aufgenommen, der am Brandenburg-Tag aufgeführt werden sollte. Die Aufführung hat leider nicht geklappt”, bedauerte Jessica Hempler vom SOS Kinderdorf Prignitz. Das Musikstück wurde den Gästen am Montag als Video präsentiert und erhielt reichlich Applaus. Gesungen auf deutsch und arabisch zeigt das Video markante Orte in der Elbestadt.

„Leider hatten die Jugendlichen, die anfangs daran beteiligt waren, nicht viel Ausdauer”, bedauerte sie. Man habe dann den Wittenberger Arion-Chor, Mitglieder der Kreismusikschule Prignitz und den Kinderchor der Montessori-Grundschule dafür gewinnen können. „Und Mohamed hat den arabischen Teil selbst geschrieben”, ergänzte sie nicht ohne Stolz und wies auf die Leistung dabei eines Jungen hin, der mit seinen Eltern geflüchtet ist.

Kinder schlichten Streit

Ein weiteres interessantes Projekt war die Aus- und Weiterbildung von Streitschlichtern der Wittenberger Jahn-Grundschule und der Elbland-Grundschule. Die Kinder schilderten strittige Vorfälle und die Lösungen dazu in einem szenischen Spiel. So ging es um eine verlorene Geldbörse und die Frage, ob der Finder behalten darf, was er findet oder es zurückgeben muss. „Die Schlichtungsgespräche werden immer geübt und gefestigt, denn was richtig ist, sollen die Kinder alleine merken”, schilderte Petra Blotny, Sozialarbeiterin an der Jahn-Grundschule.

„Rassismus und Antisemitismus haben in unserer Zeit nichts zu suchen”, begann Hartmut Schneider, Vorsitzender des Kulturvereins Perleberg, das Projekt „Lesung unterm Apfelbaum” vorzustellen. „Wir haben in Perleberg den Judenhof mit einem Apfelbaum auf dem Hof.” So dachten man sich, Kinder an dieses lauschige Plätzchen zu einer Lesung einzuladen.

Hartmut Schneider las eine Passage aus dem Buch „Beni, Oma und ihr Geheimnis” vor. Quelle: Jens Wegner

Viermal las Hartmut Schneider Zweitklässlern aus dem Buch „Beni, Oma und ihr Geheimnis” von Eva Lezzi und Anna Adam vor. Die Geschichte handelt vom jüdischen Leben im heutigen Deutschland und vom Miteinander der Generationen. Dabei teilen Beni und seine Oma ein Geheimnis, das niemand erfahren wird, nicht einmal Benis Mutter. Auch den Gästen im Rathaus gab Hartmut Schneider eine kurze Leseprobe.

Von Jens Wegner

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