Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wittenberge 8. Apfeltag in Wittenberge
Lokales Prignitz Wittenberge 8. Apfeltag in Wittenberge
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:54 08.10.2018
Angelika Rösner, Daniela Dierks und Marlies Kurzmann (v.l.) nahmen die Preise für ihre Backwerke entgegen. Quelle: Jens Wegner
Wittenberge

An den vielen Ständen vor und im Wittenberger Kultur- und Festspielhaus Wittenberge herrschte am Sonntag ein großer Andrang. Das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg, die Stadt Wittenberge und der Wittenberger Interessenring hatten zum 8. Wittenberger Apfelmarkt eingeladen. Rund 40 Sorten Äpfel konnten am Stand der Apfelausstellung bewundert werden.

Im Saal großen des Kulturhauses herrschte ein reges Treiben. Quelle: Jens Wegner

Martina Grade vom Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe – Brandenburg erklärte Interessenten die Eigenschaften der verschiedenen Sorten. Äpfel konnten auch gekosten und Apfelbäume bei ihr bestellt werden. „Wir suchen gerade zwei neue Bäume für unseren Garten”, sagte Marita Funk aus Wittenberge. Einer solle ein Kirschbaum sein, der andere ein Apfelbaum. „Man kriegt hier erstmal eine Vorstellung von dem, was es so gibt”, stellte ihr Mann Eckhard fest. Die Goldrenette von Blenheim haben sie ins Auge gefasst, sich aber noch nicht endgültig entschieden.

Apfelexperte guckt, tastet und kostet

Auch dieses Jahr konnten die Gäste wieder unbekannte Apfelsorten aus dem eigenen Garten mitbringen, um sie von erfahrenen Pomologen bestimmt zu lassen. „Ich muss die Sorte schon mal in den Fingern gehabt haben. Sonst wird das nichts. Manchmal muss ich auch kosten”, sagte der „Apfelmann” Jürgen Sinnecker aus Zehdenick.

Großer Andrang herrschte beim „Apfelmann” Jürgen Sinnecker, der die Apfelsorten der Besucher bestimmte. Quelle: Jens Wegner

Eine Sorte nach der anderen holte Gundula Holzer aus Lockstädt (Putlitz) aus ihrer Tüte und legte sie dem Apfelmann vor. Ein kurzer Blick genügte zumeist und er nannte ihr die Sorte. Dazu gab er Hinweise zu Nutzung, Geschmack und Haltbarkeit. „Die Äpfel sind aus dem eigenen Garten und von den Nachbarn. Wenn mal die Möglichkeit besteht unsere Sorten bestimmen zu lassen, wollen wir das auch nutzen”, sagte sie. Rund zehn verschiedene Sorten habe sie dabei. „Gefühlt sind es 20 Sorten”, meinte Jürgen Sinnecker. Zu vielen Sorten wusste er kleine Geschichten und Anekdoten zu berichten. Cox Orange beispielsweise, stamme vom Briten Richard Cox. „Der hat eine raue Haut wie Vaddi, der sich nicht rasiert hat. Wenn man Watte darüber zieht, bleibt sie hängen.”

Acht Hobbybäcker lassen kosten

Urte Delft und Silke Last hielten einen Vortrag über alte und seltene Obstsorten in der Prignitz. Dazu hatten sie Postkarten mit den Beschreibungen vier verschiedener Sorten mitgebracht, die sie an die Gäste verteilten. Auf der Bühne im großen Saal des Kulturhauses gab es ein Bühnenprogramm und viele Aktionen rund um den Apfel. Acht Hobby-Bäckerinnen und -Bäcker beteiligten sich in diesem Jahr am großen Apfelkuchen-Backwettbewerb.

In der Apfelsortenausstellung erklärte Martina Grade (l.) die Eigenschaften der verschiedenen Sorten. Quelle: Jens Wegner

Eine siebenköpfige Jury bewertete die Backwerke. Neben Profis wie die Bäckermeister Lars Erfert und Olaf Buchholz sowie Bürgermeister Oliver Hermann, waren diesmal auch vier Jugendliche dabei. Die Brüder Lukas, Alex und Leon Kortum sowie die Wittenberger Gymnasiastin Pia Kramp probierten und schrieben ihre Benotung in Form einer Punktbewertung auf.

Erster Platz für Apfelsahnetorte

„Die Entscheidung ist der Jury nicht leicht gefallen”, verkündete die Leiterin des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe-Brandenburg, Heike Ellner, die die Aktivitäten auf der Bühne moderierte.

Den ersten Platz belegte Angelika Rösner mit ihrer Apfelsahnetorte. „Die Torte hat einen super Geschmack und die einzelnen Schichten sind gut verteilt”, urteilte Lars Erfert. Der zweite Platz ging an die Lebenshilfe Prignitz, die ebenfalls eine Apfelsahnetorte buk. Daniela Dierks nahm den Preis stellvertretend für den Bäcker Steven Lemm entgegen. „Die Torte ist absolut lecker”, bescheinigte ihr Olaf Buchholz. Mit ihren Apfelrosen errang Marlies Kurzmann den dritten Platz. Nach der Preisverleihung wurden die Kuchen verkauft. Der Erlös kommt dem SOS-Kinderdorf Prignitz zugute.

Von Jens Wegner

Vor 150 Jahren ist in Wittenberge die freiwillige Feuerwehr gegründet worden. Aus diesem Anlass feierten die Elbestädter am Wochenende gemeinsam mit ihren Brandschützern.

07.10.2018

Gerade mal 16 und 17 Jahre alt – und schon mit Alkohol am Steuer erwischt. Zwei Jugendliche sind in Wittenberge mitten in der Nacht angetrunken Mofa gefahren.

03.10.2018

Nach brutalen Schlägen ist ein 16-Jähriger am Sonntag in Wittenberge verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. Der 38-jährige, betrunkene Lebensgefährte der Mutter hatte sich an dem Jungen vergangen.

01.10.2018