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Wittenberge Autobahnanlieger gehen auf Tuchfühlung
Lokales Prignitz Wittenberge Autobahnanlieger gehen auf Tuchfühlung
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00:47 19.04.2018
Eine Arbeitsgruppe „Wachstumsachse A 14" hat sich im Wittenberger Rathaus konstituiert. Ihr gehören die Bürgermeister des Prignitzer Wachstumskerns an sowie die Bürgermeister der Städte Ludwigslust, Grabow und Neustadt (Glewe) aus Mecklenburg-Vorpommern. Quelle: Andreas König
Wittenberge

Zwar behaupten böse Zungen, in Mecklenburg-Vorpommern geschehe alles 50 bis 100 Jahre später als im Rest Deutschlands, aber das stimmt so nicht. Die A 14 immerhin ist im nördlichen Nachbarland bereits komplett zu befahren, während ihr Bau hierzulande und noch stärker in Sachsen-Anhalt nicht recht vorankommt.

Ändern möchten das natürlich die Anliegerstädte so schnell es geht. Das ist eines von mehreren gemeinsamen Interessen, die Kommunen und Wirtschaftvertreter im Wachstumskern Prignitz mit ihren nördlichen Nachbarn in Mecklenburg-Vorpommern teilen. Daher gab es am Montag ein erstes Treffen im Wittenberger Rathaus. Politische Vertreter aus Perleberg, Wittenberge und Karstädt sowie der Wirtschaftsinitiative Westprignitz kamen mit Abgesandten der Städte Ludwigslust, Neustadt-Glewe und Grabow zusammen.

Lobbyarbeit für die Autobahn

„Wir haben natürlich alle ein Interesse daran, dass die A 14 endlich durchgängig befahrbar ist“, sagte der Wittenberger Bürgermeister Oliver Hermann. „Und zwar am besten von Wismar bis nach Magdeburg und weiter nach Halle“, ergänzte sein Ludwigsluster Amtskollege Reinhard Mach. Zwar sei man übereingekommen, die Arbeitsgruppe nicht zu groß zuzuschneiden, doch sei gerade diese kommunale Lobbyarbeit für den Autobahnbau ein Thema für alle Akteure, die von der Trasse profitieren. „Wir haben eine Reihe von Unternehmen, die konkrete Investitionspläne haben, aber von uns wissen möchten, wann man die A 14 denn nun durchgängig befahren kann“, sagte die Bürgermeisterin von Neustadt-Glewe, Doreen Radelow.

Die Kommunalpolitiker aus Mecklenburg lobten die Zusammenarbeit und Strukturen im Wachstumskern Prignitz. Ganz so weit seien sie in der Zusammenarbeit noch nicht gekommen, doch sei mit dem Kommunalverband „Dreiecksgeschichte“ zwischen Ludwigslust, Grabow und Neustadt-Glewe bereits der Grundsein für eine intensivere Zusammenarbeit gelegt.

Kommunen suchen mehr Kontakt zu Nachbarn

Ein wichtiges Thema, das vor allem Wittenberge und Ludwigslust umtreibt, ist eine noch bessere Anbindung an den Eisenbahnverkehr. „Vor allem beim Fernverkehr wünschen wir uns mehr Halte“, sagte Reinhard Mach. Das wäre auch im Interesse Wittenberges. Ludwigslust zählt zur Metropolregion Hamburg. Von Wittenberge aus sind sowohl Berlin als auch die Hansestadt sehr gut zu erreichen. Es wird bekanntlich bereits damit geworben, in einer der Metropolen zu arbeiten und in der Prignitz zu wohnen.

Großes Interesse besteht bei den Kommunen der Wachstumsachse auch am Vermarkten von Immobilien. Bekanntlich besuchen Prignitzer Wirtschaftsförderer seit Jahren die Messe Expo Real in München. „Eine Kooperation wäre auf jeden Fall interessant“, sagte der Ludwigsluster Bürgermeister, „wenn sie auch noch nicht gleich in diesem Jahr in einen gemeinsamen Messeauftritt münden dürfte.“

Die Mitglieder der „Wachstumsachse“ wollen regelmäßig zusammenkommen, um die nächsten Ziele zu beraten.

Von Andreas König

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