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Wittenberge Friedhofsglocke eingeweiht
Lokales Prignitz Wittenberge Friedhofsglocke eingeweiht
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00:36 02.05.2018
Der Stadtverordnete Lutz Thomas Diekmann (l.) und Schauspieler Udo Schenk bei der Einweihung der Wittenberger Friedhofsglocke. Quelle: Jens Wegner
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Wittenberge

„Festgemauert in der Erden steht die Form aus Lehm gebrannt.” Mit diesem Zitat aus Friedrich Schillers Gedicht „Das Lied von der Glocke” begann der Wittenberger Stadtverordnete Lutz Thomas Dieckmann am Sonnabend die Feierstunde zur Einweihung der Glocke auf dem Wittenberger Friedhof.

„Ich freue mich wirklich sehr, dass es uns gelungen ist, dieses Projekt zu verwirklichen, dass aus einer Idee ein Plan und schließlich ein Erfolg wurde. Dieser Erfolg wäre nicht möglich gewesen, wenn nicht so viele Menschen mit Rat und Tat, Begeisterung, Hartnäckigkeit und nicht zuletzt mit großzügigen Spenden mitgewirkt hätten”, sagte er.

150 Gäste auf dem Wittenberger Friedhof

Dann berichtete er den rund 150 erschienenen Gästen vom Werdegang der Errichtung der Glocke. Bei einer Friedhofsbegehung im Herbst 2012 wurde den Wittenberger Abgeordneten das etwas trostlose Gelände gezeigt, auf dem heute die Glocke steht. Bei der Frage was man daraus machen könne, entstand bei Lutz Dieckmann der Gedanke, eine Glocke aufzustellen. Er begab sich auf die Suche nach einer Glocke und wurde in München fündig.

Ein Glockensammler besaß eine sehr alte Glocke aus dem Barock, die in Frankreich ihren Dienst versah. Er kaufte die Glocke aus Bronze und brachte sie im Februar 2013 nach Wittenberge. Doch die Probleme ließen nicht lange auf sich warten. Die Glocke besaß keine Krone als Aufhängung, sondern eine flache Scheibe mit zwei Löchern, in die Bolzen geschoben werden. Diese Platte wies einen deutlichen Riss auf, der repartierte werden musste.

Drei Jahre nach einem Glocken-Spezialisten gesucht

Drei Jahre lang wurde deutschlandweit nach einem Betrieb gesucht, der diese Arbeit ausführen kann. Schließlich wurde in Plattenburg ein Spezialist gefunden, der die Aufhängung der Glocke reparierte. Man entschied sich für einen Glockenturm aus Holz.

Um das Geld dafür zusammenzubekommen wurde eine Spendenaktion ins Leben gerufen. „Der Erfolg hat uns überwältigt”, so Diekmann. So hatte der aus Wittenberge stammenden Schauspieler Udo Schenk 10 000 Euro gespendet. Die Volks- und Raiffeisenbank Prignitz stellte 2500 Euro, die Wohnungsgenossenschaft Elbstrom 1100 Euro und Wittenberges Bürgermeister Oliver Hermann 300 Euro zur Verfügung.

Baubetrieb Kasten spendete das Fundament

Einen besonderen Dank richtete Diekmann an Eckart Kasten, der mit seinem Baubetrieb die Fundamente gestiftet hatte.

Schauspieler Udo Schenk freute sich über die vielen Besucher zur Einweihung. „Ich bin überwältig von so viel Interesse. Darauf bin ich gar nicht vorbereitet”, sagte er. „Möge die Glocke denen Trost und Zuversicht spenden, die dem Sarg eines Verstorbenen folgen” wünschte Schenk.

Von Jens Wegner

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