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Wittenberge Geld für Schulen und Kitas in der Prignitz
Lokales Prignitz Wittenberge Geld für Schulen und Kitas in der Prignitz
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18:40 05.12.2018
Staatssekretär Thomas Drescher (l.) besuchte im OSZ mit Landrat Torsten Uhe (2. v. l.) und der Bundestagsabgeordneten Dagmar Ziegler (SPD) unter anderem den Fachraum der Elektroniker. Quelle: Jens Wegner
Wittenberge

Thomas Drescher, Staatssekretär für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, kam am Mittwoch zu einem Arbeitsbesuch in die Prignitz. Dabei besichtigte er Einrichtungen wie das Oberstufenzentrum Prignitz (OSZ) in Wittenberge sowie die Grundschule und die Kita „Mäuseburg” in Berge.

Lehrer Andreas Zielke (2. v. l.), Schulleiterin Regina Bludovsky (3. v. l.) sowie Aneka Neumann und Harald Pohle (4. u. 5. v. l.) vom Amt Lenzen-Elbtalaue nahmen den Fördermittelbescheid von Thomas Drescher (l.) entgegen. Quelle: Jens Wegner

Im OSZ informierte er sich über die Entwicklung der Bildungsgänge wie die Beschulung von Flüchtlingen, regionale Netzwerkarbeit, die Ausbildung von Lehrkräften und die Situation in der dualen Ausbildung. Im Anschluss machte er sich in einem Rundgang mit Schulleiter Jan Meyerhoff, dem Prignitzer Landrat Thorsten Uhe und der Bundestagsabgeordneten Dagmar Ziegler (SPD) ein Bild von der Bildungseinrichtung. Fachräume der Elektroniker, Pflegekräfte und die Lehrküche wurden besucht.

Willkommenspaket für Lehrer

„Es ist faszinierend wie die Schulen, die Träger und die Wirtschaft hier in der Prignitz eng verzahnt zusammenarbeiten, um die beste Lösung für die Ausbildung zu finden”, lobte Drescher in seinem Resümee. Weiterhin gelte es, die Jugend mit attraktiven Ausbildungsangeboten und in der Region zu halten. So sei man in der Prignitz sehr flexibel, um auch ungewöhnliche Lösungen zu finden, lobt er. Für das duale Studium bedarf es immer zweier Partner in Schule und Beruf, die gut zusammenarbeiten.

Europaweit gäbe es derzeit einen Lehrkräftemangel. „200 Millionen Euro haben wir vom Land bereits in Maßnahmen investiert, um den Beruf des Lehrers für jungen Menschen attraktiver zu gestalten und sie in Brandenburg zu halten”, sagte er. Dazu sei ein Willkommenspaket geknüpft, wo die jungen Lehrer beispielsweise ihre Wunschschulen benennen können. Es sollen Lotsen etabliert werden, die es den Menschen leichter machen, hier zu bleiben. Weiter sprach er sich dafür aus, die Berufsschullehrer-Ausbildung an den Oberstufenzentren Brandenburgs zu etablieren. Es gelinge dann leichter sie in Brandenburgs Schulen zu überführen.

Schulen und Kitas stoßen an Grenzen

Des Weiteren hatte Drescher zwei Fördermittelbescheide mitgebracht. „In Zukunft werden wir in Brandenburg erfreulicherweise nicht nur Bäume und Wölfe sehen. Brandenburg ist ein Zuzugsgebiet. Die Schulen und Kitas stoßen an ihre Grenzen. Wir vom Land unterstützen die Digitalisierung der Schulen. Bei Anschaffungen werden wir ihnen unter die Arme greifen, damit Schüler und Lehrer mit modernen Medien arbeiten können”, sagte Thomas Drescher.

Susann Artelt, Mitarbeiterin des Hauptamtes der Wittenberger Stadtverwaltung, Karsten Korup, Heike Schulz, Geschäftsführerin der Awo Prignitz und Kitaleiterin Christina Hansen (v. l.) nahmen den Fördermittelbescheid von Thomas Drescher (2. v. l.) entgegen. Quelle: Jens Wegner

Dazu müsse auch der Ausbau mit Glasfaserleitungen forciert werden. Für die Wittenberger Kita „Haus der kleinen Strolche” gab es gut 26 000 Euro. Mit dem Geld unterstützt das Land den Abriss eines Nebengebäudes. Die Umrandung der Sandspielanlage sowie eine Unterstellmöglichkeit für Spielgeräte soll neu geschaffen werden. Insgesamt wird die Maßnahme rund 35 000 Euro kosten. Die Mittel kommen aus dem „Landesinvestitionsprogramm in die Infrastruktur der Kindertagesbetreuung 2018 bis 2019”.

Ohne schnelles Internet geht es nicht

Die Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule Lanz erhielt gut 24 000 Euro zur Umsetzung des Modellprojekts „medienfit@Grundschule”. 35 000 Euro beträgt das Gesamtvolumen der Maßnahme. „Wir wollen unser Wlan-Netz ausbauen, so dass es in jedem Klassenraum zur Verfügung steht. Weiter wollen wir interaktive Tafeln und einen Satz mobile Endgeräte anschaffen”, sagte Lehrer Andreas Zielke.

„Ohne schnelles Internet kommen wir in der Schule nicht aus. Es ist erstaunlich, wie verantwortungsbewusst und mit welcher Professionalität die Grundschüler mit Tablets umgehen können. Es ist richtig, dass man in der ersten Kasse damit anfängt”, sagte Drescher. Vertreter der Einrichtungen und deren Träger nahmen die Fördermittelbescheide entgegen.

Von Jens Wegner

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