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Wittenberge Gemeinde will mehr für Oberschule werben
Lokales Prignitz Wittenberge Gemeinde will mehr für Oberschule werben
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16:35 22.11.2018
Die Glöwener Schule wartet mit vielen Aktivitäten auf, wie sie zum Beispiel bei einem Pausenstopp bei der Tour de Prignitz zeigte. Quelle: Andreas König
Glöwen

Beeinflusst die Schülerbeförderungssatzung das Anwahlverhalten für die Glöwener Oberschule? Diese Frage, die in Glöwen schon länger in den Raum gestellt wurde, beantwortete Danuta Schönhardt, zuständige Geschäftsbereichsleiterin in der Prignitzer Kreisverwaltung, jetzt mit einem klaren Nein. Darüber wurde im Kreisschulausschuss am Dienstag gesprochen, und die dort anwesende große Glöwener Delegation nahm dies zur Kenntnis, um jetzt daraus neue Schlüsse zu ziehen.

Im Kern ging es um die Vermutung, dass eventuelle Zuzahlungen bei der Schülerbeförderung manche Eltern davon abhalten, ihre Kinder an der letzten Oberschule im Landkreis Prignitz außerhalb der drei größeren Städte und der einzigen in gemeindlicher Trägerschaft anzumelden. „Wir wissen, dass dies einige Eltern davon abhält“, erklärte dazu Plattenburgs Gemeindebürgermeisterin Anja Kramer auf Nachfrage der MAZ.

„Die Schülerbeförderungssatzung hat gar keinen Einfluss“

Das bestreitet auch Danuta Schönhardt nicht, doch konnte ihre Behörde nachweisen, dass nur ein ganz geringer Anteil derjenigen, die nach Glöwen zur Schule geht, überhaupt zuzahlen muss. Im Gegenteil: Auch von vielen Orten im Einzugsbereich der Schule aus, wo man für die Beförderung nicht zuzahlen müsste, schicken Eltern ihre Kinder auf andere Einrichtungen. In Bad Wilsnack entschieden sich zum Beispiel 17 Kinder für die Oberschule Wittenberge und nur sieben für Glöwen. Auch aus Legde fahren acht Kinder nach Wittenberge und nur eins nach Glöwen. Ähnlich ist es in anderen Orten. Ergo: „Die Schülerbeförderungssatzung hat gar keinen Einfluss“, resümiert Danuta Schönhardt, die gleichwohl großes Verständnis für die Glöwener äußerte. Überhaupt waren sich alle im Ziel einig, die Schule möglichst erhalten zu wollen. Die Glöwener Besucher dankten daher dem Ausschussvorsitzenden Gordon Hoffmann für seine Bereitschaft, das Thema ausgiebig zu behandeln und ihnen Rederecht einzuräumen, und betonten die gute Zusammenarbeit mit dem Kreis.

„Wir müssen als Gemeinde einen anderen Weg gehen“

Anja Kramer, die zusammen mit ihrer zuständigen Mitarbeiterin Cornelia Päts, Schulleiter Werner Krüger und dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Karsten Krüger, an der Sitzung teilgenommen hatte, äußerte hinterher, dass ihr nicht bewusst gewesen sei, von wie vielen Orten aus man ohne Zuzahlung zur Glöwener Schule kommen könnte. Das Quartett zog nun seine Schlüsse aus der Versammlung: „Wir müssen als Gemeinde einen anderen Weg gehen“, betonte Anja Kramer. Eine Erkenntnis ist es, dass die Gemeinde stärker für ihr schulisches Angebot werben muss. Kramer: „Unsere Schule hat eine Qualität, mit der wir uns nicht verstecken brauchen.“ Aber: „Die Menschen müssen uns die Kompetenz zusprechen.“

Außerdem ist eine eigene Schülerbeförderungssatzung angedacht, um zuzahlungspflichtigen Schülern den Differenzbetrag aus der Gemeindekasse erstatten zu können – dann würde das Thema endgültig keine Rolle für das Anwahlverhalten spielen.

Nur etwa fünf Kinder fehlen noch für 2019

Immer wieder einmal stand die Schule wegen zu geringer Anmeldezahlen auf der Kippe. Das nächste Anwahlverfahren beginnt am 1. Februar, und dafür sieht es eigentlich ganz gut aus, denn die 19 Sechtsklässler in Glöwen werden wohl mehr oder weniger geschlossen dann auch die Oberschule im Ort besuchen – fehlen noch etwa fünf Kinder, damit alles geregelt ist. Natürlich nehmen die Glöwener auch gerne mehr. Päts: „Wenn die Schülerzahl höher ist, muss es nicht einzügig bleiben“, so zumindest die Hoffnung in Glöwen.

Von Bernd Atzenroth

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