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Wittenberge „Jazz im Keller” mit den Alligators of Swing
Lokales Prignitz Wittenberge „Jazz im Keller” mit den Alligators of Swing
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00:18 12.02.2019
Stefan Scholz (Gesang und Tenorsaxofon), Christian Jung (Klavier und Gesang) sowie Dieter Schreiber (Kontrabass) bewiesen ihre Spielfreude und lieferten ein tolles Konzert. Quelle: Jens Wegner
Wittenberge

Wieder ausverkauft: Wie immer erfreut sich auch die erste Ausgabe der Veranstaltungsreihe Jazz im Keller dieses Jahres großer Beliebtheit. Rund 100 Gäste im Foyer des Kultur- und Festspielhaus Wittenberge lauschen diesmal dem Trio Alligators of Swing.

„Im Jahr 2019 sind wir schon 30 Jahre alt geworden”, sagt Stefan Scholz (Saxophon, Gesang) und begrüßt die Gäste. „Aus diesem Anlass und um Rückschau zu halten, welche Lieder wir damals gespielt haben, wollen wir zurückblicken. Unsere Wurzeln liegen eindeutig im Blues”, sagt er.

Eine Platte von Joe Turner brachte sie zum Jazz

Früher gab es diese großen schwarzen Dinger, sinniert er. Mancher der Gäste werde sich vielleicht noch daran erinnern. Sie hießen Schallplatten. „Ich hatte eine LP von Joe Turner. Das war ein Boogie-Woogie-Sänger, der plötzlich Jazz sang. So kamen wir zum Jazz. Die Platte von Joe Turner hängt heute noch bei mir an der Wand.”

Aus ihrer ersten CD „Round Midnight” aus dem Jahr 1997, die laut Scholz leider schon ausverkauft ist, spielen sie, damals angeregt von Joe Turner, „Pennies from Heaven”. Christian Jung (Klavier und Gesang) kam später zur Band, berichtet Stefan Scholz aus der Geschichte des Trios. Er ist studierter Musiker und brachte viele Ideen ein.

„Wir hörten Musik von Musikern, die wir vorher nicht mal kannten“

„Nicht nur wir wurden älter, auch die Technik. Die Platten wurden kleiner und nannten sich CDs. Das Internet eröffnete uns neue Möglichkeiten. Wir hörten Musik von Musikern, die wir vorher nicht mal kannten”, berichtet er.

So gab es nicht nur die Best ofs, sondern viele alte Lieder zu entdecken wie „All that girls in town are crasy to me”.

100 Besucher hatte es nicht bereut zu kommen. Sie hatten ein tolles Konzerterlebnis. Quelle: Jens Wegner

Es ergab sich für die Band, dass die amerikanischen Blues-Sängerin Karen Carroll nach Deutschland zu ihrer Mutter zog. „Also haben wir zusammen was gemacht. Sie hatte eine so voluminöse Stimme, dass sie in meiner Stimmlage singen konnte”, erinnert sich Stefan Scholz. Mit Karen Carroll nahmen die „Alligators of Swing“ ihre dritte CD mit dem Titel „Be my guest!” auf.

„Ein für Musiker nicht so einfaches Thema ist der frühe Morgen“

Aus der vierten CD, die leider auch schon ausverkauft sei, spielen sie schließlich „Scotchin’ with the soda”, ein Stück von Nat King Cole aus den 1930er Jahren.

„Ein für Musiker nicht so einfaches Thema ist der frühe Morgen. Ich habe mir sagen lassen, da würde der Hahn krähen oder der Wecker klingeln”, scherzt Stefan Scholz und die Band spielt „Early in the morning”, ein Stück aus der Feder von Lonnie Jordan, damals gespielt von Ray Charles. Köpfe nicken im Takt, und nach jedem Solo gibt es begeisterten Applaus.

Viele Stammgäste, alle begeistert

Das Publikum fühlt sich prächtig unterhalten. Rita Wübbenhorst und Heidi Berger aus Seehausen (Altmark) sind, wie die meisten Gäste, Stammgäste bei „Jazz im Keller”. „Es war immer toll. Mit den Bands bei Jazz im Keller ist es immer super, wenn man die Musikrichtung mag. Ich habe das Gefühl, das Haus holt sich immer super Sachen her”, meint Rita Wübbenhorst.

„Es ist immer sehr schön hier. Auch die anderen Veranstaltungen oben im großen Saal besuchen wir oft. Und zu den zwölf Tenören nächste Woche kommen wir auch”, ergänzt Heidi Berger.

Von Jens Wegner

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