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Wittenberge Laufen für Frieden und Toleranz
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01:16 16.09.2018
Pünktlich um 10 Uhr startete am Donnerstag der 24-Stunden-Lauf für Frieden und Toleranz im Clara-Zetkin-Park. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
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Wittenberge

Alle zwei Jahre verwandelt sich der Clara-Zetkin-Park in Wittenberge für sportbegeisterte Läufer, Kinder und Jugendliche, Senioren sowie allen Erwachsenen zu einer riesigen Rennstrecke. Am Donnerstag startete der Lauf für Frieden und Toleranz vom Wittenberger Bündnis für Familie.

Fahrrad nicht erlaubt

Schon gleich nach dem Start um 10 Uhr war die 450 Meter lange Strecke des 24-Stunden-Laufs gut gefüllt. Es war ein richtiges Gewusel auf der Bahn. Ganze Schulklassen rannten durch den Park. Eine Mutter mit zwei Kindern ging spazieren. Zwei Senioren genossen augenscheinlich die frische Luft am Morgen und rollten in ihrem Rollstuhl die Strecke entlang.

Schüler der ersten und vierten Klassen der Wittenberger Elblandgrundschule tanzten sich zusammen mit den Besuchern für ihren Lauf warm. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Die Runden können laufend sowie gehend zurückgelegt werden, Nordic Walking ist auch erlaubt. Hilfsmittel wie Rollator oder Rollstuhl sind zugelassen, nur das Fahrrad nicht. Außerdem müssen zu jeder Zeit, am Tag und auch in der Nacht, Läufer auf der Strecke sein. Das sorgt im Vorhinein immer für leichte Bedenken.

„Wir sind froh über jeden, der teilnimmt“

„In diesem Jahr sagte uns die Bundeswehr ab, die sonst immer mit dabei war und uns unterstützte“, sagt Marina Hebes von der Stadtjugendpflege und dem Bündnis für Familie. Bei ihr liefen alle Fäden für die Organisation zusammen. Anfang der Woche startete sie einen Aufruf und hoffte sehr, dass sich für die Nacht zum Freitag ausreichend Läufer finden werden.

Bürgermeister Oliver Herrmann gab gemeinsam mit Karsten Korup, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, den Startschuss zum 24-Stunden-Lauf. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Bisher hat immer alles geklappt. „Wir sind froh über jeden, der teilnimmt“, betont die Mitorganisatorin. Viele kommen spontan, laufen ein paar Runden mit. Besonders nachts sei es draußen sehr angenehm, die frische Luft zu genießen, erzählt Marina Hebes. Das Technische Hilfswerk ist die ganzen 24 Stunden mit dabei und leuchtet in der Nacht den Platz aus.

Programm begleitet Lauf

Im Jahr 2004 fand zum ersten Mal der Lauf für Frieden und Toleranz statt. Damals war es eine bundesweite Aktion. „Wir hatten deutschlandweit die höchste Teilnehmerzahl“, erinnert sich Hebes. Es habe allen Beteiligten Spaß gemacht, auch den Organisatoren. „Die große Nachfrage ist immer noch da.“ So existiert die Aktion bis heute.

Alle Fortbewegungsmittel sind erlaub, nur das Fahrrad nicht. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Begleitet wird sie von einem umfangreichen Rahmenprogramm. Am Donnerstagnachmittag fand das zweite Familienfest mit vielen Partnern des Bündnisses statt. Mit Spiel und Spaß gab es viele Aktionen. Darüber hinaus gestalteten viele Akteure ein Programm über den Tag verteilt.

„Frieden und Toleranz ist ein wichtiges Thema“

Die ersten und vierten Klassen der Wittenberger Elblandgrundschule starteten und tanzten sich zusammen mit den Besuchern für ihren Lauf warm. Am Abend kommt der Künstler Ahne in die Elbestadt. Er wird vorwiegend für die Erwachsenen im Rahmen der Kampagne „Schöner leben ohne Nazis“ eine Lesung halten und singen.

Runde für Runde rannten die Teilnehmer aller Altersstufen durch den Clara-Zetkin-Park. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

„Frieden und Toleranz ist ein wichtiges Thema in der ganzen Stadt“, so Bürgermeister Oliver Herrmann, der gemeinsam mit Karsten Korup, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, den Startschuss zum 24-Stunden-Lauf gab. Bis um 11 Uhr starteten am Donnerstag bereits weit mehr als 300 Teilnehmern aller Altersstufen.

Mit dem Inhalt beschäftigen

Gleichzeitig will das Bündnis für Familie aber auch Gespräche führen. „Das zählt zu unserer aktiven Netzwerkarbeit“, erklärt Marina Hebes. Auch die teilnehmenden Schulen und weitere Einrichtungen nutzen die Thematik, um sie inhaltlich aufzuarbeiten, darüber aufzuklären und zu diskutieren, um ein Zeichen für Frieden und Toleranz zu setzen

Von Marcus J. Pfeiffer

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