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Wittenberge Mit Christiane Schomaker geht eine Stimme der Stadt Wittenberge
Lokales Prignitz Wittenberge Mit Christiane Schomaker geht eine Stimme der Stadt Wittenberge
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15:11 04.12.2018
Christiane Schomaker wurde von Wittenberges Bürgermeister Oliver Hermann in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.   Quelle: Bernd Atzenroth
Wittenberge

Es war für sie ein völlig neues Feld: „Was soll ich denn da tun?“ fragte die gelernte Diplom-Agrar-Ingenieurin Christiane Schomaker den damaligen Wittenberger Bürgermeister Sigmar Luft, der ihr gerade die Stelle für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Stadtverwaltung angeboten hatte. „Ja, ich weiß auch nicht?“ hatte dieser geantwortet, wie sich Christiane Schomaker am Dienstag erinnerte. Doch der Job, den so kurz nach der Wende offenbar. niemand haben wollte, sollte ihr weiteres Leben prägen.

„Dann habe ich den Job meines Lebens gefunden“, sagt sie nun, da sie in den Ruhestand verabschiedet wurde. Und damit nicht genug: Wenn ich noch einmal auf die Welt käme, dann würde ich Kommunikationswissenschaften studieren“, sagte sie. Ihre Tochter tut das heute und scheint so gewissermaßen in die Fußstapfen der Mutter zu treten. In der Stadt Wittenberge tut das wiederum Martin Ferch, dem sie viel Glück wünschte.

Sie prägte das Bild, was andere von der Stadt haben

In den fast drei Jahrzehnten im Dienste der Stadt Wittenberge hat Christiane Schomaker einige Spuren hinterlassen, die auch bleiben werden. „Das Bild, was man von der Stadt hat, ist ganz wesentlich von Christiane Schomaker geprägt“, betonte Bürgermeister Oliver Hermann bei der Verabschiedung. Er nannte dafür einige Beispiele, etwa die 700-Jahr-Feier der Stadt im Jahr 2000, die in einer Zeit, an dem sich die Stadt auf ihrem Tiefpunkt befand, für Aufbruchstimmung sorgte. Das war damals auch der Ausgangspunkt für die Elblandfestspiele, deren Befürworterin sie von Anfang an war. Hermann erinnerte auch an das Rathausjubiläum oder erst jüngst Christiane Schomakers Einsatz beim Brandenburgtag.

Viele Weggefährtinnen und Weggefährten waren zur Verabschiedung in das Magistratszimmer im Wittenberger Rathaus gekommen, darunter natürlich das Team der Stadtverwaltung, viele Vertreter der Kommunalpolitik mit Karsten Korup, dem Vorsitzenden der Wittenberger Stadtverordnetenversammlung an der Spitze, aber auch langjährige Mitstreiter und Gesprächspartner bei den Medien. So war zum Beispiel die frühere Studioleiterin von Antenne Brandenburg, Angelika Schramm, gekommen.

Generationswechsel in der Verwaltung

„Ich war sehr gerne hier, ich liebe auch dieses Haus mit all seinen Menschen“, sagte Christiane Schomaker, „freue mich aber auch auf das, was jetzt kommt.“ Sie wies auch auf den sichtbaren Generationswechsel im Rathaus hin, „das finde ich so schön – der richtige Zeitpunkt zum Gehen“.

Dass Christiane Schomaker im kommenden Lebensabschnitt langweilen wird, erscheint eher unwahrscheinlich, nicht nur, weil sie, wie Karsten Korup sie beschreibt, immer optimistisch und nach vorn schauend ist. Als symbolisch dafür nahm sie das Türchen im Adventskalender, das sie an diesem tag geöffnet hatte. Dahinter befand sich eine Lok unter Dampf – was sie denn mal als Zeichen nahm.

Von Bernd Atzenroth

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