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Wittenberge 30 Spürnasen auf Vermisstensuche
Lokales Prignitz Wittenberge 30 Spürnasen auf Vermisstensuche
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14:49 04.11.2018
Beim Training mit Rettungshunden in Wittenberge. Quelle: Jens Wegner
Wittenberge

Mehrere Rettungshundestaffeln mit insgesamt 30 Teilnehmern aus Norddeutschland übten von Freitag bis Sonntag für den Ernstfall. Mit dabei waren Mitstreiter des Technischen Hilfswerks, des Deutschen Roten Kreuzes und der Feuerwehr.

Personensuche in Gebäuden und im Wald

Zu den Aufgaben der Übungen gehörte das Finden von lebenden Personen in Gebäuden und auf der Freifläche sowie die Suche nach bekannten Personen im Wald. In vier Gruppen eingeteilt trainierten die Teilnehmer ihre Hunde.

Mehrere Rettungshundestaffeln mit insgesamt 30 Teilnehmern aus Norddeutschland übten am Wochenende für den Ernstfall. Mit dabei waren Mitstreiter des Technischen Hilfswerks, des Deutschen Roten Kreuzes und der Feuerwehr.

Der Perleberger Flugplatz wurde für die Flächensuche genutzt. Zur selben Zeit trainierten die Rettungshundeführer ihre Tiere in Gebäuden in Wittenberge. Die Gruppen wechselten zwischen den Standorten. In den zwei derzeit ungenutzten Gebäuden in der Wittenberger Bahnstraße 13 und 21 galt es für die Hunde vermisste lebende Personen ausfindig zu machen, sodass Rettungskräfte diese bergen können.

Hunde müssen sich ans Dunkel gewöhnen

„Wir sind jetzt die erste Gruppe im Gebäude Bahnstraße 13. Wir haben viele Anfängerhunde dabei. Erst üben wir oben bei Tageslicht, dann unten im dunklen Keller. Die Hunde müssen das auch erst lernen, sich ans Dunkel zu gewöhnen”, erklärte Natascha Kurz, Ausbilderin in der Rettungshundestaffel der Freiwilligen Feuerwehr Wittenberge.

Kirsten Brand von der Rettungshundestaffel Hamburg und Harburg (l.) leitete die erste Gruppe im Haus Bahnstraße 13. Quelle: Jens Wegner

Carmen Koynowski, Suchgruppenhelferin bei den Wittenbergern spielte diesmal die Vermisste. „Es ist gut dass wir sie haben. Sonst wechseln wir uns ab. Dann ist jeder mal dran”, sagte sie. „Unsere Hunde sind zwischen sechs Monaten und elf Jahren alt. Es sind Azubis dabei - sozusagen - und Hunde, die ihre Ausbildung bereits absolviert haben. Kein Meister fällt vom Himmel. Wie bei den Menschen so ist es auch bei den Hunden”, sagte Kirsten Brand von der BRH Rettungshundestaffel Hamburg und Harburg, die die Gruppe leitete.

Deshalb gehöre das regelmäßige Üben für den Ernstfall immer zum Programm. „Es ist immer toll, wenn man in solchen Gebäuden wie diesen üben kann”, freute sie sich. Bekannte Übungsflächen kennen die Hunde. Schnell merken sie sich die Verstecke und laufen dies bloß ab. „Auch im Dunklen wie hier im Keller können die Hunde gut üben.”

Übung macht den Meister – auch bei den Hunden

Je mehr der Hund übt, desto besser sei er im Einsatz. Die Aufgabe der Hunde ist es, lebende Personen zu finden, die Hilfe brauchen. Stehende Personen, wie andere Helfer im Einsatz, beachteten die Hunde nicht.

„Es gibt Verbeller, die bei einer entdeckten Person bleiben und bellen. Andere Hunde scharren an der Fundstelle”, erklärte sie. Alle Hunde der Rettungshundestaffeln befinden sich in privatem Besitz und die Hundeführer arbeiten ehrenamtlich.

Der Hund müsse freundlich zu Mensch und Tier sein. Das seien die Grundvoraussetzungen für einen Rettungshund. „Die meisten Einsätze sind Flächeneinsätze”, berichtete Brand aus ihren Erfahrungen. Aber auch für die Suche in Gebäuden wolle man gerüstet sein.

Geruchsprobe für die Spürnase

Am Sonntag ging es in den Wald bei Bad Wilsnack. Eine Gruppe suchte eine bekannte Person. Dabei kamen Personenspürhunde zum Einsatz. Die Hunde bekommen eine Geruchsprobe des Vermissten zu riechen. Dann machen sich die Spürnasen auf die Suche. „Das ist vergleichbar wie ein Mensch, dem man ein Bild von einem anderen Menschen zeigt, den er suchen soll”, verglich es Kirsten Brand.

Von Jens Wegner

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