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Wittenberge Lange Risse im Deich entdeckt
Lokales Prignitz Wittenberge Lange Risse im Deich entdeckt
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00:22 11.11.2018
Bernd Lindow (1.v.r.), Leiter der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Prignitz, zeigt sich am Wachhaus Wentdorf zufrieden mit dem Deich. Quelle: Kerstin Beck
Lenzen

Am ersten Punkt der Herbst-Deichschau am Donnerstag, dem Wachhaus Wentdorf, zeigte sich Bernd Lindow, der Leiter der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Prignitz, zufrieden: „Den Umständen entsprechend sieht die Grasnarbe hier relativ gut aus“.

Doch wegen der Pflanzen- und Strauchreste, die im Elbvorgelände zu sehen waren, weniger: „Da muss dann noch einmal unser Mähgerät rüber und vorher die Schafe auch“. Weiter ging es zu den nächsten Stationen – der Baustelle am Schöpfwerk Cumlosen, dem Neudeich der Deichrückverlegung Wustrow, dem Elbdeich beim Lenzener Hafen sowie den Rückstaudeichen an Löcknitz sowie bei Eldenburg und Seedorf bis hin nach Gaarz.

Dem vorangegangen war eine vorbereitende Zusammenkunft aller Teilnehmer im Lenzener Schullandheim, wo zunächst Marko Oelze, Referent für Hochwasserschutz und investivem Wasserbau vom Landesumweltamt Brandenburg, eine Übersicht zu den Bau-, Reparatur- und Unterhaltungsmaßnahmen an den Hochwasserschutzanlagen gab.

Konkret auf die Gegebenheiten der vergangenen Monate eingegangen war die Bereichsingenieurin Lysann Jacob: „Infolge der Hitze und der Trockenheit seit Ende April wuchs schon im Frühjahr nur sehr wenig Gras auf den Deichböschungen.

Lebende Mäher und moderne Technik

Die Deichschäfereien und auch die Mähtechnik des Wasser- und Bodenverbandes Prignitz haben ihre Arbeiten zwar noch planmäßig begonnen, doch bereits Mitte Juni mussten wir das Nachmähen aussetzen, um vorrangig den Schäfern die Deichflächen zur Futterversorgung der Schafe zur Verfügung zu stellen.“

Gewichtiger war jedoch: „Im August wurden am Neudeich der Lenzener Deichrückverlegung auf der wasserseitigen Deichböschung im Verlauf von drei Kilometern Länge viele Trockenrisse festgestellt.“ Diese Rissbildung war dem Landesumweltamt vor allem zwischen dem Fährdamm und der Rüsterdrift Station 43 bis 44 noch von 2009 bekannt, doch in diesem Jahr zeigten sich bis zu 60 Zentimeter tiefe Längs- und Querrisse bis zum Lenzener Hafen hin, die sicherlich eine Folge der Trockenheit sind.

Risse mit Quellton gefüllt

„Versuchsweise haben wir einige Risse mit Quellton verfüllt; wir werden diesen Versuch beobachten und eventuell erweitern“, so Lysann Jacob. Die gute Nachricht dabei: Gefahr bei einem eventuellen Hochwasser sieht Lysann Jacob nach einer ersten Einschätzung nicht.

Weitere beobachtete Schäden lägen eher im Bereich des Alltäglichen: Wildschweinschäden im Rühstädter Bogen, eine von Krähen zerwühlte Deichböschung, eine ausgebrochene Rinderherde und ein hartnäckiger Fuchs, der sich immer wieder in den Löcknitzsommerdeich eingräbt.

Auch das Elbvorgelände zwischen Müggendorf und Cumlosen machte bei der Schau einen guten Eindruck, doch am Ende des Gebietes, bei Unbesandten, wurde festgestellt: „Hier müssen wegen des Aufwuchses Schafhütung und Nachmahd noch bis in den Dezember hinein erfolgen“.

Beobachtet wurde so ganz nebenbei im Gebiet der Deichrückverlegung eine Wildschweinjagd, was sehr gut sei, so Bernd Lindow: „Die Risse, die wir gesehen haben, stellen für die Deichsicherheit kaum eine Gefahr dar, müssen aber bearbeitet werden. Darüber werden sich die Fachleute von der Bauprüfstelle des Landesumweltamtes im Winter Gedanken machen“.

Von Kerstin Beck

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