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Wittenberge Schornstein fiel vor geplanter Sprengung um
Lokales Prignitz Wittenberge Schornstein fiel vor geplanter Sprengung um
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01:15 02.02.2019
Im Hintergrund links oben ist der Schornstein noch zu erkennen, der jetzt zusammengefallen ist. Quelle: Aero Club Perleberg (mit bestem Dank an den Veritas-Klub, der das Foto zur Verfügung gestellt hat)
Wittenberge

Das ist Sprengmeister Karl-Heinz Bühring auch noch nicht passiert: In Wittenberge wollten er und ein Kollege einen alten Schornstein sprengen, doch der 50 Meter hohe Koloss sackte schon ein paar Stunden vorher in sich zusammen. Ganz Wittenberge bekam am Mittwoch gegen 9 Uhr den lauten Rumms mit und fragte sich was da passiert war – zumal auch die Sprengung nicht vorher angekündigt worden war: Die Stadt hatte großes Aufsehen darum und einen Publikumsauflauf vermeiden wollen.

Zum Glück fiel der Schornstein genau an die Stelle, an der er auch nach der Sprengung fallen sollte, und die Trümmer trafen weder Menschen noch Baumaschinen. Es handelte sich um den Schornstein des alten Heizhauses, das sich auf einer Fläche zwischen Veritas-Sporthalle, Bowling-Center und Bahnlinie befindet. Das Ordnungsamt der Stadt hatte die Sprengstelle abgesichert, auch wenn diese sich auf Privatgelände befand.

Schlechter Beton verbaut

Der Grund für den vorzeitigen Einsturz hatte Bühring dann schnell ausgemacht: „Die Betonqualität war nicht vorhanden. Das konnte man vorher nicht einsehen.“ Bühring hat Erfahrung mit genau diesem Typ Schornstein – er hat ihn bereits etwa 60 Mal gesprengt. „Wir haben eine eigene Technologie für die Schornsteine und können das statisch genau berechnen.“

Während der Pause knackte es zweimal

Dass ein solches Bauwerk bereits vor der Sprengung umfällt, ist Bühring noch nie vorgekommen. Zu diesem Zeitpunkt war bereits alles für die Sprengung vorbereitet. „Wir haben gerade Pause gemacht, als es nach zehn Minuten zweimal knackte.“ Kurz danach war es auch schon geschehen.

Wahrscheinlich würde der Turm noch stehen

Wahrscheinlich wäre der Turm ohne die Sprengvorbereitungen noch nicht eingestürzt. Aber für die Sprengung hatten die Arbeiter auch reichlich Metall entfernen müssen. „Der wäre sonst nicht umgefallen, weil da so viel Eisen drin war“, betont Bühring. Wahrscheinlich sei die Betonmischung nicht gut gewesen – man habe schon reinen Kies sehen können. Deswegen habe das Bauwerk nach der Entfernung des Metalls „die Last nicht mehr aufnehmen können und ist weggebrochen“.

Von Bernd Atzenroth

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