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Wittenberge Schornstein fiel, weil eine Solaranlage entsteht
Lokales Prignitz Wittenberge Schornstein fiel, weil eine Solaranlage entsteht
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00:23 03.02.2019
Hier stand der Schornstein noch. Quelle: Aero Club Perleberg
Wittenberge

Die Skyline von Wittenberge sieht seit Mittwoch ein wenig anders aus: Sie ist, wie bereits berichtet, um einen 50 Meter hohen Schornstein ärmer. Das Bauwerk, das zu einem ehemaligen Heizhaus der Bahn gehört, war in sich zusammengesackt, als es Sprengmeister Karl-Heinz Bühring gerade für eine ohnehin geplante Sprengung vorbereitet hatte – die Sprengung war nicht mehr nötig, zumal der Schornstein exakt auf den dafür geplanten Platz fiel.

Der Schornstein musste nun weichen, weil das für die zwischen der Veritas-Halle und den Bahngleisen gelegene Fläche rund um das Heizhaus geplante Projekt jetzt umgesetzt werden soll. Seit 2015 wird der Plan verfolgt, das fünf Hektar große Gelände an der Bad Wilsnacker Chaussee in einen Solarpark umzuwandeln.

ete hatten 2015 die Weichen gestellt

Im Juni 2015 hatten es Vertreter der Firma Castus im Wittenberger Bauausschuss vorgestellt. Das Unternehmen mit Sitz in Bliesdorf hatte das Gelände nach langjährigen Verhandlungen von der Deutschen Bahn erworben.

Die Planungen sehen vor, auf dem ziemlich verwilderten und zugewachsenen Gelände eine Photovoltaikanlage mit 18 200 Solarmodulen zu errichten. Die Stadtverordneten stellten mit ihrer Entscheidung dafür die Weichen, dass ein Bebauungsplan aufgestellt und Baurecht geschaffen werden konnte. Dafür musste das Areal im Flächennutzungsplan als „Sondergebiet Photovoltaik“ ausgewiesen werden.

Castus hat die Gesamtplanung inne

Die Firma Castus hat das Gelände im August 2018 weiterverkauft an die Energieversorgung Halle (EVH), ein Unternehmen, das zu den Stadtwerken Halle gehört. Diese bestätigten den Kauf des Areals. Nun endlich soll der Plan aus dem Jahr 2015 umgesetzt werden.

Ansprechpartner für die Stadt ist nach Auskunft von Bauamtsleiter Martin Hahn aber nach wie vor die Firma Castus, die weiterhin die Gesamtplanung des Vorhabens mit Bauleitplanung und Genehmigungsverfahren innehat. Gesellschafter und Geschäftsführer ist der frühere Wittenberger Alex Rosenthal. Er beziffert das Investitionsvolumen auf rund 3,2 Millionen Euro.

Leistung von 4,5 Megawatt

Die Photovoltaikanlage soll eine Leistung von 4,5 Megawatt erbringen. Die Energie aus Sonnenlicht könnte ab Ende des Jahres 2019 gewonnen werden.

Laut der Firma Castus ist mit den Stadtwerken Wittenberge vereinbart, die Energie in deren Netz einzuspeisen. Die Stadtwerke Halle werden künftig Betreiber der Anlage sein.

Im Dezember des vergangenen Jahres haben die Abbrucharbeiten an dem alten Heizhaus begonnen, es ist bereits nicht mehr zu sehen.

Von Bernd Atzenroth

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