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Wittenberge Thiel will neues Wirtschaftsgutachten für Pritzwalk
Lokales Prignitz Wittenberge Thiel will neues Wirtschaftsgutachten für Pritzwalk
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00:22 07.12.2018
Blick über das Gewerbegebiet Pritzwalk in Falkenhagen. Quelle: Anne Voß
Pritzwalk

Bürgermeister Ronald Thiel hat den Fraktionen der Pritzwalker Stadtverordnetenversammlung einen vorweihnachtlichen Wunsch mit auf dem Weg gegeben. Sie mögen sich doch auf ihren jeweiligen Weihnachtsfeiern eine Meinung bilden, ob die Verwaltung Geld für ein Gutachten zur Wirtschaftsentwicklung der Stadt in den kommenden Haushalt einstellen kann. Thiel schweben dafür rund 10 000 Euro vor. Darüber informierte er den Hauptausschuss auf der jüngsten Sitzung.

Nach Themen wie Baugebiet Havelberger Straße und der Erhalt des Streichelzoos stand zum Schluss der Sitzung die Entwicklung der heimischen Wirtschaft auf der Tagesordnung. Um die drehte sich ja bereits das letzte Zusammentreffen des Stadtentwicklungsausschusses der am 12. November in Falkenhagen zusammenkam. Für die Wahl des Tagungsortes dankte der Bürgermeister dem Vorsitzenden Michael Ballenthien ausdrücklich.

Ein Konzept mit dem Namen Wistek

Die Entwicklung des dortigen Gewerbegebietes war natürlich Thema. Dazu gaben Andreas Ditten vom Landkreis Prignitz und Uwe Büttner von der Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz Auskunft. Vornehmlich wurden noch einmal die Fakten genannt, die schon länger durch ein für den Landkreis erstelltes Gutachten bekannt sind: Wie viel Fläche vorhanden ist und dass kein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden soll (MAZ berichtete).

Was vielleicht zu kurz kam, auf der Sitzung zumindest im öffentlichen Teil aber nicht weiter thematisiert wurde, ist die Frage nach der Vermarktung. Und die möchte Ronald Thiel jetzt auf eigene Kosten geklärt haben. „Wir müssen ein Büro finden das uns sagen kann, wir setzen aufs richtige Pferd“, sagte der Bürgermeister zu den Stadtverordneten und hatte auch gleich den richtigen Begriff für das Gutachten parat: Wirtschaftsstandortentwicklungskonzept – kurz: Wistek.

Nicht die Hände in den Schoß legen

Dabei hat der Verwaltungschef zum einen den Gewerbepark „Prignitz“ im Blick, also die Flächen in Falkenhagen, die sich noch entwickeln lassen. Den Aspekt Fachkräftemangel als mögliches Ausschlusskriterium für Firmenansiedlungen außerhalb des Speckgürtels, will Thiel dabei nicht gelten lassen. Er setzt auf Betriebe, die verstärkt maschinell produzieren und mit wenig Personal auskommen. „Nur weil wir weniger Arbeitskräfte haben, kann es nicht sein, dass wir die Hände in den Schoß legen“, sagte Thiel. „Wir dürfen die Zügel nicht schleifen lassen.“

Das solle zum anderen auch für die Kernstadt gelten, in der es um die Vermarktung innerstädtischer Brachflächen gehe. Stadtverordneter Jörg Schilling (SPD) fände es wichtig, auch die Innenstadt attraktiver zu gestalten. Er könne sich vorstellen, Start-ups nach Pritzwalk zu holen. Thiel jedoch nicht. Für ihn gehe es nicht um Kleinstgewerbe, sondern „um größere Zusammenhänge“. Die Innenstadt habe „mehr, als manch andere Stadt zu bieten“.

Hinweise, in welche Richtung sich Pritzwalk und das Gewerbegebiet Falkenhagen entwickeln lassen, könnte ein Gutachten liefern, dass derzeit im Auftrag der erstellt wird. Im Januar soll es vorliegen (MAZ berichtete). Es wird kostenfrei auf der Internetseite der IHK einsehbar sein und soll eine Handlungsempfehlung für Kommunen und die Wirtschaft sein.

Von Stephanie Fedders

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