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Wittenberge Skypen mit dem Verbraucherschutz
Lokales Prignitz Wittenberge Skypen mit dem Verbraucherschutz
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00:22 09.02.2019
Sie eröffneten das Pilotprojekt ein (v.l.): Oliver Herrmann, Bürgermeister der Stadt Wittenberge, Minister Stefan Ludwig und Christian Rumpke vom Verbraucherschutz Brandenburg. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Wittenberge

„Mit dem Digimobil haben wir eine Brücke zwischen analog und digital geschlagen“, sagt Christian Rumpke, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Brandenburg. Am Mittwoch kam das Mobil auf vier Rädern nach Wittenberge gerollt. Es beginnt die zweijährige Modellphase, wobei 18 Orte in ganz Nordbrandenburg und Teile Mecklenburg-Vorpommerns alle vier Wochen angesteuert werden.

Bundesweit einzige Pilotprojekt

Stefan Ludwig, Minister für Justiz, für Europa und Verbraucherschutz, war der erste, der die kostenlose Beratung per Videochat auf dem Platz vor dem Kultur- und Festspielhaus ausprobieren durfte. Er wurde mit der Beraterin Stefanie Kahnert nach Potsdam verbunden um am Beispiel einer Inkassoforderung den neuen Service auszuprobieren – mit Erfolg. Beide kommunizierten auf kurzem Weg mit klarer Verständlichkeit. Originale Belege und Schreiben können ganz einfach per Scan untereinander ausgetauscht werden, wie in einem Beratungsgespräch vor Ort.

Stefan Ludwig (m.) und Oliver Herrmann (l.) in erster Beratung über Oliver Sydow vom Verbrauchrschutz Brandenburg (r.). Die Beraterin Stefanie Kahnert ist live am Laptop zugeschaltet. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Bislang war die Verbraucherzentrale Brandenburg in nur relativ wenigen festen Orten vertreten. Die Prignitz gehört laut Christian Rumpke schon seit mehr als 25 Jahren zum Stamm dazu, weshalb man sich wohl auch entschloss, das bundesweit einzige Pilotprojekt unter anderem genau dort einzuführen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft wird es vorerst bis 2020 fördern. In dieser Zeit müsse es sich beweisen und „von den Bürgern angenommen werden“, so Oliver Herrmann, Bürgermeister in Wittenberge.

Ländlicher Raum wird bestärkt

Im Mobil gibt es einen kleinen Wartebereich, der vom eigentlichen Beratungsraum getrennt ist. „Im Winter beheizt, im Sommer gekühlt“, verspricht der Geschäftsführer der Verbraucherzentrale in Brandenburg. Es gebe auch einen kleinen Kühlschrank und eine Kaffeemaschine, wenn das Warten mal etwas länger dauern sollte. Mit einer Türbreite von 80 Zentimetern und einer Rampe ins Innere haben die Macher auch darauf geachtet, das Digimobil so barrierefrei wie möglich einzurichten.

Mehrere Antennen und große Batterien sorgen für den nötigen Dauerbetrieb. „Nun können wir die Berater auch aussuchen“, sagt Rumpke. So ist für jede Richtung ein Profi in seinem Gebiet zu erreichen, und es steht nicht nur ein Berater an seinem Standort zur Verfügung. Stefan Ludwig sieht darin eine Innovation für die Zukunft. Der ländliche Raum werde bestärkt, die Angebote dort erweitert.

Digimobil startet mit Tour

An jeder Station ist das Digimobil von 10 bis 12 Uhr geöffnet und direkt im Stadtzentrum – meist an Markt­tagen – zu finden. Am Donnerstag, 7. Februar, kommt es nach Perleberg, am Tag darauf nach Neuruppin. Die gesamte Route ist unter www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/digimobil zu finden.

Von Marcus J. Pfeiffer

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