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Wittenberge Wittenberger gehörte zum EU-Parlament der Unternehmer in Brüssel
Lokales Prignitz Wittenberge Wittenberger gehörte zum EU-Parlament der Unternehmer in Brüssel
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09:06 31.10.2018
Das EU-Parlament in Brüssel mit den Unternehmensvertreter. Quelle: Privat
Wittenberge

Der Anruf kam abends um 20 Uhr. Als Robert Enge ans Handy ging, war IHK-Hauptgeschäftsführer Mario Tobias in der Leitung – mit einer verlockenden Einladung. Der Geschäftsführer von Becker Umweltdienste aus Wittenberge könne am Europäischen Parlament der Unternehmer in Brüssel teilnehmen, das für zwei Tage in der belgischen Hauptstadt zusammenkommt.

Robert Enge Quelle: Privat

Enge musste nicht lange überlegen und sagte zu. Verlockend die Aussicht, Einblicke in die EU zu bekommen und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. „Das Thema hat mich sehr interessiert, zu sehen, wie das alles funktioniert und abläuft“, sagt Enge.

Unmittelbare Eindrücke haben mehr Gewicht

Bevor es nach Brüssel ging, galt es erst einmal für Flug und Unterkunft zu sorgen. „Dafür war jeder selbst verantwortlich“, schildert Enge, der sich schließlich früh um 3 Uhr auf dem Weg zum Flughafen Tegel machte. Da die erste Veranstaltung erst am Abend stattfand, blieb nach der Ankunft genügend Zeit, die Stadt zu erkunden. Eine echte Portion belgischer Fritten gehörte natürlich dazu.

Abends wurde es dann offiziell, der Deutsche Industrie- und Handelskammertag sowie der Zentralverband des Deutschen Handwerks hatten zum Empfang der deutschen Delegation ins Königliche Museum für Kunst und Geschichte geladen. Rainer Wieland (CDU), Abgeordneter aus Baden-Württemberg und Vizepräsident des Europäischen Parlamentes, informierte über die Datenschutzgrundverordnung sowie über die Europawahl im kommenden Jahr. Keine unbekannten Themen für Enge, vorgetragen durch einen EU-Politiker bekam das Ganze aber mehr Gewicht. „Der Einblick ist anders, sonst werden die Fakten so nicht kommuniziert“, hat der 36-Jährige festgestellt.

Fachkräftemangel ist europaweites Thema

Bevor die Unternehmer dann am nächsten Tag zur Sitzung im Europäischen Parlament zusammenkamen, übernahm EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) die Einführungsveranstaltung für die deutschen Teilnehmer. Aktuelle Themen wie Klimaschutz und Brexit standen auf seiner Agenda. „30 Minuten hat er frei gesprochen, das kam sehr gut rüber“, zeigt sich Robert Enge beeindruckt.

Als dann alle 757 Teilnehmer aus den EU-Mitgliedsländern – Großbritannien war ob des bevorstehenden Austritts schon nicht mehr dabei – im Parlament Platz nahmen, standen drei Themen auf der Tagesordnung: die Zukunft Europas, Handelspolitik und berufliche Kompetenz. Letzteres hatte Enge besonders interessiert. Schnell stellte sich bei der Diskussion der Fachkräftemangel als europäisches Problem dar.

Idealer Rahmen, um über Themen zu sprechen

Becker Umweltdienste ist davon nicht betroffen. „Wir bekommen regelmäßig Bewerbungen, auch von vielen, die in die Region zurückkehren“, sagt Robert Enge, der seit knapp drei Jahren die Geschäfte am Standort Wittenberge führt.

Zuvor hat der gebürtige Sachse lange in Baden-Württemberg gelebt und so freute er sich, das Zusammentreffen für den Austausch mit Teilnehmern aus dem Süden Deutschlands nutzen zu können. „In solch einem Rahmen kommt man mit sehr engagierten Unternehmern zusammen, die Probleme überregional lösen“, bilanziert Enge. Als Mitglied der IHK-Vollversammlung ist ihm diese Herangehensweise nicht fremd: „Das ist auch mein Ansatz, dass wir nicht nur auf die Prignitz schauen.“ Der Abstecher nach Brüssel hat ihn darin bestätigt.

Von Stephanie Fedders

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