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Wittenberger Apfelmarkt trotzt dem Regen

Früchte gut gewässert Wittenberger Apfelmarkt trotzt dem Regen

Kein Glück hatten die Organisatoren des Wittenberger Apfelmarktes mit dem Wetter. Sie ließen sich davon aber nicht beeindrucken und verlegten die Schau kurzerhand ins Innere des Kultur- und Festspielhause. Angesichts des Regens waren allerdings deutlich weniger Gäste gekommen als in den Vorjahren.

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Beim Wittenberger Apfelmarkt herrschte große Vielfalt. 123 Sorten waren ausgestellt.

Wittenberge. Wie aus Eimern schüttete es, als am Freitag der Wittenberger Jubiläumsmarkt über die Bühne gehen sollte. Die Organisatoren hatten schon so etwas geahnt und kurzerhand den Großteil der Stände ins Innere des Kultur- und Festspielhauses verlegt. Draußen auf dem Paul-Lincke-Platz stand hingegen die mobile Saftpresse Apfelkönig von Andreas Wolf und verrichtete klaglos ihr Werk. Flankiert wurde das beeindruckend große Gerät von Verkaufsständen. Doch wegen des Dauerregens verliefen sich nur wenige Interessenten an die Stände. Mehr los war im Kultur- und Festspielhaus. Im Foyer hatten die Organisatoren von der Biosphärenreservats- und der Stadtverwaltung eine Bühne aufgebaut und mit herbstlichem Ernteschmuck liebevoll dekoriert. Während in der unteren Etage die Kinder der Awo-Kita und der Albert-Schweitzer-Schule auftraten, ging es ein Stockwerk drüber im kleinen Saal fast schon wissenschaftlich zu. Pomologin Urte Delft bestimmte auf bewährte Art die Sorten der Äpfel, mit denen die Besucher zu ihr kamen.

Alte Apfelsorten waren stärker denn je vertreten. Exemplare von 123 verschiedenen Sorten waren an einem Stand der Biosphärenreservatsverwaltung zu sehen. Darunter so klangvolle Namen wie Rheinischer Winterrambour, Goldparmäne, Berlepsch oder Champagner Renette lagen in all ihrer Schönheit und Vielfalt nebenein­ander.

Während im Wissensquiz am Glücksrad viel Wissenswertes über Äpfel und deren Anbau zu erfahren war, ging es im Obergeschoss multikulturell zu. Der Arbeitskreis Migration hatte türkischen Apfeltee gekocht. Am Backwettbewerb hatte sich Bibars Bakdalieh beteiligt. Der Syrer arbeitete vor seiner Flucht als Bäcker in Damaskus.

Schüler des Oberstufenzentrums und Simone Ahrend vom Projekt „Zeitensprünge“ informierten das Publikum über die kulturgeschichtliche Bedeutung von Obstanbau und Streuobstwiesen in der Prignitz.

Im Apfelkuchen-Backwettbewerb waren nicht nur Einzelleistungen gefragt, sondern auch Teamarbeit. Die Idee, frisch gepressten Apfelsaft bewerten zu lassen, musste wie manch anderer Programmpunkt auch fallengelassen werden – zu gering war die Resonanz. Oliver Krause, bei der Biosphärenreservatsverwaltung für Öffentlichkeitsarbeit zuständig, sagte: „Wir hoffen, dass im nächsten Jahr besseres Wetter herrscht.“

Von Andreas König

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