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Wittenberger Bank vergibt Stipendium

Dreimonatiges Praktikum im Biosphärenreservat Wittenberger Bank vergibt Stipendium

Für drei Monate erhält das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg Unterstützung. Geografiestudent Paul Kempe aus Berlin entwickelt das System der sogenannten Haltepunkte Natur weiter. Die Commerzbank Wittenberge finanziert das Praktikum. Einen ersten Überblick über die Herausforderung hat sich der 25-Jährige bereits verschafft.

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Übergabe des Praktikanten-Rucksacks (v.l .): Oliver Krause, Silvia Ahlemann hießen Paul Kempe herzlich willkommen in der Prignitz. Mit dabei auch Mathias Paulokat.

Quelle: Michael Beeskow

Wittenberge, GPS-Marken gesetzt, Zu seinen Aufgaben gehört auch ein Schülerprojekt. Den Berliner Paul Kempe hat es für drei Monate in die Prignitz verschlagen. Der Student, der an der Humboldt-Universität Geografie studiert, hielt es für sinnvoll, sich am Ende des achten Semesters nach einem Praktikum umzusehen. Der Tipp eines Freundes führte zum Bewerbungsschreiben an die Commerzbank, die seit 25 Jahren Umweltpraktika in Schutzgebieten von der Ostsee bis zum Bayrischen Wald finanziert. Im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg bekommt der 25-Jährige ganz schön zu tun. Denn das Praktikum in der Elbtalaue gehört sicher zu den anspruchsvollsten, wie Commerzbankpressesprecher Mathias Paulokat am Mittwoch in der Wittenberger Filiale des Bankunternehmens anmerkte.

Viele Haltepunkte am Elberadweg

Seit 2012 haben Praktikanten ein System von „Haltepunkten Natur“ entwickelt. Auf Besonderheiten der Naturschönheit im Biosphärenreservat wird so aufmerksam gemacht – mit Aussichtspunkten und erklärenden Tafeln. Paul Kempe tritt nun gewissermaßen in die Fußstapfen der Praktikanten der vorherigen Jahre und entwickelt das begonnene Projekt weiter. „Ich werde eine touristische Publikation erarbeiten, mit der eine Übersicht über die Haltepunkte gegeben wird und die sie einzeln vorstellt“, beschreibt der Student sein Vorhaben. Der Flyer soll Lust auf Naturerlebnisse in der Prignitz machen. Die Haltepunkte Natur sind eng mit dem Radweg- und Knotenpunkt-Netz in der Prignitz verbunden. Viele der Haltepunkte befinden sich entlang des Elberadwegs, aber auch einige etwas abseits davon.

 

Paul Kempe war einfach von der Ruhe überrascht, die etwa die Haltepunkte in Klein und Groß Leppin bieten. „Für einen Großstädter ist das schon ein Erlebnis“, berichtet er. Drei Tage lang war er unterwegs, um sich alle 23 Haltepunkte anzusehen. Vom Gnevsdorfer Vorfluter bis nach Lenzen, weiter bis zum Rambower Moor und schließlich bis Kietz in der Lenzerwische. Der angehende Geograf hat dabei gleich GPS-Marken gesetzt, so die Naturpunkte auch sicher zu finden sind. Zur besseren Orientierung wird er eine geografische Karte mit den Haltepunkten erstellen, die auch im Internet platziert werden soll. Die Karte wird interaktiv sein, sodass die einzelnen Punkte auch „aufgeklappt“ werden können. Oliver Krause, im Biosphärenreservat für Tourismus und Öffentlichkeitsarbeit zuständig, ist überzeugt, dass mit dem Flyer ein Anreiz geschaffen wird, die Haltepunkte Natur aufzusuchen. „Das wird die Verweildauer von Touristen in der Region erhöhen.“

 

Paul Kempe hat aber noch eine zweite Aufgabe zu lösen. Im Oktober leitet der Geografiestudent Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums an. Er erstellt ein Konzept für die Projektwoche Geografie und Kartographie. Es geht um die Vermittlung einer Querschnittstechnologie, Landschaft, etwa besondere Bäume wie Kopfweiden in einer thematischen Karte darzustellen.

Damit Paul Kempe auch gut gerüstet ins Praktikum gehen kann, überreichte Silvia Ahlemann, die die Wittenberger Filiale der Commerzbank leitet, einen Praktikanten-Rucksack mit einigen nützlichen Dingen. Das Geldhaus finanziert die Unterkunft und zahlt dem Praktikanten auch ein Entgelt. Die fachliche Betreuung obliegt dem Biosphärenreservat. Silvia Ahlemann meinte, sie freue sich schon auf das Ergebnis des Praktikums.

Von Michael Beeskow

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