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Prignitz Wittenberger Dampfrösser in Wort und Bild
Lokales Prignitz Wittenberger Dampfrösser in Wort und Bild
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02:17 03.07.2015
Frank Müller, (l.) und Dirk Endisch (r.) übergeben Bürgermeister Oliver Hermann den Bildband. Quelle: Andreas König
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Wittenberge

150 Dampfloks waren einst in Wittenberge stationiert. Mehr als 1000 Beschäftigte setzten sie und andere Fahrzeuge der Deutschen Reichsbahn instand. Einblick in dieses Kapitel Wittenberger Industriegeschichte gewährt ein neuer Bildband „Dampflokomotiven des BW Wittenberge“. Herausgeber Dirk Endisch hat tief in den Archiven des Vereins historischer Lokschuppen gegraben und viele andere Quellen angezapft, um die Dampflokepoche zu dokumentieren.

„Ein großes Glück war, dass mit Frank Müller ein ehemaliger Werksangehöriger mit Fotoerlaubnis an dem Buch mitgewirkt hat“, sagt Dirk Endisch. Frank Müller war seinerzeit Betriebsingenieur im Wittenberger Reichsbahnausbesserungswerk und durfte mit seiner „Exa“-Kamera dort fotografieren, wo andere nicht einmal hinkamen. „Die meisten Aufnahmen hatte ich seinerzeit als Dias entwickelt“, erinnert sich Frank Müller, der heute zweiter Vorsitzender des Vereins historischer Lokschuppen Wittenberge ist. „Die Aufnahmen wurden ja damals auf Orwo-Filmmaterial gemacht, das inzwischen aber auch an seiner Haltbarkeitsgrenze angekommen ist“, sagt Dirk Endisch. Daher habe er viele der historischen Aufnahmen digitalisiert. Entstanden ist ein Bildband mit 111 Aufnahmen, darunter 51 Farbbilder. Damit werde die Geschichte eines der zehn größten Eisenbahnwerke Deutschlands weiter aufgearbeitet“, sagte Dirk Endisch. Zudem helfe es dabei, die Exponate „eines der wichtigsten Eisenbahnmuseen Deutschlands“ besser zu dokumentieren. Bürgermeister Oliver Hermann, der eines der ersten Exemplare aus der Hand des Herausgebers erhielt, würdigte vor allem den Aspekt der Dokumentation. „Es ist bemerkenswert, mit welcher Liebe zum Detail und welcher Präzision die Vereinsmitglieder das Museum in Schuss halten“, lobte das Stadtoberhaupt. Zudem sei es für ein ehrenamtlich geführtes Museum nicht selbstverständlich, seine Arbeit zu dokumentieren und zu publizieren. Für Dirk Endisch ist das zweite Bahnwerk-Wittenberge-Buch ein Baustein auf dem Weg zu einem umfassenden Bildband zur Geschichte des Werks.

Zunächst aber steht das Sommerfest des Vereins historischer Lokschuppen bevor. Am Sonnabend, 4. Juli zeigen die Mitglieder des Vereins und der Dampflokfreunde Salzwedel ihre Schätze. Geboten werden Führerstandsmitfahrten auf Dampf- und Diesellokomotiven aus dem Bestand des Museums und Präsentationen von Fahrzeugen auf der Drehscheibe. Wer gern selbst anpacken möchte, kann sich sportlich bei einer Draisinefahrt betätigen. Im Stundentakt gibt es außerdem Führungen durch die Anlage. Dabei kann auch ein Blick in den historischen Wasserturm geworfen werden, der den Eisenbahnfreunden demnächst wieder zur Versorgung ihrer Dampflokomotiven zur Verfügung stehen wird. Zu sehen sind außerdem Restaurierungsarbeiten an Fahrzeugen. Um 14 Uhr am Samstag und Sonntag werden einige betriebsfähige Fahrzeuge wieder zur beliebten Paradefahrt aufbrechen, bei der die Besucher sie in Aktion bewundern können. Gegen Hunger und Durst helfen kleine und große Köstlichkeiten vom Grill oder die Erbsensuppe der Freiwilligen Feuerwehr und Getränke vom Kesselwagen. Besonderer Höhepunkt ist eine niegelnagelneue Hybridlok, die mit Strom und Diesel angetrieben wird. Gebaut wurde sie bei Alstom in Stendal.

Von Andreas König

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