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Wittenberger Kranhaus ist geschlossen

Chefkoch Knut Diete von Bord Wittenberger Kranhaus ist geschlossen

Das Restaurant Kranhaus in Wittenberge ist geschlossen. Chefkoch Knut Diete, der maßgeblich zum Erfolg des überregional bekannten Restaurants beigetragen hat, will sich zu den Vorgängen nicht äußern. Die Mitarbeiter wurden entlassen, die Gesellschafter wollen das Kranhaus „neu erfinden“.

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Das Kranhaus an der Wittenberger Elbstraße ist bis auf Weiteres geschlossen.

Quelle: Andreas König

Wittenberge. Das Kranhaus in Wittenberge, bekannt aus Funk und Fernsehen, ist geschlossen. Dort, wo sonst das Tagesangebot verkündet wurde, steht jetzt auf der Kreidetafel vor der verschlossenen Tür in knappen Worten folgende Begründung: „Wegen technischer Probleme und damit verbundenen Umbaumaßnahmen ist das Kranhaus bis auf Weiteres geschlossen.“ Ebenfalls nicht mehr dabei ist der eigentliche Star des Kranhauses, Chefkoch Knut Diete. Der einstige Antenne-Brandenburg-Koch wollte sich zu den Vorgängen nicht öffentlich äußern.

Nicht mehr dabei

Nicht mehr dabei: der langjährige Kranhaus-Chefkoch Knut Diete.

Quelle: Andreas König

Gemutmaßt wird, dass gesundheitliche Probleme Knut Diete zwangen, kürzer zu treten. Er war nie Eigentümer des Restaurants, sondern führte es im Auftrag der Gesellschafter Ralf Deckwerth und Wolfgang Bruger aus Hamburg. Sie sind Gesellschafter der GHF Gesellschaft für Gastronomie, Hotellerie und Freizeit. Auf Einzelheiten wollten auch die Gesellschafter nicht eingehen. „Die Geschäftsleitung des Kranhauses hat sich nach 15 Jahren aus unterschiedlichen Gründen dazu entschlossen, das Konzept des Kranhauses neu zu erfinden und neue Akzente für das Haus und seine Gäste zu setzen“, teilen Ralf Deckwert und Wolfgang Bruger schriftlich mit. „Dabei prüfen und bewerten wir viele Konzeptvarianten und Betreibermodelle bis hin zur Verpachtung des Kranhauses an Gastronomen, die die Gäste immer und immer wieder neu begeistern“, heißt es in der Mitteilung.

Knut Diete war 2013 erkrankt und konnte seitdem nur noch sehr wenig zur Entwicklung des Kranhauses beitragen.

Alle Mitarbeiter wurden nun entlassen. Den Restaurantchef eingerechnet waren zehn Mitarbeiter im Kranhaus beschäftigt.

Die immer wieder zu hörenden Gerüchte, wonach die Firma Genesis mit Lutz Lange als Gesellschafter Interesse am Kranhaus hätte, weist dieser zurück. „Wir haben mit dem ,Fährmann’, dem Eiscafé und der Alten Ölmühle drei Restaurants, mit denen wir gut zu tun haben“, sagte Lutz Lange der MAZ. „Wir wünschen uns, dass es weiter ein Kranhaus gibt, am liebsten mit Knut Diete.“ Wenn das nicht möglich sei, solle das Kranhaus aus Sicht der Firma Genesis möglichst schnell wieder öffnen, „denn die Vielfalt macht’s. Wo viel geboten wird, kommen auch viele Leute hin“, sagte Lutz Lange. In jedem Fall gebe es keinerlei Kaufverhandlungen.

Über die Schließung muss sehr schnell entschieden worden sein. Gäste, die sich für die Silvesterfeier angemeldet hatten, erfuhren erst am Abend des 29. Dezember davon. Das Kranhaus wurde vor mehr als 15 Jahren eröffnet und stand seitdem fast ununterbrochen unter der Leitung von Knut Diete. Als touristisches Aushängeschild der Region war es weithin bekannt und geschätzt. Knut Diete galt als Entertainment-Talent, das es verstand, jedem Gast das Gefühl zu geben, alles drehe sich um sein Wohlergehen. Alle Beteiligten hoffen, dass die Lücke möglichst schnell geschlossen wird.

Die Gesellschafter Ralf Deckwerth und Wolfgang Bruger versichern, „mit Hochdruck“ an einer Lösung zu arbeiten.

Von Andreas König

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