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Prignitz Wo man noch fürs Leben lernt
Lokales Prignitz Wo man noch fürs Leben lernt
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02:15 28.01.2016
Experten für den guten Ton waren die Sänger des Schulchors. Quelle: Bernd Atzenroth
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Pritzwalk

An der Stelle, an der sie im Jahr 1983 ihr Abiturzeugnis bekommen hatte, hielt Kathrin Menges nun eine Festrede. 111 Jahre als Schule hat das altehrwürdige Gebäude auf dem Buckel, in dem das Pritzwalker Gymnasium beheimatet ist – ein guter Grund zum Feiern, fand man im Gymnasium. Und das tat die Schule am Montag ausgiebig, mit Angeboten in der Goethehalle und vor allem einer Festveranstaltung in der Aula.

Kathrin Menges ist vielleicht die Absolventin der Einrichtung, die es am weitesten gebracht hat. Sie sitzt im Vorstand des Henkel-Konzerns. Mit Pritzwalk ist die 51-Jährige nach wie vor verbunden, allein schon, weil ihre Eltern in der Dömnitzstadt leben. An die Schule hat sie mehr als nur Erinnerungen an ihre eigene Schulzeit, die sie samt und sonders hier verbracht hat. Denn ihr Urgroßvater, ihr Großvater und ihre Eltern waren selbst Lehrer an der Einrichtung. Auch Kathrin Menges ist ausgebildete Lehrerin für Englisch und Russisch und ist dazu am Gymnasium motiviert worden. Genauso hat sie der Physikunterricht des Lehrers Schneider dazu animierte, ihre Abiturprüfung in dem Fach zu machen.

Kathrin Menges hat viele gute Erinnerungen an das Gymnasium. Quelle: Bernd Atzenroth

Gleich zu Beginn hatte sie Rupert Böhm begrüßt. Der frühere Sportlehrer und passionierte Läufer hat auch sie dazu gebracht, sich im Langlauf zu versuchen. Über die Lehrer sagte sie: „Sie haben uns Wissen vermittelt, aber auch erzogen.“ Da sie in ihrer Arbeit selbst mit Personalfragen zu tun hat, kennt sie die Erfordernisse, die an junge Berufseinsteiger gestellt werden: „Bei allem, was sich verändert hat, wird Grundwissen wichtig bleiben. Das spielt aber leider nicht mehr ganz so die Rolle, wie ich es erlebt habe.“ Es ist ein Thema, das ihr am Herzen liegt: „Bildung ist die Voraussetzung für ein erfolgreiches weiteres Leben.“

Kathrin Menges bemühte dabei ein Zitat, das in seiner Begrüßung auch schon Harald Glöde, der Leiter des Gymnasiums, verwendet hatte: „Geld, in Bildung angelegt, hat die allerhöchsten Zinsen“, hatte bei der Eröffnung des Gebäudes am 3. Januar 1905 der damalige Bürgermeister Emil Doerfel formuliert. Dass dies immer gelang, über -zig Schulformen und fünf politische Systeme hinweg, ist laut Kathrin Menges einem Umstand zu verdanken, der sich wie ein roter Faden durch die Schulgeschichte zieht: „Es gab hier immer leidenschaftliche Lehrer.“ Glöde schenkte der Festrednerin eine gerahmte Luftaufnahme vom Gymnasium.

Raum für Kreativität

Ein anderer Absolvent der Schule hatte zuvor die Grüße des Landkreises Prignitz überbracht: Christian Müller, Erster Beigeordneter, der seine Schulzeit im Jahr 2002 erfolgreich zu Ende brachte, betonte ebenfalls die Bedeutung von Bildung und sprach von dieser „wunderbaren Schule“, an der es Leitung und Kollegium auch immer wieder vermögen, Freiräume für Kreativität zu schaffen.

Beispiele gab es am Montag in der Aula reichlich. Der Schulchor und die Musikkurse der Klassen 11 und 12 sorgten für musikalische Akzente, die von Xavier Naidoos „Dieser Weg“ über den Eurythmics-Hit „Sweet Dreams“ bis hin zum „Phantom der Oper“ reichten. Für die musikalische Begleitung und einen eigenen Beitrag wurde Monika Schmidt gewonnen, die vor wenigen Jahren das Abitur in Pritzwalk ablegte und Musik auf Lehramt studiert. Sie intonierte auf dem Flügel das „Impromptu“ von Franz Schubert. Patrick Rieboldt, Lara Garbe und Pauline Bieri lasen aus Schulgeschichten, die ihnen unter anderem Klaus-Peter Garlin und die Familie Rump zur Verfügung gestellt hatten.

Ein weiterer Höhepunkt der Feier schloss sich an die Festveranstaltung an: Ein Charity-Festessen des Gymnasium-Fördervereins im „Pritzwalker Hof“zugunsten der Asha-Vihar-Hilfe.

Von Bernd Atzenroth

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